17.11.2018 - 5 Jahre Entdeckung des Wracks der ARA San Juan

 


Heute vor fünf Jahren, am 17. November 2018, wurde das Wrack des bis dahin verschollen argentinischen U-Boots ARA San Juan von der Seabed Constructor der Firma Ocean Infinity entdeckt und dokumentiert (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die San Juan war am 15. November 2017 nach einem Batteriebrand während einer Patrouillenfahrt im Südatlantik gesunken. Das U-Boot implodierte nach dem Sinken unter die zulässige Tauchtiefe, wobei alle 44 Mitglieder der Besatzung starben.

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Das bruneiische Patrouillenschiff KDB Darussalam (06) ist das Typschiff einer Klasse von vier 2010-14 gebauten Einheiten. Die Darussalam-Klasse beruht auf dem OPV80-Entwurf von Lürssen. Die bruneiische Marine hatte ursprünglich drei leichte Fregatten/Korvetten der Nakhoda Ragam-Klasse gekauft (eine Variante des F2000-Designs von GEC-Marconi/BAe Systems), nahm diese aber nicht ab. Sie verkaufte diese stattdessen über Lürssen an Indonesien, wo sie als Bung Tomo-Klasse fahren. Als Ersatz baute Lürssen die Darussalam-Klasse für Brunei - ein deutlich weniger komplexer Entwurf, die auf die Patrouillenrolle in Friedenszeiten optimiert ist. Während die Nakhoda Ragam/Bung Tomo-Klasse eine Bewaffnung gegen Schiffe, Flugzeuge und U-Boote hat, verfügt die Darussalam-Klasse über die für Patrouillenschiffe üblichen leichten Geschütze. Die ersten drei Schiffe - Darussalam, Darulehsan und Darulaman - erhielten ein 5,7-cm-Geschütz, während das vierte, Daruttaqwa, mit einem 2,7-cm-Geschütz ausgerüstet ist. Als Besonderheit für diesen Schiffstyp ist die Darussalam-Klasse aber auch mit Anti-Schiffsraketen ausgerüstet und kann so begrenzt für Kampfeinsätze verwendet werden. Es ist ein Hubschrauberdeck vorhanden, aber kein Hangar. Unter dem Hubschrauberdeck ist eine Heckwanne für Beiboote.

 

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Die norwegische Fregatte KNM Fridtjof Nansen (F 310) ist das Typschiff einer Klasse von fünf 2003-11 für die norwegische Marine gebauten Einheiten. Die Klasse war als Ersatz für die Oslo-Klasse gedacht und hat als Hauptaufgabe die U-Jagd. Vor dem Hintergrund der Zeit nach dem Kalten Krieg wurde aber auch eine Mehrzweckfähigkeit gefordert, u.a. eine verbesserte Flugabwehr, auch vor dem Hintergrund der Gefahr durch von U-Booten abgefeuerten Anti-Schiffsraketen. Aus der Ausschreibung von 1997 ging ein Entwurf von Navantia (Bazán) als Sieger hervor, der sich gegen den Typ MEKO 200 und einen norwegischen Entwurf durchsetzte. Navantia bot eine verkleinere Version der spanischen Fregatten des Typs F100 (Álvaro de Bazán-Klasse) an. Wie beim F100 ist auch die Fridtjof Nansen-Klasse mit dem AEGIS-System und SPY-1-Radar ausgerüstet - als bisher kleinste Klasse mit dem System. Die Radarantennen mussten hierfür aber auch verkleinert werden, bestehen bei der SPY-1F nur noch aus 1856 statt 4350 Elementen bei der SPY-1D-Version. Die Klasse ist für den Einsatz in polarnahen Regionen optimiert, u.a. durch Enteisungssysteme und geschlossene Brückenflügel.

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Das Forschungsschiff RV Petrel ist bekannt für die Entdeckung und Dokumentation zahlreicher Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere von im Pazifik versenkten japanischen und US-amerikanischen Schiffen. Sie erkundete u.a. die Wracks von USS Indianapolis, Yamashiro, Fuso, USS Lexington, USS Juneau, USS Helena, Jintsu, Hiei, USS Hornet, USS Wasp, Furutaka, Maya, Mogami, Kaga, USS St. Lo, Akagi und Chokai. RV Petrel wurde ursprünglich 2003 als Seaway Petrel für die Offshore-Industrie als Vermessungs- und Arbeitsschiff für Inspektionen und Reparaturen in der Tiefsee gebaut. Sie gehört zum Typ KE 1874, hat aber keine Schwesterschiffe. 2016-17 wurde sie zum Forschungsschiff umgebaut und diente bis 2020 der Erkundung von Schiffwracks. Petrel ist in der Lage Wracks bis in einer Tiefe von 6000 m zu erforschen.

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Das chinesische Jagd-U-Boot Changzhen 1 ist ist das erste von fünf von 1968 bis 1991 gebauten Einheiten des Typs 091. Dies sind die ersten in Asien entworfenen atomgetriebenen U-Boote. Ihre Entwicklung wurde 1958 begonnen, wobei die Entwicklung des Reaktors eines der großen Probleme war. Es gab zahlreiche andere Probleme und die ersten beiden Boote des Typs 091 waren auch lange nicht wirklich einsatzfähig. Sie waren relativ laut und die Strahlenbelastung für die Besatzung hoch.

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Das polnische Vermessungsschiff ORP Pomorzanin war das erste Schiffe der polnischen Marine der Zweiten Republik. Das Schiff wurde ursprünglich 1893 als Passagierschiff Deutschland für Fahrten zu den Friesischen Inseln gebaut und konnte 200 Passagiere transportieren. Von 1920-22 sowie 1924-32 diente es als Vermessungsschiff.

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Das chinesische Jagd-U-Boot Changzhen 16 (长征16) gehört zum Typ 093, der ab den 1990er Jahren als Ersatz für den Typ 091 entwickelt wurde und dessen erstes Boot 2006 in Dienst gestellt wurde. Dieser Typ ist leiser und hat bessere Sensoren als der Vorgängertyp. Es gibt diverse Varianten des Typs. Die frühen Versionen haben eine gerade Vorderkante des Turms und keinen Buckel hinter dem Turm, spätere Varianten haben eine zum Deck hin nach vorne gebogene Vorderkante des Turms. Von dem Buckel hinter dem Turm gibt es auch wieder verschiedene Varianten, die frühen sind relativ hoch, während die späteren niedriger und stromlinienförmiger sind. Es wurde spekuliert, dass hier Senkrechtstarter untergebracht sein würden, was aber nicht bestätigt werden konnte. Wahrscheinlich befindet sich hier die Trommel für einen Schleppsonar. Man findet für die Varianten verschiedene Bezeichnungen, u.a. Typ 093A, 093B, 093G bzw. wieder verschiedene Untervarianten dieser. Der Typ wird also anscheinend laufend weiter entwickelt, aber bisher in relativ geringen Stückzahlen gebaut: sechs bis elf U-Boote, je nach Quelle. Auf diesen Typ soll der Typ 095 folgen.

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Die Fregatte USS Gabrielle Giffords (LCS-10) ist eine von 19 Einheiten der Independence-Klasse, die seit 2006 für die US Navy im Bau sind. Die Klasse wird als Littoral Combat Ship (LCS), etwa Schiffe für küstennahe Gefechtsführung, klassifiziert und wurde für die Bekämpfung von U-Booten, Schwärmen von kleinen Booten und Minen in küstennahen Gewässern entworfen. Die Schiffe sind für eine extrem hohe Geschwindigkeit ausgelegt und sind hochseetüchtig, da der Einsatz in Übersee erfolgen soll, um Verbänden der US Navy, z.B. amphibischen Verbänden, den Zugang zu Küsten zu erkämpfen. Die Klasse ist allerdings sehr leicht gebaut und somit nicht sehr standhaft sowie auch sehr leicht bewaffnet, d.h. für die Kriegsführung gegen schwächer bewaffnete, asymmetrische Bedrohung ausgelegt. Für die verschiedenen Einsatzzwecke sollten sie mit verschiedenen Modulen ausgerüstet werden, d.h. sie  sollten nur jeweils für einen Einsatzzweck geeignet sein und hätten für andere Einsatzzwecke umgerüstet werden müssen. Die Independence-Klasse sollte gemeinsam mit der Freedom-Klasse die Fregatten der Oliver Hazard Perry-Klasse und die Minenjagdboote der Avenger-Klasse ersetzen. Wie andere Klassen von Überwasserkampfschiffen, die in der gleichen Epoche für die US Navy entworfen wurden, wird auch diese massiv kritisiert und ist in vielerlei Hinsicht ein Fehlschlag. Allerdings ist die Form spektakulär, ein Spitzname ist Klingonenkreuzer bzw. "Klingon Bird of Prey".

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Der Zerstörer USS Zumwalt (DDG-1000) sollte das erste Schiff einer Klasse von 32 Schiffen werden, die auf die Arleigh Burke-Klasse folgen sollte. Die Entwicklung begann bereits 1991 als DD-21. Ein Schwerpunkt lag auf der Fähigkeit Landziele zu bombardieren, wofür die Zerstörer mit Marschflugkörpern und Geschützen ausgerüstet werden sollten. Dazu wurde war eine sehr stark reduzierte Radarsignatur ein wichtiges Element des Entwurfs. Aus Kostengründen wurde das Programm 2001 aufgegeben. Als Ersatz wurde eine billigere Version, DD(X) entwickelt, letztendlich die Zumwalt-Klasse. 2008 wurde aber auch diese Klasse zusammen gestrichen, wobei u.a. die Kosten und geänderte militärische Anforderungen als Grund angegeben wurden. Letztlich wurden ab 2011 dann nur drei Schiffe gebaut.

 

23.02.1903 - 120 Jahre Rückgabe des Kreuzers Restaurador

 


Heute vor 120 Jahren, am 23. Februar 1903, wurde der venezolanischen Kreuzer Restaurador von der Kaiserlichen Marine wieder an Venezuela zurück gegeben (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Deutschland hatte zusammen mit Großbritannien und Italien eine Blockade Venezuelas errichtet, um dieses dazu zu zwingen, Schulden zu begleichen. Im Rahmen dieser Blockade waren auch die meisten venzolanischen Kriegsschiffe von den Blockadekräften erobert wurden, so auch die Restaurador, die darauf zeitweise als SMS Restaurador für die Kaiserlichen Marine operierte. Nach Aufhebung der Blockade wurde auch Restaurador wieder an Venezuela zurück gegeben.