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Titel: Navires & Histoire 153 Février/Mars 2026
Autor: Jean-Luc Fouquet (Chefredakteur)
Verlag: Lela Press
Erscheinungsjahr: 2026
ISSN: 1280-4290
Umfang: 96 Seiten mit vielen Schwarz-Weiß- und Farbfotos
Preis: 13 € (beim Verlag), 14,6 € (bei NNT Modell + Buch)

Inhalt

In dieser Ausgabe finden sich längere Artikel über die französische Marine des 17. Jahrhunderts, französische Passagierschiffe aus der Zeit kurz nach 1900, den deutschen Geschützten Kreuzer SMS Dresden, italienische U-Boote des Zweiten Weltkriegs und den Brand 1969 auf dem Flugzeugträger USS Enterprise.

Neben einigen längeren Artikeln finden sich auch wieder einige kürzere. U.a. kurze Artikel über maritime Ereignisse der letzten Monate, Buchbesprechungen, Leserbriefe, eine Besprechung des Films Britannic von 2000, Bausatzbesprechungen und ein Artikel über das Passagierschiff (Lazarettschiff) Britannic und dessen Wrack.

An längeren Artikel sind folgende enthalten:

  • L'incendie de l'Enterprise von Jean Moulin: während des Vietnamkriegs gab es Brandkatastrophen auf mehreren Flugzeugträgern der US Navy. Dieser Artikel behandelt den Brand der Enterprise am 14. Januar 1969. Der Brand selbst und dessen Ursache (ein Anlasser, dessen heiße Abgase einen Gefechtskopf einer Zuni-Rakete zur Explosion brachten, der einen Treibstofftank entzündete etc.) werden genauer beschrieben. Auch die Positionen der Geleitschiffe und die Zusammensetzung der  Flugzeuggruppe an Bord werden genannt. Viele Fotos zeigen des Schiff und die durch den Brand, der wiederum diverse Bomben zur Explosion brachte, verursachte Schäden. Die Fotos zeigen auch die drei Geleitschiffe, die Fregatte (später Lenkwaffenkreuzer) USS Bainbridge, den Lenkwaffenzerstörer USS Benjamin Stoddard (Charles F. Adams-Klasse) und den Zerstörer USS Rogers (Gearing-Klasse, FRAM I), wobei insbesondere letztere auch bei der Brandbekämpfung zu sehen ist.

Beispielseite

  • La marine de Seignelay. La marine triomphant von Patrick Villiers. Über die französische Marine in der Zeit von Jean-Baptise Colbert, Marquis de Seignelay und Sohn des gleichnamigen Finanzministers. Unter dem jüngeren Colbert wurden die Schiffskonstruktionen verbessert, billigere eiserne Kanonen eingeführt und mit Befehlshabern wie Duquesne, Forbin, Châteaurenault und insbesondere Tourville  war die französische Marine erfolgreich gegen die englische und niederländische Marine. 
  • Les sous-marins italiens von René Alloin: weiter geht es mit Lebensläufen der italienischen U-Boote ((siehe auch Ausgaben 148, 149, 151 und 152), hier mit weiteren U-Booten der Adua-Klasse: Dagabur, Dessiè, den drei nach Brasilien verkauften Einheiten (Tupy, Tymbira und Tamoyo) und Uarsciek. Der Artikel ist mit Fotos der U-Boote und anderer U-Boote und Schiffe, die in ihrem Lebenslauf eine Rolle spielten, illustriert. 
  • Quatre nouveaux transatlantique accompagnent la Transat de la "Belle Époque" auf "Années Folles", erster Teil von Alain Spohr. Dieser Artikel behandelt die französischen Passagierschiffe La Tourraine (1891), und insbesondere die drei Schwesterschiffe, La Lorraine, La Savoie und La Provence (1900-06) der Transat. Mit letzteren Schiffe reagierte die französische Reederei auf die immer schnelleren Schiffe der britischen und deutschen Reedereien. Viele Fotos zeigen die Passagierschiffe, sowohl Gesamtansichten, Detailansichten als auch Innenansichten. Von La Provence sind auch einige Deckspläne und ein Längsschnitt enthalten. 

Beispielseite

  • L'epopée du croiseur léger SMS Dresden von Philippe Caresse: über den deutschen Geschützten Kreuzer (Kleinen Kreuzer) SMS Dresden. Der Artikel beschreibt die Entwicklung, die technischen Daten und den Lebenslauf bis zu seiner Selbstversenkung 1915. Insbesondere die Beteiligung an den Schlachten von Coronel und Falkland sowie die anschließende Flucht durch die chilenischen Inseln wird ausführlicher beschrieben. Illustriert ist der Artikel mit vielen Fotos. Es sind auch Pläne enthalten. Diese zeigen aber nicht Dresden, wie sie real gebaut wurde (vielleicht eine frühere Planung, die Brücke ist auf den Plänen noch wie bei der Königsberg-Klasse). Es gibt auch zwei farbige Ansichten, die auf den gleichen Plänen beruhen. Die Datierung 1913 für den Tropenanstrich ist falsch (richtig wäre1909, als sie mit Hertha, Victoria Louise und Bremen die Hudson-Fulton Celebration in New York besuchte). Der Anstrich von 1915 ist wahrscheinlich auch nicht korrekt, da sie 1915 einen etwas dunkleren, einfarbigen Anstrich erhielt. Bei dem zweifarbigen Standardanstrich, den sie etwa 1910-15 hatte, war der obere Teil der Poop in dem helleren der beiden Grautöne gestrichen, während auf der Farben Ansicht die Poop komplett in der dunkleren Farbe gestrichen ist.

Fazit

In dieser Ausgabe fand ich insbesondere den Artikel über den Brand auf der Enterprise interessant (wäre sicher ein interessantes Diorama), aber auch die anderen Artikel waren lesenswert und gut illustriert.

alt empfehlenswert


Lars