
Die Dornier Do 24 war ein dreimotoriges Seeaufklärungs- und Seenotrettungsflugboot der Dornier-Werke. Sie entstand ab 1937 für die niederländische Marine und wurde während des Zweiten Weltkriegs vor allem von der deutschen Luftwaffe zur Seenotrettung, außerdem zur Seeaufklärung und zum Transport eingesetzt. Ihre Seetüchtigkeit ermöglichte auch Starts und Landungen bei hohem Seegang. Die Do 24 wurde in verschiedenen Ausführungen von 1937 bis 1947 in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich gefertigt; insgesamt entstanden 313 Maschinen, einschließlich Prototypen und Lizenzbauten. Nach dem Krieg blieb der Typ unter anderem in Frankreich und Spanien im Einsatz. Die Do 24 ATT („Amphibischer Technologieträger“) war eine in den 1980er-Jahren entwickelte Version basierend auf einem historischen Do-24-Rumpf. Sie erhielt einen neuen Flügel, drei Pratt-&-Whitney-Canada-PT6A-45B-Turboprop-Triebwerke und ein einziehbares Amphibienfahrwerk. Damit diente sie als Versuchsflugzeug für moderne Technologien und später auch als Demonstrations- und Reiseflugzeug.
Die Dornier Do 24 ATT ist 21,95 m lang und besitzt eine Spannweite von 30,00 m. Ihr maximales Startgewicht beträgt 14.000 kg beim Start von Land und 12.000 kg beim Start vom Wasser. Als Antrieb dienen drei Turboprop-Triebwerke des Typs Pratt & Whitney Canada PT6A-45B mit einer Leistung von jeweils 1.125 PS, also insgesamt 3.375 PS. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 340 km/h beziehungsweise 184 kn. Die Besatzung besteht aus drei Personen.
Die im Dornier Museum Friedrichshafen ausgestellte Do 24 ATT trägt das Kennzeichen D-CIDO. Die Maschine wurde 1943 gefertigt und war ab 1944 auf Mallorca im spanischen Seenotrettungsdienst eingesetzt. Nach ihrer militärischen Nutzung kehrte sie an den Bodensee zurück und wurde in den 1980er-Jahren zum amphibischen Versuchsflugzeug umgebaut. Sie blieb anschließend als flugfähiges Einzelstück erhalten und wurde von Iren Dornier, einem Enkel Claude Dorniers, bei Flugvorführungen und auf Reisen eingesetzt. Nach einer Beschädigung bei einer Wasserung im Jahr 2015 wurde sie repariert und schließlich am 11. September 2021 an das Dornier Museum übergeben. Dort erinnert sie an die Geschichte der Do 24 und an die Weiterentwicklung historischer Flugzeugtechnik
Hier Fotos der Dornier Do 24 ATT im August 2026 während der DO DAYS im Dornier Museum Friedrichshafen:












Weitere Fotos von Do 24:
Holger Siegel (Fotos), Lars (Text)