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Tipps&Tricks: Steighilfen in 1/350 Drucken
Donnerstag, 15. Februar 2007 um 00:24

Steighilfen- Ein Detail das ins Auge springt



WisconsinSteighilfen wie diese sind auf nahezu jedem Schiff zu sehen. Hier sieht man einige dieser Steighilfen an Bord der USS Wisconsin in Norfolk VA. Sie sind am achteren großen Entfernungsmesser angebracht. Steighilfen 1Im Schiffsmodellbau sieht man sich immer wieder vor Probleme gestellt, für die es keine schnelle Lösung zu scheinen gibt. Dies ist besonders bei der Detaillierung von Modellen oft der Fall. Hier findet man auf Fotos und Plänen oft Details, die so klein sind, dass man sie fast nicht sieht. Das Modell wird jedoch erst durch diese kleinen Teile besonders lebendig und interessant. So machte ich mich vor einigen Wochen auf, um das bereits auf Modellmarine vorgestellte schöne LCT von Frank und Dirk im Maßstab 1/350 so gut zu detaillieren, wie es mir möglich ist. Dies dient besonders dazu, neue Techniken zu entwickeln und zu erlernen, die ich bisher noch nie angewendet habe.
Eines der Details, das man mit am häufigsten sieht, sind zahlreiche Steighilfen, die an nahezu allen Aufbauteilen als Ersatz für herkömmliche Leitern angebracht sind und es den Matrosen ermöglichen, mit dem Pinsel Bereiche zu erreichen, die sonst schnell rostig würden.
Ich habe Steigeisen auf diversen Modellen bereits gesehen, konnte mir jedoch bis jetzt nicht erklären, wie diese ohne Nervenversagen seitens des Modellbauers angebracht wurden. Die Lösung liegt jedoch nahezu auf der Hand oder besser auf dem Bautisch. Was Leitern in 1/350 sind, sind eigentlich auch nur miteinander verbundene Steigeisen. Also: Man nehme einfach eine dieser Leitern und trenne die Stufen so heraus, dass daraus ein Viereck aus Messing entsteht. Dabei ist darauf zu achten, dass man beim Auseinanderschneiden der Stufen mit einem scharfen Skalpell nicht die gesamte Leiter verbiegt.
Steighilfen 5Nun hat man jede Menge kleine viereckige Steigeisen auf dem Bautisch liegen. Die vierte Seite der Steighilfe ergibt dabei eine Klebekante mit der das Ätzteil auf dem Modell bequem befestigt werden kann. Dafür sollte das Teil mit einer Pinzette sparsam in gel-artigen Sekundenkleber getunkt werden und dann auf dem Modell befestigt werden.
Nach ein paar Versuchen hatte ich den Kniff raus und nun bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ein Zeitaufwand, der sich auf jeden Fall lohnen dürfte.
Torben