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Japanischer Flugzeugträger Akagi (Hasegawa, 1/700) von Uwe Malle Drucken
Montag, 12. Januar 2009 um 07:00

Das Original

Der japanische Flugzeugträger Akagi, zu deutsch "das rote Schloß," gehört mit Sicherheit zu den bekanntesten Kriegsschiffen der Weltgeschichte. Der Träger war das Flottenflaggschiff der japanischen Trägerflotte und nahm unter dem Kommando von Vizeadmiral Nagumo am Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 teil.

Die Indienststellung des Trägers, der eigentlich keiner werden sollte, sondern als Schlachtkreuzer konzipiert wurde, war am 27. März 1927. Sie wurde mehrmals umgebaut, zuletzt in den Jahren 1935 und 1938. Dort erhielt sie dann auch das Aussehen das man heute kennt. In der Schlacht von Midway im Juni 1942 wurde der Träger schließlich von den Amerikanern versenkt. Ich gebe hier nur einen kurzen Abriss von der Geschichte der Akagi. Wer mehr und genaueres wissen möchte der kann sich im Internet schlau machen, denn das würde hier sonst den Rahmen sprengen.

Technische Daten (diese beziehen sich auf den Träger im Jahre 1936)

Länge: 260,68 m
Breite: Rumpf: 29 m, Flugdeck: 31.8 m
Tiefgang: normal: 8,1 m, maximal: 9,1 m
Besatzung: 2019 Mann incl. Flugpersonal
Bewaffnung: 6 x 20,3 cm, 12 x 12 cm Flak, 28 x 2,5 cm Flak
Flugzeuge: insgesamt 91, davon 66 sofort Einsatz bereit
Geschwindigkeit: 31 kn

Das Modell

Das Modell des berühmten Träger stammt von Hasegawa, ist im Maßstab 1/700 und läßt sich nur Waterline bauen. Der Bausatz ist nicht mehr der jüngste, aber immer noch sehr gut detailliert, sauber gegossen und verarbeitet.

Der Zusammenbau geht gut von der Hand, die Passgenauigkeit ist hervorragend. Der Bausatz zeigt die Akagi, wie sie nach ihrem Totalumbau ab 1938 ausgesehen hat, wohl so um die Zeit des Angriffs auf Pearl Habor.

Mittlerweile hat Hasegawa aber auch einen phantastischen Bausatz herausgebracht der die Akagi in ihrem ersten Bauzustand von 1927, als Dreideckträger zeigt, das aber nur am Rande.

Man sollte sich aber vor der Lackierung entscheiden ob man Ätzteile verarbeiten will oder nicht. Das erleichtert die Sache doch ungemein. Ich selbst habe mich leider erst nach erfolgter Lackierung dazu entschlossen, was doch einiges an Komplikationen und Mehrarbeit mit sich brachte. Gebrusht habe ich meinen Träger mit Vallejo Model Air-Farben und zwar in Darkseegreen.

Ich weiß, dass es wohl nicht der Farbanstrich war, den die Akagi getragen hat, aber diese dunkle Farbe verleiht dem Modell etwas mehr Volumen und macht sie dadurch Eindrucksvoller. Ist zumindest mein Empfinden.

Die Fliegersichtmarkierung auf dem Flugdeck hat die Akagi zumindest in dieser Form, nie getragen. Ob sie überhaupt jemals eine solche Markierung trug ist nicht nachzuweisen. Aber ich finde sie lockert etwas auf und zeigt sofort, um was für einen Träger es sich handelt. Ich habe meine Akagi dann auch noch mit Figuren in 1/700 ausgestattet, was aber eigentlich überflüssig ist, denn diese Winzlinge kann man mit dem bloßen Auge so gut wie gar nicht erkennen.

Die "Akagi" ist ein eindrucksvoller Träger und gerade ihr etwas skuriles Aussehen läßt sie leicht zu einem Hingucker in der Vitrine werden.

Uwe Malle / IG Waterline