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Römische Trireme (1/72, Zvezda) von Steffen Franke Drucken
Mittwoch, 05. September 2012 um 06:00

Hier mal ein paar Bilder der Zvezda Roman Trireme im Maßstab 1:72. Das Modell stand nicht ganz oben auf meiner Wunschliste. Mir gefiel aber das Kartonbild mit den an Deck angetretenen Legionären sehr gut. Als es dann im Marktplatz eine Trireme mit ein paar Packungen Römer zu einem guten Preis gab, hab ich einfach mal zugeschlagen.

Der Zvezda Bausatz ist sehr Empfehlenswert. Die Passgenauigkeit ist sehr gut und die Detaillierung überragend. Selbst das Plastiksegel ist wirklich überzeugend geworden. Einen Fehler hat der Bausatz allerdings. Ich habe absolut keinen Beleg gefunden, dass eine Trireme einen Vormast und einen Corvus hatte. Macht eigentlich auch keinen Sinn, da sich beide nur gegenseitig behindern. Da es bei mir unbedingt eine römische Trireme mit Legionären an Bord sein sollte, habe ich mich für die Version mit Corvus entschieden und den Vormast weg gelassen.

Größtes Problem bei dem Projekt war die Beschaffung passender Legionäre. Von dem den Paket beiliegenden Figuren sind nur ein paar Seeleute und die zwei Katapulte übrig geblieben. Der Rest der Figuren war in für das Projekt nicht verwendbaren Kampfposen. Nun sollte man eigentlich denken, dass es kein Problem ist für eine Armee, die eigentlich fast immer in Formation gekämpft hat, passende Figuren zu finden. Aber weit gefehlt, es gibt quasi fast keine 1:72er Figuren, die man in eine gerade nicht kämpfende Formation stellen könnte. Fündig geworden bin ich nach langer Suche bei Caesar Miniaturen, Zvezda und Hät. In diesen Sätzen waren zumindest ein paar Figuren, die für mich verwendbar waren. Ich habe allerdings vier Figurensätze gebraucht, um auf die erforderlich Zahl Legionäre zu kommen, um zumindest eine halbe Zenturie und den Legionsstab an Bord zu bekommen. Nächstes Problem war dann die Ausrüstung der Legionäre. Normalerweise ist ein Legionär mit Kurzschwert, Schild sowie ein oder zwei Wurfspeeren (Pilum) ausgerüstet. Die den Figurensetzen beiliegenden Waffen sind eigentlich kaum verwendbar, da viel zu überdemensioniert. Bei den Schilden war das kein Problem. Diese gibt aus Papier zu kaufen. Ersatz für die Wurfspeere gibt es aber nicht. Nach langer Suche bin ich in einem Buch darauf gestossen, das einzelne Legionen auch Zenturien mit Lanzen hatten. Das war der richtige Stichpunkt für mich. Passende Lanzen gibt es aus Metall im Zubehör Markt. Die brauchte ich dann nur noch auf die passende Länge zu kürzen und auch das Problem war geklärt.

Bemalt sind das Schiff wie auch die Figuren hauptsächlich mit Revell Emaile Farben. Das trocknen der Farbe dauert zwar wesentlich länger als bei Acryl. Ich komme aber gerade bei den Holztönen des Rumpfes und deren Alterung damit wesentlich besser klar als mit Wasserlöslichen Farben. Auf dem Weichplastik der Figuren halten die Emaile Farben auf jeden Fall besser als Acrylfarbe. Geklebt ist das Modell mit normalem Plastikkleber. Die Figuren sind mit Sekundenkleber auf dem Deck befestigt worden.

Ein Größenvergleich mit dem Gokstad-Schiff von Emhar:

Etwas erschreckender ist der Vergleich mit dem deutschen Schnellboot S-100 von Revell im gleichen Maßstab:

Steffen Franke