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Jagd-U-Boot USS Tinosa (1/700, JAG) von Lars Scharff Drucken
Dienstag, 02. April 2019 um 05:00

USS Tinosa (1/700)

Das Original

Das  Jagd-U-Boot USS Tinosa (SSN-606) war eine von 15 Einheiten der 1958-67 gebauten Tresher-Klasse, die nach dem Untergang der Tresher oft nach dem zweiten Schiff der Klasse, der Permit, benannt ist. Mit der Tresher-Klasse erreichte die US Navy zehn Jahre nach dem ersten atomgetriebenen U-Boot, der Nautilus, die Standardform ihrer Jagd-U-Boote. Der Rumpf war nicht mehr tropfenförmig wie bei der Skipjack-Klasse, sondern mehr langgezogen. Vorne im Bug wurde der Sonar angeordnet, so dass die Torpedorohre weiter achtern angeordnet werden mussten. Um trotz des größeren Rumpfs die gleiche Geschwindigkeit wie die Skipjack-Klasse zu erreichen, fiel der Turm sehr klein aus. Dies erwies sich nachteilig, da so weniger Ausfahrgeräte untergebracht werden konnten und der Betrieb der Boote über Wasser schwierig war.

Nach dem Verlust des ersten Boots der Klasse, der Tresher am 10. April 1963, wurden alle folgenden Boote im Rahmen des SUBSAFE-Programms überarbeitet. Die Rohrverbindungen durften nicht mehr gelötet werden, sondern mussten geschweißt werden und die Qualitätssicherung wurde überarbeitet. Dies verzögerte die Auslieferung der folgenden Boote. Die letzten vier Boote der Klasse - Flasher, Greenling, Gato und Haddock, erhielten einen größeren Turm. Die ersten drei davon erhielten auch einen 3 m längeren Rumpf. Die folgende Klasse, die Sturgeon-Klasse, beruhte auf dem Rumpf der Flasher, erhielt aber einen noch größeren Turm. Die Jack der Klasse erhielt auch einen längeren Rumpf und gegenläufige Schrauben, um diese zu testen - diese Anordnung erwies sich nicht als erfolgreich. Alle überlebenden Boote der Tresher (Permit)-Klasse wurden 1988-96 außer Dienst gestellt und abgewrackt.

USS Tinosa und Norfolk

Die Tinosa war 84,7 m lang, 9,6 m breit und verdrängte 3810 t (4369 t getaucht). Der Antrieb erfolgte über einen Atomreaktor, der zwei Dampfturbinen trieb. Die Antriebsanlage leistete 15.000 PS, womit 15 kn über Wasser und 28 kn unter Wasser erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus 96 Personen. Die Bewaffnung bestand aus vier 53,3 cm Torpedorohren, aus denen Mk 37- und ab den späten 1960ern Mk 48-Torpedos abgefeuert werden konnten. Es konnten 18 Torpedos mitgeführt werden, aber den späten 1960ern wurden aber bis zu sechs davon durch UUM-44 SUBROC-U-Jagd-Raketen ersetzt. Ab den späten 1970ern wurden vier Torpedos durch vier UGM-84 Harpoon-Anti-Schiffsraketen ersetzt. Statt der Torpedos und Raketen konnten auch Minen mitgeführt werden.

Die Tinosa wurde 1959-64 von der Marinewerft Portsmouth in Kittery gebaut. Ihr Heimathafen war New London und sie diente bei der Atlantikflotte, teilweise auch im Mittelmeer. 1975-77 wurde sie bei Ingalls in Pascagoula überholt. Sie wurde 1991 inaktiviert, 1992 außer Dienst gestellt. Das Entfernen des Reaktors erfolgte in Bremerton.

Das Modell

Die Tinosa habe ich aus dem Bausatz der Permit von JAG "gebaut". In diesem Bausatz sind drei Boote der Tresher/Permit-Klasse enthalten und jedes besteht aus vier Teilen. Ich habe noch Ausfahrgeräte ergänzt.

Bemalt wurde die Tinosa mit Vallejo-Farben. Der Rumpf ist mit 162 Basaltgrau gestrichen, während die Sehrohre mit 155 Silbergrau und 162 bemalt sind. Die Kennnummern stammen aus einem Satz von Midship Models.

Hier USS Tinosa zusammen mit dem Zerstörerführer (U-Jagd-Kreuzer) USS Norfolk:

USS Tinosa und Norfolk

Und hier noch eine Darstellung der Entwicklung der US-amerikanischen Jagd-U-Boote von 1944-64:

Tinosa, Scorpion, Skate, Seawolf, Nautilus, Halfbeak und Sennet

Tinosa, Scorpion, Skate, Seawolf, Nautilus, Halfbeak und Sennet

Von links nach rechts: Tinosa (1964), Scorpion (1960), Skate (1957), Seawolf (1957), Nautilus (1954), Halfbeak (1946, nach GUPPY II-Umbau 1950) und Sennet (1944).

Quellen

USS Tinosa

Lars