Eisbrecher Stettin

Die Kaman K-16B war ein für die US Navy entworfenes Wandelflugzeug, das über Kippflügeln senkrecht starten und landen können sollte. Es wurde 1959 aus einem Flugboot des Typs Grumman JRF Goose umgebaut. Die Flügel konnten um 50° geschwenkt werden (nicht um 90°, wie bei den meisten ähnlichen Entwürfen). Die Maschine wurde umfangreichen Tests unterzogen, flog aber nie frei. 1962 wurde das Testprogramm eingestellt.

Luftfahrzeuge des MFG3 Graf Zeppelin


Beim Aeronauticum Deutsches Luftschiff- und Marinefliegermuseum in Nordholz, in einem Hangar auf dem Gelände des Fliegerhorst, wird vom Förderverein Arado 196 e.V. die Arado Ar 196 A-5 mit der Kennung T3+CH restauriert. Die Maschine mit der Werknummer 623183 wurde 1944 von Fokker gebaut, erhielt das Stammkennzeichen TW+SW und wurde an die 1. Bordfliegerstaffel 196 in Wilhelmshaven ausgeliefert. Sie war eines der drei Bordflugzeuge des Schweren Kreuzers Prinz Eugen und ging mit diesem nach dem Krieg als Beute an die USA. Diese Maschine wurde lange auf der Naval Air Station Joint Reserve Base in Willow Grove ausgestellt und zerfiel immer mehr. 1995 wurde sie an das National Museum of Naval Aviation in Pensacola überführt, wobei sie weiter beschädigt wurde. 2012 wurde sie im Rahmen eines Pachtvertrags nach Nordholz überführt, wo sie seither restauriert wird.

Eisbrecher Stettin

Der Hawker Siddeley Harrier GR.3 war eine Version des berühmten Senkrechtstarters, der für Royal Air Force für die Nahunterstützung entworfen worden war, und sollte von einfachen Pisten in Deutschland aus operieren. Die GR.3-Version war durch die längere Nase leicht von der GR.1 unterscheidbar, hatte ein stärkeres Triebwerk und eine Kamera, so dass die Version auch als Aufklärer geeignet war. 40 GR.3 wurden neu gebaut, 62 aus GR.1 umgebaut. Zehn Harrier GR.3 der No. 1 Squadron der RAF flogen im Falklandkrieg von dem Flugzeugträger HMS Hermes aus. Sie wurden für den Einsatz auf See leicht modifiziert und dienten insbesondere zum Angriff auf Bodenziele. Vier der Maschinen wurden abgeschossen.

Jagdflugzeug Douglas F4D-1 Skyray

Die Douglas F4D Skyray wurde als Reaktion auf eine Anforderung der US Navy von 1947 für einen neuen Abfangjäger entwickelt. Dabei sollte die Erkenntnisse von Alexander Lippisch berücksichtigt werden, was sich bei der Form des Deltaflügels auswirkte. Die Skyray flog 1951 zum ersten Mal und wurde ab 1956 von der US Navy und dem US Marine Corps verwendet, für die bis 1958 422 Maschinen gebaut wurden. 1962 wurde die Maschine in F-6A Skyray umbenannt, aber sie wurde schon bis 1964 wieder außer Dienst gestellt.

Grumman E-1B Tracer

Die Grumman E-1B Tracer, ursprünglich WF-2 Tracer, wurde aus dem Transportflugzeug Grumman C-1 Trader, einer Variante des U-Jagdflugzeugs Grumman S-2 Tracker entwickelt. Sie sollte als Frühwarnflugzeug dienen und erhielt hierfür eine gewaltige Radarantenne über den Rumpf. Um diese unterbringen zu können, wurde das Seitenleitwerk modifiziert und die Faltung der Flügel geändert. Die Tracer konnte auch als Jägerleitflugzeug verwendet werden und war eine deutlich Verbesserung gegenüber ihren Vorgängern, der Grumman TBM-3W Avenger und der Douglas AD-3W/-4W/-5W Skyraider. Sie diente aber nur relativ kurz: sie wurde 1958 eingeführt, aber schon ab 1964 durch die Grumman E-2 Hawkeye ersetzt. Die letzten Tracer, die bis zur deren Außerdienststellung auf der USS Franklin D. Roosevelt (CV-42) dienten, wurden aber erst 1977 ausrangiert. Insgesamt wurden 88 Maschinen gebaut, die u.a. im Vietnamkrieg eingesetzt wurden.

Bordhubschrauber Sikorsky HH-52A Seaguard

Der Sikorsky HH-52A Seaguard wurde als Sikorsky S-62 als Amphibienhubschrauber entwickelt und ähnelt auf dem ersten Blick dem Sea King (Sikorsky S-61) stark. Tatsächlich ist es eine eigene Entwicklung, ein deutlich kleinerer und auch nur einmotoriger Hubschrauber. Viele der Komponenten des Sikorsky S-55 wurden wieder verwendet, allerdings in einem vollständig anders aufgebauten Rumpf. Der Antrieb erfolgt auch nicht über einen im Bug eingebauten Sternmotor, sondern mittels einer über der Kabine eingebauten Turbine. Der Seaguard konnte auf dem Wasser landen und starten. Er flog 1958 zum ersten Mal und wurde 1961 als HU2S-1G Seaguard bei der US Coast Guard in Dienst gestellt. 1962 wurde er in HH-52A Seaguard umbenannt. Bei der US Coast Guard diente die Maschine als Such- und Rettungshubschrauber sowie als Bordhubschrauber auf den Küstenwachkuttern sowie Eisbrechern. Insgesamt erhielt die US Coast Guard 99 Maschinen von den 175 gebauten Sikorsky S-62, weitere dienten u.a. bei der japanischen Marine und Küstenwache sowie der isländischen Küstenwache. Bei der US Coast Guard flog der Seaguard bis 1993 und wurde durch den HH-65 Dolphin ersetzt.

Marinehubschrauber Westland Sea King Mk. 41 in Kiel

22 Exemplare des Westland Sea King Mk. 41 wurde 1972-75 von der Bundesmarine in Dienst gestellt. Die deutschen Sea King sind bei Westland in Lizenz gebaute Sikorsky S-61, die sich u.a. durch britische Triebwerke unterscheiden. Die Mk 41-Variante erhielt eine vergrößerte Kabine und größere Treibstofftanks für die primäre Such- und Rettungsaufgabe, aber keinen Sonar, so dass sie nicht für die U-Jagd geeignet waren. Neben der Aufgabe als Such- und Rettungshubschrauber dient er als Transporthubschrauber und kann als solcher von Bord der Versorger aus eingesetzt werden. Zeitweilig waren die deutschen Sea King auch zur Schiffsbekämpfung mit vier Sea Skua-Raketen ausgerüstet werden, diese Bewaffnung wurde aber inzwischen aufgegeben. Die deutschen Sea King wurden mehrfach modernisiert, u.a. die Sensoren und der Eigenschutz. Ab 2020 werden die Sea King durch NH 90 NTH Sea Lion ersetzt.

Westland Whirlwind HAS7

Die Westland Whirlwind beruhte auf einer Lizenz für die Sikorsky S-55 (H-19), die Westland 1950 erwarb. Der Typ wurde an britische Standards angepasst und von 1953-66 wurde mehr als 360 Maschinen gebaut. Die HAS.7 erhielt ein stärkeres britisches Triebwerk und war die erste U-Jagd-Version. Für die U-Jagd wurde eine Whirlwind mit Sonar zur Suche nach U-Booten verwendet, die dann von einer zweiten Whirlwind mit Torpedos oder Wasserbomben angegriffen wurden. Whirlwind dienten auch als Such- und Rettungshubschrauber sowie als Transporthubschrauber für die Royal Navy. Späte Versionen wurden mit Turbinen ausgerüstet.

U-Jagdflugzeug Fairey Swordfish Mk III

Die Fairey Swordfish wurde in den 1930ern als Trägerflugzeug für die Fleet Air Arm entworfen, das sowohl als Aufklärer als auch als Torpedobomber dienen sollte. Die Maschine wurde 1936 eingeführt und bis 1944 wurden 2391 von Fairey und Blackburn gebaut. Sie sollte eigentlich zu Beginn des Zweiten Weltkrieg von der Fairey Albacore ersetzt werden, blieb aber im Dienst, da sich die Albacore nicht komplett bewährte. Die Swordfish blieb sogar noch im Dienst, als 1944 Fairey Barracuda und Grumman Avenger als neue Torpedobomber eingeführt wurden. Swordfish sind berühmt für den Angriff auf Tarent und die Jagd auf die Bismarck. Nachdem sie in ihrer Rolle als Torpedobomber von neueren Typen verdrängt wurde, wurde bis Kriegsende weiter als U-Jagdflugzeug und für Nachtangriffe auf Schiffe genutzt. Hierfür erhielt die Version Mk III einen Radar zwischen den Fahrwerksbeinen. 

Dänischer Sikorsky MH-60R Seahawk auf der Fregatte Iver Huitfeldt

Die Sikorsky MH-60R Seahawk-Version wurde ab 1993 für die US Navy als Ersatz für die SH-60B und SH-60F Varianten der Seahawk entwickelt. Die Variante hat ein verbessertes Cockpit und verbesserte Sensoren. Der Erstflug war 1999, ab 2005 ist die MH-60R im Einsatz bei der US Navy. Neben der US Navy haben Australien, Dänemark, Griechenland, Indien, Israel, Katar, Saudi-Arabien und Südkorea die Variante bestellt.