17.09.1940 - 80 Jahre Torpedierung der HMS Kent

 

Heute vor 80 Jahren, am 17. September 1940, wurde der britische Schwerer Kreuzer HMS Kent von italienischen Torpedobombern des Typs Savoia-Marchetti SM.79 schwer beschädigt (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die Royal Navy reagierte auf die italienische Invasion Ägyptens mit einem Angriff auf Bengansi, der von dem Flugzeugträger HMS Illustrious ausgeführt wurde. Der Schwere Kreuzer HMS Kent gehörte zu dem Geleitschutz des Trägers und sollte dazu auf der Rückfahrt Bardia bombardieren, als sie torpediert wurde und für mehr als ein Jahr ausfiel.

 

24/28.07.1945 - 75 Jahre Angriffe auf Kure

 

Zu den japanischen Schiffen, die vor 75 Jahren bei den Angriffen der US Navy auf Kure versenkt wurden, gehörte auch der damals schon 44 Jahre alte, als Schulschiff verwendete Panzerkreuzer Iwate (siehe Jahrestage auf Modellmarine).

 

26.07.1845 - 175 Jahre Franklins Expedition in die Nordwestpassage

 

Heute vor 175 Jahren, am 26. Juli 1845, wurden Erebus und Terror, die beiden Schiffe der Expedition Franklins zur Entdeckung der Nordwestpassage, das letzte Mal von Europäern gesichtet (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die Royal Navy hatte seit dem 15. Jahrhundert immer wieder nach der Nordwestpassage gesucht, da diese von Europa aus die Fahrt in den Pazifik deutlich verkürzt hätte. Die Expedition Franklins wurde mit großem Aufwand ausgerüstet. Wegen der (für damalige Verhältnisse) guten Ausrüstung und aufgrund der schon vorhandenen Informationen, dachte man, dass die Expedition ihre Aufgabe, das verbliebene unbekannte Stück der Nordwestpassage zu finden, leicht bewältigen würde. Das spurlose Verschwinden der beiden Schiffe und ihrer Besatzungen war deshalb ein Schock. Erst mit Hilfe von Hinweisen der Inuit konnte das Schicksal von Sir John Franklin und seinen Männern aufgeklärt und schließlich im letzten Jahrzehnt auch die Wracks der beiden Schiffe gefunden werden.

Das Original

Die dänische Fregatte Niels Juel (F363) ist eine von drei 2008-11 gebauten Schiffen der Iver Huitfeldt-Klasse der dänischen Marine (Søværnet). Diese Klasse ersetzte die drei 1977-72 gebauten Korvetten der Niels Juel-Klasse. Ursprünglich wurde die Iver Huitfeldt-Klasse als Patrouillenschiffe bezeichnet, der Entwurf entwickelte sich aber zu einer hochentwickelten Flugabwehrfregatte. Deren Flugabwehr beruht auf der gleichen Kombination von weitreichenden SM-2-Flugabwehrraketen, APAR-Radar für die Zielerfassung und Feuerleitung sowie SMART L-Radar als weitreichendem Suchradar wie auf der niederländischen De Zeven Provinciën-Klasse (LCF) und der deutschen Sachsen-Klasse (Klasse 124). Der Rumpf der Iver Huitfeldt-Klasse ist aber eine Variante der Absalon-Klasse.

 

19./20 Juni 1895: 125 Jahre Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals

 

Heute vor 125 Jahren, am 19. Juni 1895, begannen im Hamburg die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Der Kanal löste den 1784 fertig gestellten Eider-Kanal ab, der für größere Schiffe zu klein war. 1887-95 wurde deshalb der Nord-Ostsee-Kanal gebaut, der sich allerdings auch bereits bei Fertigstellung sich als zu gering dimensioniert erwies und deshalb 1907-14 erweitert werden musste. An der Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals – der bei den Feierlichkeiten in Kaiser-Wilhelm-Kanal umbenannt wurde – nahmen 24 Schiffe aus 14 Ländern teil. Neben diversen Staatsjachten und Passagierschiffen waren auch 13 Kriegsschiffe dabei. Der Vertreter Österreich-Ungarns war das Torpedokanonenboot SMS Trabant mit Erzherzog Stephan von Österreich an Bord.

Das Original

Die niederländische Fregatte Zr. Ms. Evertsen (F 805) ist das vierte und letzte Schiff der 1998-2005 gebauten De Zeven Provinciën-Klasse. Die Klasse wird auch als Luchtverdedigings- en Commandofregatten (LCF) bezeichnet, d.h. als Flugabwehr- und Kommandofregatten. Der Name beschreibt ihre Hauptaufgaben schon sehr gut, die Verteidigung von Schiffsverbänden gegen Luftangriffe sowie das Führen von Schiffsverbänden. Die vier Fregatten ersetzten die beiden Fregatten der Tromp-Klasse (GW-Klasse) sowie die beiden Fregatten der Jacob van Heemskerck-Klasse (L-Klasse).

 

30.04.1945 - 75 Jahre Opération Jupiter

 

Heute vor 75 Jahren, am 30. April 1945, bombardierte der französische Schwere Kreuzer Duquesne im Rahmen der Opération Jupiter deutsche Stellungen auf der Insel Oléron, auf der französische Truppen landeten und sie zurückeroberten (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Hitler hatte im Januar 1944 einige Häfen an der Atlantikküste zu Festungen erklären lassen. Nach der Landung in der Normandie wurden einige dieser Festungen von den Alliierten nicht direkt angegriffen, sondern nur belagert, da die meisten Truppen für den Vorstoß nach Deutschland gebraucht wurden. Zu den eingeschlossenen Festungen gehörten auch die Festungen Girondemündung Nord und Süd, unter ihnen die Befestigungsanlagen auf der Insel Oléron. Diese Anlagen bei La Rochelle wurden seit September 1944 belagert. Die französischen Befehlshaber drängten auf eine Befreiung. Bei einer ersten Operation, Opération Vénérable, wurde die Stadt Royan durch eine Bombardierung von See, von Land und aus der Luft fast komplett zerstört und am 17. April erobert. Am 20. April wurde auch Pointe de Grave erobert. Am 28. April begann Opération Jupiter, die von der Freien Französischen Marine mit dem Schweren Kreuzer Duquesne, den Zerstörern L'Alcyon und Le Fortuné, dem Geleitzerstörer Hova und den Fregatten L'Aventure und Le Découverte unterstützt wurde. Die Duquesne feuerte dabei 522 20,3-cm-Granaten auf die deutschen Positionen auf der Insel Oléron, um die Landung der französischen Truppen zu unterstützen. Diese Landung war erfolgreich und die letzte militärische Aktion zur Befreiung französischen Bodens vor der deutschen Kapitulation. Die Opération Mousquetaire, der Angriff auf La Rochelle selbst, wurde wegen der deutschen Kapitulation gestrichen.

 

29.04.1770 – 250 Jahre James Cook landet in der Botany Bay

 

Heute vor 250 Jahren, am 29. April 1770, landete James Cooks erste Expedition in der Botany Bay, heute ein Teil von Sidney, Australien. (siehe Jahrestage auf Modellmarine). James Cooks erste Expedition von 1768-71 auf der Endeavour hatte zwei Aufgaben: die Beobachtung des Venustransits sowie die Suche nach dem vermuteten Südkontinent (Terra Australis Incognita). Nachdem die erste Aufgabe auf Tahiti erledigt worden war, erforschte Cook den Pazifik. Er konnte bestätigen, dass Neuseeland kein Teil des Kontinents, sondern eine Doppelinsel war. Am 19. April erreicht er die australische Ostküste und erforschte diese. Am 29. April landete die Expedition zum ersten Mal auf dem Kontinent. Diese Bucht wurde später Botany Bay genannt, da hier die Botaniker der Expedition zahlreiche neue Arten bestimmen konnten. Der Ort wurde als Platz für eine zukünftige britische Kolonie empfohlen, tatsächlich wurde 1788 eine Strafkolonie aber etwas weiter nördlich errichtet, aus der sich die Stadt Sydney entwickelte.

 

10. April 1940: 80 Jahre Versenkung der Königsberg

 

Heute vor 80 Jahren, am 10. April 1940, wurde der deutsche Leichte Kreuzer Königsberg von britischen Skua-Sturzkampfbombern versenkt (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Am 9. April überfielen deutsche Truppen die neutralen Staaten Dänemark und Norwegen (Unternehmen Weserübung). Im Falle von Norwegen erfolgte die Invasion durch eine Kombination von fünf Kampfgruppen der Kriegsmarine und Luftlandetruppen. Die Kriegsmarine schickte mit Truppen beladene Kampfschiffe nach Narvik, Trondheim, Bergen, Kristiansand und Oslo. Der deutsche Verband, der Bergen angriff, bestand aus zwei Leichten Kreuzern, einem Artillerieschulschiff, einem Tender, zwei Torpedobooten, vier Schnellbooten und zwei Trawlern. Der Leichte Kreuzer Königsberg wurde bereits bei der Einfahrt nach Bergen von norwegischen Küstenbatterien beschädigt und am folgenden Tag durch Skua-Sturzkampfbomber der britischen Marine versenkt.

Das Original

Das Kreuzfahrtschiff MS Bavaria wurde Ende 2019 aus der ehemaligen niederländischen Fregatte Zr. Ms. Evertsen der De Zeven Provinciën (LCF)-Klasse umgebaut. Wie schon beim Bauprogramm für die Patrouillenschiffe der Holland-Klasse, entschied sich die niederländische Marine, die Nachfolgeschiffe der Fregatten der M-Klasse durch den Verkauf einer älteren Fregatte zu finanzieren. Die Bavaria ist als Kreuzfahrtschiff für hohe Geschwindigkeit und eine kleine Zahl von Gästen ausgelegt, also für einen exklusiven Kundenkreis mit wenig Zeit, aber hohen Ansprüchen.