Das Original

Das trägergestützte Frühwarn- und Kommandoflugzeug Grumman E-2 Hawkeye wurde in den 1950ern als Ersatz für die Grumman E-1B Tracer entwickelt. Die Hawkeye war das erste Flugzeug, das speziell für diesen Zweck konstruiert wurde, alle früheren Maschinen waren Varianten existierender Maschinen (Grumman TBM Avenger, Douglas AD Skyraider und Grumman C-1 Trader/S-2 Tracker). Die Hawkeye flog 1960 zum ersten Mal und bisher wurden 313 Maschinen gebaut. Die Maschinen werden kontinuierlich verbessert, u.a. mit neuen Triebwerken, neuen Cockpit, neuen Radargeräten, Computern usw.. Neben der US Navy dient die Hawkeye auch bei der französischen und mexikanischen Marine sowie bei der ägyptischen, japanischen und taiwanesischen Luftwaffe.

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Die Boeing Vertol CH-46 Sea Knight wurde in den 1950ern von Vertol für die US Army als Ersatz für die Piasecki H-21 entwickelt. Wie bei dieser sind auch bei der CH-46 die Rotoren in Tandemkonfiguration. Die US Army entschied sich letzendlich für die größere Boeing Vertol CH-47 Chinook, aber das US Marine Corps und die US Navy setzten die CH-46 Sea Knight ein. Das Marine Corps nutzte die Sea Knight von 1964 bis 2005 als Transporthubschrauber, um Truppen anlanden zu können. Danach wurden die CH-46 durch Bell Boeing MV-22B Osprey ersetzt. Bei der US Navy wurde die Sea Knight als Such- und Rettungshubschrauber sowie als Transporthubschrauber für Versorgungsgüter verwendet. Dort wurde der Typ von 1964 bis 2004 genutzt, als Ersatz erhielt die US Navy Sikorsky MH-60S. Neben einigen Luftwaffen und Armeen nutzte auch die japanische und schwedische Marine CH-46 als KV-107II-3 (als Minenräumer) bzw. HKP 4 (als U-Jagd- und Rettungshubschrauber).

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Die Grumman A-6 Intruder wurde in den 1950ern als allwettertaugliches, trägergestütztes Kampfflugzeug für die US Navy entwickelt. Der Entwurf beruhte auf den Erfahrungen aus dem Koreakrieg. Ungewöhnlich war die Anordnung der Besatzung nebeneinander. Die Intruder flog ab 1963 für die US Navy und das Marine Corps und wurde im Vietnamkrieg, Libanon, Libyen, Ersten Golfkrieg (Operation Praying Mantis), Zweiten Golfkrieg, Somalia und Bosnien eingesetzt. Die Intruder sollten durch die A-12 Avenger ersetzt werden. Nach der Einstellung dieses Programms flogen sie noch bis 1993 für das Marine Corps und bis 1997 für die US Navy und wurden dann durch die F-18 Hornet ersetzt.

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Die Grumman F9F Panther war das erste strahlgetriebene Jagdflugzeug, dass von Grumman gebaut wurde. Sie wurde ab 1946 entwickelt und flog 1947 zum ersten Mal. 1382 Maschinen wurden gebaut, die für die US Navy, das US Marine Corps und die argentinische Marine flogen. Die US-amerikanischen Maschinen flogen im großen Umfang im Koreakrieg, sowohl als Jagdflugzeug, aber auch im großen Umfang als Jagdbomber. Panther schossen in diesem Krieg auch sieben MiG-15 ab, erwiesen sich aber als unterlegen, so dass Grumman eine verbesserte Version mit Pfeilflügeln, die F9F Cougar, entwickelte.

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Die Heinkel He 111 war eines der Flugzeuge, die in der ersten Hälfte der 1930er als Passagierflugzeug und Bomber entworfen wurde, wobei die Funktion als Bomber trotz des Verbots von militärischen Flugzeugen durch den Versailler Vertrag Priorität hatte. Die Version H-6 war die meistgebaute Variante, 1745 Maschinen von insgesamt 7603 gebauten He 111. Diese Version diente auch als Torpedobomber. Diese wurden im Nordmeer gegen alliierte Konvois eingesetzt, u.a. gegen den Konvoi PQ-17 im Juni 1942, aus dem He 111 der I./KG 26 drei Schiffe versenkten und drei beschädigten. Auch im Schwarzen Meer und Mittelmeer kamen He 111 als Torpedobomber gegen Schiffe zum Einsatz.

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Die Petljakow Pe-2 wurde ursprünglich als Höhenjäger von Wladimir Petljakow in einem Straflager (!) entworfen, in das er während des Großen Terrors gebracht worden war. 1940 wurde die Maschine zum Bomber, u.a. Sturzkampfbomber, umkonstruiert. Sie wurde ab 1941 ausgeliefert und war eine der am meisten produzierten zweimotorigen Maschinen des Zweiten Weltkriegs. 11.427 Stück wurden gebaut. Neben der sowjetischen Luftwaffe verwendete auch die sowjetische Marine die Maschine im großen Umfang, u.a. zur Bekämpfung von Schiffen. Pe-2 der sowjetischen Marine versenkten u.a. die deutsche Flakbatterie Niobe (ex Gelderland) sowie das U-Boot U 9, die Schnellboote S 42, S 52 und S 131, das Räumboot R 37, den MFP F 568 und das rumänische Torpedoboot Naluca. Abgesehen von Niobe fielen alle der genannten Schiffe einem Angriff auf Konstanza am 20. August 1944 zum Opfer.

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Die Nakajima J1N Gekko wurde auf eine Anforderung der Kaiserlich Japanischen Marine für einen zweimotorigen Langstreckenjäger von 1938 entwickelt und flog 1941 zum ersten Mal. Da die Maschine nicht die erforderlichen Leistungen erbrachte, wurde eine leichtere Variante, J1N1-C, als Aufklärungsflugzeug entwickelt. 1943 wurden Aufklärungsflugzeuge lokal zu Nachtjägern modifiziert, was sich als erfolgreich erwies, so dass eine entsprechende Variante für die Marine gebaut wurde: J1N1-S. Diese erhielt mindestens schräg nach oben gerichtete 2 cm-Kanonen (wie die deutsche "schräge Musik"), anfangs einen Suchscheinwerfer und schließlich Radar. Die Nachtjägerversion erwies sich gegen Bomber der Typen B-17 und B-24 als effektiv. Gegen die B-29 waren die Höhenleistungen unzureichend, einzelne Piloten erzielten aber dennoch einige Abschüsse.

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Der Hubschrauber Flettner Fl 282 V6 wurde 1942 intensiv von der Kriegsmarine auf dem Minenleger Drache getestet. Der Hubschrauber sollte zur Aufklärung und zur U-Jagd dienen und wurde dafür als geeignet betrachtet. Allerdings gab es nicht genügend Produktionskapazitäten, um mehr als eine kleine Serie der Fl 282 herzustellen.

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Der britische Torpedobomber Fairey Swordfish flog 1934 zum ersten Mal und war seit 1936 im Einsatz. Die Swordfish wurde als Torpedobomber und Aufklärer entwickelt. Es gab sowohl Maschinen mit Schwimmern, die u.a. von Schlachtschiffen flogen, als auch die mit Fahrwerk ausgerüsteten, die im großen Umfang von Flugzeugträgern eingesetzt wurden.

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Der deutsche Hubschrauber Flettner Fl 282 Kolibri wurde als Aufklärer für die Kriegsmarine und das Heer entworfen. Ein besonderes Merkmal war der Flettner-Doppelrotor, der später auch von dem US-amerikanischen Hersteller Kaman, für den Flettner ab 1947 arbeitete, verwendet wurde. Der Hubschrauber flog 1941 zum ersten Mal. Er wurde von der Kriegsmarine u.a. auf dem Flugsicherungsschiff Greif, dem Minenschiff Drache und dem Leichten Kreuzer Köln erprobt. Die Marine wollte die Maschine in Serie bestellen und stellte auch die Bordfliegerstaffel 3./196 mit Fl 282 auf, aber wegen mangelnder Produktionskapazitäten (und anderer Prioritäten) wurden nur etwas mehr als 20 Hubschrauber gebaut.