Das Original
Das Großlinienschiff SMS Baden gehört zur Bayern-Klasse und war das letzte Schlachtschiff, das von der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt wurde. Die Baden wurde dabei als Flottenflaggschiff gebaut und war der Ersatzbau für die Wörth. Die Bayern-Klasse war die erste Schiffsklasse die Hauptgeschütze größer als 30,5 cm erhielt. Dabei entschied man sich für vier Doppeltürme mit einem Kaliber von 38 cm. Die weitere Bewaffnung bestand aus sechszehn 15-cm-Geschützen in Kasematten sowie zwei 8,8-cm-Flugabwehrgeschützen. Ebenso wurden, wie damals üblich, sechs Torpedorohre unter der Wasserlinie verbaut. Die Länge betrug 180 m und die Breite 30 m und die Verdrängung bei 32.200 t bei vollen Kampfgewicht.
Die Baden wurde am 20. Dezember 1913 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf fand am 30. Oktober 1915 statt. Nach der Indienststellung 1916 und nach den üblichen Probefahrten konnte Admiral Scheer auf sein neues Flottenflaggschiff umsteigen. Die Baden hatte dafür eine größere Brücke, um mehr Platz für den Admiral und seinem Stab zu bieten. Da nach der Skagerrakschlacht der U-Boot-Krieg Vorrang hatte, nahm die Baden an keiner Unternehmung mehr teil. Das letzte geplante Unternehmen „Schlussstein“ wurde durch den Matrosenaufstand im November 1918 nicht mehr ausgeführt. Die letzte Fahrt hatte die Baden am 7.Januar zur Internierung nach Scapa Flow. Dort wurde es am 21 Juni 1919 von der eigenen Besatzung versenkt, konnte aber von den Briten gehoben werden. Die Baden wurde gründlich untersucht und schlussendlich als Zielschiff versenkt.
Das Modell
Das Modell der Baden stammt von Kombrig. Dieses ist schon älter und hat nur eine einfache Ätzteilplatine dabei, aber ist ansonsten sehr gut detailliert. Leider war bei mir das separate Mitteldeck zu groß im Vergleich zum Rumpf. Auf Nachfrage beim Hersteller bekam ich ein neues Deck. Dies war zwar immer noch zu groß, aber mit etwas tricksen hatte es dann gepasst. Zur weiteren Detaillierung verwendete ich Türen, Bullaugen, Leitern und Reling aus der Restekiste. Etwas Planung verlangte der Dreibeinmast. Allerdings nach einer Trockenprobe, merkte ich schnell, dass dieser sehr gut passt. Zur weiteren Detaillierung designte ich selbst 3D-Druckteile mit Hilfe eines 1/100er Bauplan. Dazu gehörten die Winden, Kompasse, Entfernungsmesser und Brückenflügel. Viele Kleinigkeiten, die am Ende aber das Modell aufwerten. Die Geschützrohre tauschte ich durch welche von Master und NNT.
Bemalt wurde die Baden mit Vallejo-Farben. Für den Rumpf nahm ich 990, für die Aufbauten 989, für die waagerechten Flächen 995 und für das Linoleum einen Mix aus 985 und 983.
Bei der Wasseroberfläche verwendete ich Taschentuch, mit dem ich auf der Grundplatte die Wasseroberfläche modellierte und diese anschließend mit Wasserfarben bemalte. Darüber kamen drei Schichten mit Noch Water.
Quellen
Christian Abraham










