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Jagdflugzeug Grumman F6F-5 Hellcat (1/48, Eduard) von Jens Gerber Drucken
Montag, 04. Mai 2015 um 05:00

 

01.04. - 22.06.1945 - 70 Jahre Schlacht um Okinawa

 

Am 4. Mai 1945, heute vor 70 Jahren, führte die japanische Marine einen massiven Kamikazeangriff auf die Trägerverbände der TF-58 vor Okinawa durch (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die weiße 115 "Death and Destruction" der Staffel VF-83 wurden von dem Träger Essex von den Piloten Donald McPherson, Bill Kingston, Jr., und Lyttleton Ward geflogen, die zusammen an diesem Tag drei Kawanishi E7K ("Alf") und eine Nakajima Ki-43 ("Ocsar") abschossen.

Das Original

Die Grumman F6F Hellcat wurde als Nachfolger der F4F Wildcat entworfen und flog 1942 zum ersten Mal. Sie erhielt ein stärkeres Triebwerk, wodurch die Flugleistungen deutlich verbessert werden konnten. Die Auslegung als Tiefdecker (im Gegensatz zur Mitteldeckerauslegung der Wildcat) ermöglichte das Fahrwerk in die Flügel zu verlegen, wodurch durch die größere Spurweite die Start- und Landeeigenschaften verbessert werden konnten. Während es bei der Einführung der Corsair Probleme mit Landungen auf Trägern gab, bewährte sich die Hellcat sofort und wurde in der zweiten Kriegshälfte zum Standardjäger der US Navy. Sie zeichnete sich durch gute Flugeigenschaften und Robustheit aus.

Hellcat der US Navy, des US Marine Corps und der Royal Navy schossen insgesamt 5223 Flugzeuge ab. Von den 6477 erzielten Abschüssen der US Navy erfolgten 4947 durch Hellcat. Nach dem Krieg wurden Hellcat auch an die französische und uruguayische Marine geliefert. Die französische Marine setzte die Hellcat im Indochinakrieg ein.

Die F6F-5 Hellcat war 10,2 m lang, hatte 13,1 m Spannweite und ein maximales Abfluggewicht von 7 t. Ihr Sternmotor leistete 2200 PS, womit sie 330 kn (621 km/h) erreichte. Die Bewaffnung bestand aus sechs 1,3 cm Maschinengewehren. Dazu konnten 1,8 t Bomben, ein Torpedo oder bis zu sechs ungelenkten Raketen mitgeführt werden. Die Besatzung setzte sich aus einem Piloten zusammen.

Das Modell

Dieses Modell wurde aus dem Eduard F6F 5 Hellcat Late Profikit im Maßstab 1/48 gebaut und stellt die F6F-5 Weiße 115 "Death and Destruction", BuNo 72534, dar. Die Maschine ist in dem Zustand nach dem Einsatz von 4. Mai durch Fotos vom 5. Mai gut dokumentiert.

Der Bausatz von Eduard enthält sogar Resinräder. Bis auf die Maschinengewehre und die Funkantenne (durchsichtiges Nähgran) ist das Modell aus dem Kasten gebaut.

Jens Gerber

(Text über das Orignal von Lars)