14.07.2006 - 15 Jahre Angriff auf Hanit im Libanonkrieg

 


Heute vor 15 Jahren, am 14. Juli 2006, wurde die israelische Korvette Hanit vor der libanesischen Küste von einer von der Hisbollah abgefeuerten Anti-Schiffsrakete getroffen (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Zwei Tage zuvor, am 12. Juli 2006, war der Libanonkrieg zwischen Israel und der Hisbollah ausgebrochen. Die israelische Marine erhielt sowohl die Aufgabe, Ziele von See aus zu bombardieren, als auch eine Blockade zu erreichten. Hanit wurde bei einem solchen Blockadeeinsatz von einer Anti-Schiffsrakete getroffen, wahrscheinlich einer C-802. Durch den Angriff starben vier Mann der Besatzung der Hanit.

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Die algerische Fregatte El Radii (الرادع, auch als Alrradie und Erradii transkribiert, Kennnummer 910) ist erste Schiff des Typs MEKO A-200 AN. Der Typ MEKO A-200 wurde von ThyssenKrupp Marine Systems (damals Blohm & Voss) als Nachfolger für die Fregatten des Typs MEKO 200 entwickelt, der mit 25 gebauten Schiffen ein Exporterfolg war. Der Nachfolgetyp MEKO A-200 weist eine auf eine reduzierte Sensorsignatur optimierte Konstruktion auf. Die Seiten haben abwechselnde Neigungen (X-Form), um Radarstrahlen zu zerstreuen. Die Abgase werden durch den Heckspiegel ausgeleitet und davor mit Seewasser gekühlt, um die Infrarotsignatur zu reduzieren. Ein herkömmlicher Schornstein ist so nicht vorhanden. Die Bewaffnung besteht aus standardisierten Modulen, typisch für das MEKO-Konzept, so dass der Einbau von einer Vielzahl verschiedener Systeme möglich ist - und damit eine leichte Anpassung an die Wünsche der Kunden bzw. eine erleichterte Modernisierung der Schiffe.

 

22.06.1971 - 50 Jahre erste nördliche Umfahrung von Sewernaja Semlja

 


Heute vor 50 Jahren, am 22. Juni 1971, vollendete der sowjetische Eisbrecher Lenin die ersten Umfahrung von Sewernaja Semlja auf der nördlichen Route (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Lenin sollte helfen, den dieselgetriebenen Eisbrecher Wladiwostok in den Fernen Osten zu überführen. Auf dem Weg wurden die Verhältnisse in dieser Region der Arktis untersucht.  Die Eisbrecher legten am 26. Mai in Murmansk ab, fuhren nördlich von Nowaja Semlja vorbei, ließen Sewernaja Semlja und die Nowosibirsker Inseln südlich liegen, fuhren zum Kap Schelagskij hinunter und erreichten, nachdem sie das Festlandeis der Chaun-Bucht durchbrochen hatten, am 22. Juni Pevek.

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Das spanischen Patrouillenschiff Meteoro (P-41) ist das Typschiff einer Klasse, von der von 2009-19 bisher sechs Schiffe gebaut wurden. Diese Schiffe werden auch Buques de Acción Marítima (BAM, maritime Aktionsschiffe) genannt. Die Meteoro-Klasse soll zur Überwachung der spanischen ausschließlichen Wirtschaftszone (EEZ) dienen sowie die Kampfschiffe bei Einsätzen entlasten, für die auch leichter bewaffnete Schiffe ausreichen (z.B. Seeraumüberwachung oder Jagd auf Piraten). Die Klasse ist stark automatisiert und mit relativ guten Sensoren ausgerüstet. Die Bewaffnung beschränkt sich nur auf Geschütze, es ist aber ein Hubschrauberhangar vorhanden. Von der Größe entsprechen sie Korvetten oder kleinen Fregatten und sind somit wesentlich geräumiger und seetüchtiger als frühere Einheiten.

 

21.-27.05.1941 - 80 Jahre Unternehmen Rheinübung

 


Vor 80 Jahren, am 27. Mai 1941, feuerte der britische Schwere Kreuzer HMS Dorsetshire die letzten Torpedos auf Bismarck ab (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Dorsetshire war von dem Geleit eines Konvois abgezogen worden und erreichte den Schauplatz erst nach Beginn des Gefechts. Sie schoss 254 20,3-cm-Granaten und drei Torpedos auf die Bismarck und trug zur ihrer Versenkung bei. Sie rettete 85 Überlebende der Bismarck, brach die Rettungsaktion aber wegen eines U-Boot-Alarms ab.

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Das japanische Vermessungsschiff Koshu (膠州) war ursprünglich als Fracht- und Passagierschiff Michael Jebsen für die Reederei M. Jebsen für den Einsatz in China gebaut worden. Nach der Erbeutung durch die japanische Marine wurde sie anfangs als Transportschiff verwendet, später dann als Vermessungsschiff. Für letztere Aufgabe wurde sie umgerüstet, u.a. erhielt sie ein Echolot und Vermessungsboote.

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Der chinesische Lenkwaffenzerstörer Nanchang (南昌, Kennnummer 101) ist das erste Schiff des Typs 055 (NATO: Renhai), des neuesten Zerstörertyps der chinesischen Marine. Er gehört unterhalb der Flugzeugträgern zu den größten Kampfschiffen der heutigen Zeit. Die Entwicklung eines Großzerstörers geht auf die 1970er zurück, war aber damals nicht realisierbar. In den 2010ern wurde die Entwicklung wieder aufgenommen. Das Ergebnis ist ein Schiff, dass sich von dem vorhergehenden Typ 052D deutlich unterscheidet. Neben der deutlichen Größenzunahme ist der Typ 055 auch stärker auf eine geringe Radarsignatur optimiert und hat verbesserte Radarsysteme. Neben den Antennen am Brückenaufbau befinden sich weitere am Mast sowie seitlich an den Aufbauten. Für die U-Jagd ist der Typ 055 mit einem Bug- und Schleppsonar ausgerüstet. Aus den Senkrechtstartern können Raketen zur Flugabwehr, gegen Schiffe, Landziele und zukünftig wohl auch U-Boote gestartet werden. Der Typ 055 kann Flaggschiff dienen und es wird angenommen, dass er ähnliche Rolle wie die Kreuzer bei der US Navy einnehmen soll, u.a. als Geleitschiff für Flugzeugträger.

 

25.02.1991 - 30 Jahre Angriff mit Silkworm (Zweiter Golfkrieg)

 

Heute vor 30 Jahren, am 25. Februar 1991, griff eine irakische Küstenbatterie die alliierte Flotte bei der Insel Failaka mit zwei HY-2 (C-201, NATO-Name Silkworm)-Anti-Schiffsraketen an (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Das Schlachtschiff USS Missouri war dabei das Ziel des Angriffs. Missouri wurde von einem Verband Minenjagdbooten geleitet, der für das Schlachtschiff Wege durch die irakischen Minenfelder frei räumte. Gegen Luft- und Raketenangriffe sicherten die Lenkwaffenfregatte USS Jarrett, der Lenkwaffenzerstörer HMS Gloucester und die Fregatte HMS London das Schlachtschiff. Die eine der beiden Silkworm hatte eine Fehlfunktion, die zweite wurde von der Gloucester mit zwei Sea Dart-Flugabwehrraketen zerstört - der erste Abschuss einer Anti-Schiffsrakete durch eine Flugabwehrrakete. Die Trümmer der Silkworm fielen bei dem britischen Flaggschiff HMS London ins Meer.

 

29.01.1991 - 30 Jahre Schlacht von Bubiyan

 


Heute vor 30 Jahren, am 29. Januar 1991, wurde der ein Teil der irakischen Marine bei der Insel Bubiyan zerstört (siehe Jahrestage auf Modellmarine). An diesem Tag hatte die irakische Armee eine Offensive auf die saudi-arabische Stadt Khafji (Chafdschi) begonnen und diese zeitweise eingenommen. Parallel wurde die irakische Marine aktiv, teilweise zur Unterstützung der Armee in Khafji oder um sich in den Iran abzusetzen - beide Interpretationen findet man in der Literatur. Auf jeden Fall griffen Lynx-Hubschrauber der britischen Zerstörer HMS Gloucester und HMS Cardiff sowie der Fregatte HMS Brazen am 29. Januar einen Konvoi von Landungsschiffen an und versenkten zwei davon. Am folgenden Tag griffen sie einen weiteren Konvoi an. Unterstützt wurden die Lynx von A-6 Intruder und SH-60B Seahawk der US Navy, Cobra des USMC, OH-58D Kiowa Warrior der US Army, Jaguar der Royal Airforce und CF-18 Hornet der kanadischen Luftwaffe, während Nimrod der Royal Airforce und P-3 Orion der US Navy die Angriffe leiteten. Die irakische Marine verlor an diesen beiden Tagen durch die Angriffe der Lynx der Cardiff und Gloucester alleine drei Schnellboote, zwei Patrouillenboote, einen Minenleger, drei Minensucher, drei Landungsschiffe und zwei Bergungsschlepper.

 

17.01.1941 - 80 Jahre Schlacht von Ko Chang

 

Vor 80 Jahren, am 17. Januar 1941, war der Leichte Kreuzer Lamotte-Picquet das Flaggschiff des französischen Geschwaders in der Schlacht von Ko Chang (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Der Leichte Kreuzer spielte eine Schlüsselrolle bei der Versenkung des thailändischen Küstenpanzerschiffs Thonburi sowie der Torpedoboote Chonburi und Songkla.