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Schwedische Korvette Helsingborg (Visby-Klasse, L'Arsenal, 1/700) von Uwe Malle Drucken
Mittwoch, 11. März 2009 um 07:00

Korvette Helsingborg

Das Original

Die Korvetten der Visby-Klasse sind mit das Neueste, was im Moment im Marinesektor zu finden ist. Die Boote bestechen durch ihre doch außergewöhnliche Form und Tarnung. Sie gehören zu den sogenannten Stealthsschiffen, also Schiffen, die durch ihre Bauweise Radarstrahlen absorbieren, bzw. durch ihre ungewöhnliche Form kein klares Bild für einen Gegner entstehen lassen.

Der Rumpf des Schiffes besteht aus einem PVC-Kern, der von einem Laminat aus Kohlenstofffasern und Polyvinylchlorid umschlossen ist. Dadurch sind die Boote sehr leicht und haben eine sehr geringe Radar- und magnetische Signatur. Gleichzeitig ist der Rumpf aber auch sehr widerstandsfähig und besitzt eine hohe Stärke und Steifheit.

Wer mehr über diese Schiffsklasse wissen möchte dem sei dieser Link empfohlen:

de.wikipedia.org/wiki/Visby-Klasse

Diese modernen Schiffe teilen die Gemüter der Leute; einige finden sie toll, exotisch und zukunftsweisend, viele andere aber sagen, dass es nur noch seelenlose "Schuhkartons" sind, die nichts mehr mit einem Schiff zu tun haben. Aber ich denke, dass ist wohl immer so, wenn etwas Neues auf den Markt kommt und wir werden uns wohl dran gewöhnen müssen, denn so sieht die Zukunft des Kriegsmarinebaues aus.

Das Modell

Der Bausatz, sofern man überhaupt davon sprechen kann, ist von L'Arsenal und besteht aus gerade mal acht Teilen inklusive des komplett fertigen Rumpfes. Das Modell ist komplett aus Resin, nur der Mast liegt als Ätzteil bei. Der Geschützturm kann im offenen bzw. geschlossenen Zustand dargestellt werden. Ich selber habe mich für den geschlossenen Zustand entschieden, weil ich absolut kein Bild gefunden habe worauf das geöffnete Geschütz zu sehen gewesen ist.

Der Bau geht wegen der wenigen Teile schnell von der Hand und ist auch von Anfängern oder Leuten, die bisher noch nicht mit dem Material Resin Erfahrung haben, leicht zu bewerkstelligen. Etwas schwieriger ist da schon die Tarnung. Sie sieht zwar einfach aus, aber spätestens beim Abkleben erkennt man doch, dass es nicht ganz so leicht ist.

Lackiert habe ich mein Modell, wegen seiner geringen Größe von gerade mal 10 cm, mit dem Pinsel und Acrylfarben von Vallejo, mit denen ich schon seit langen arbeite und bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe.

Absolut neu für mich war die Darstellung eines Modells auf einer "Wasserfläche". Dazu habe ich einen Bilderrahmen genommen, eine dünne Styroporplatte eingeklebt und das ganze dann mit dunkelblauer Farbe bemalt. Dann habe ich die Position des Schiffes festgelegt und danach mit klarem Acrylgel das "Wasser" modelliert. Bin sehr zufrieden mit dem was draus geworden ist. War ja schließlich auch Neuland für mich.

Mit dem Modell der Helsingborg der Visby-Klasse erhält der Modellbauer- und Sammler ein kleines, aber sehr feines und sauber gearbeitetes Modell, das sicherlich schon wegen seinem doch fremden und skurrilen Aussehen schnell zu einem Hingucker in der Vitrine wird.

Uwe Malle / IG Waterline