Das Original

Die Maya (摩耶) war einer von vier Schweren Kreuzern der Takao-Klasse der japanischen Marine. Sie wurde 1932 in Dienst gestellt. Im Gegensatz zu ihren beiden Schwesterschiffen wurde die Maya genauso wie die Chokai zunächst nicht mehr bei Kriegbsbeginn umgebaut bzw. modernisiert. Erst nachdem sie im November 1943 in Rabaul beschädigt wurde, ging sie ins Dock und wurde umfassend repariert und umgebaut. Sie verlor dabei ihren dritten 20,3-cm-Doppelturm auf dem Vorderdeck und erhielt dafür zwei weitere 12,7-cm-Doppel-Flugabwehrgeschütze. Damit wurde ihr Aussehen einzigartig und sie war deutlich von ihren drei Schwestern zu unterscheiden.


Am 23.10.1944 wurde sie vor den Phillipinien durch ein US U-Boot versenkt.

Im April 2019 wurde sie von Paul Allen mit dem Forschungsschiff Petrel auf dem Meeresboden wiederentdeckt 

Das Modell

Ich trug mich schon lange mit dem Gedanken ein Modell der Maya zu bauen. Doch keines der bisher vorhanden Bausätze überzeugte mich. Ich hatte mir irgendwann mal den Bausatz von Aoshima und den dazugehörigen Fotoätzteil-Komplettsatz von Flyhawk zugelegt. Nachdem die Firma Bunker Studio anfing Sätze für die Takao herauszubringen, überdachte ich meine Pläne und wartete.


Letztlich habe ich mein Modell mit allen verfügbaren Sets von Bunkerstudio gebaut. Lediglich der Rumpf ist noch der aus dem Bausatz von Aoshima. Aber auch hier wurde das deck Plan geschliffen und das Metalldeck von Flyhawk verbaut. Alles andere sind 3D-gedruckte Sets und Teile von Bunker Studio, Shelf Odity und Fotoätzteile von Flyhawk. In der gleichen Art habe ich noch die Takao und Chokai gebaut.


Die Sets von Bunker Studio haben mich vollkommen überzeugt. Und diejenigen, die denken, das hat nichts mehr mit Modellbau zu tun, sollen mal probieren. Die Fähigkeiten, die man früher für die Resinteile brauchte und die Polystorolteile, um diese aus den Rahmen zu entfernen, wird bei den 3D-gedruckten Teilen auf ein Maximum erhört. Hier ist viel Vorsicht und Geduld gefragt, um die super detaillierten Teile nicht zu beschädigen. Eben Modellbau 2.0.

Christoph Mentzel