Reusenantennen herzustellen mag schwierig scheinen. Es ist es aber nicht so schwierig wie man erst denkt, wenn man nur eine Methode hat. Diese Methode entwickelte ich bei meinem Bau von der I-58. Seitdem habe ich sie erfolgreich beim Bau von der Le Terrible und der Dunkerque benutzt.

Eine kurze Einführung

Direkt zu meinem Wiedereinsteig in den Schiffsmodellbau begann ich auch, Wasserflächen für meine Modelle herzustellen. Für mich sieht ein Schiffsmodell in seiner "natürlichen Umgebung" am besten aus. Ich habe Jim Baumann und seine Arbeit immer sehr bewundert, nicht nur seine Schiffsmodelle, sondern auch seine erstaunlich realistischen Wasserflächen. Leider erwies ich mich als völlig unfähig, seine Methode mit sekundenklebergetränktem Aquarellpapier und Nass-in-Nass-Bemalung auszuführen. Also musste ich meinen eigenen Weg finden.

Wie bereits versprochen, möchte ich euch an einer weiteren Art der Gewässergestaltung teilhaben lassen, an der ich mich erstmals versuchte. Schiffsmodellbauer haben ja bereits die unterschiedlichsten Methoden der Wassergestaltung ausprobiert. Je nach Einsatz und Aussage des Dioramas reicht die Spanne von Silikon über Acryl, Aquarellpapier, Gips u.v.m. – je nach darzustellendem Wasser: still, flach, leicht oder schwer bewegt oder gar überkommende Brecher. Ich selbst habe bei meinem letzten Großdiorama, der Carrier Strike Group um die USS Nimitz im Maßstab 1/700, den Weg „Acrylgel mit der Lackierrolle auf bemaltem Sperrholz“ gewählt und bin damit auf der schieren Fläche (1,80 m x 0,90 m Dioramafläche!) recht gut gefahren. Dennoch sah ich noch deutlich „Luft nach oben“!

Die letzten zehn Jahre habe ich meine Modelle mit Vallejo und Vallejo Model Air Farben spritzlackiert. Ich habe mich immer mehr darüber geärgert, dass sie auf der Nadelspitze trocknen. Das ist für mich zu einer immer größeren Einschränkung geworden, da ich immer mehr dazu übergegangen bin, feine Muster freihändig zu sprühen und mit dünnen, nicht deckenden Schichten zu arbeiten.

links Originalteil, rechts Neubau

Einige Resinschiffsmodellbausätze haben schlecht gegossene Kleinteile, unter anderem die Schornsteine mit ihren Umlaufgriffen. Bei meinem Modell der Arcona waren die Fußläufe am Schornstein teilweise nicht vorhanden und die Dampfrohre angegossen. Außerdem störte mich, dass der Schornstein ohne Öffnung gegossen war. Da es sich um einen ovalen Schornstein handelt, war ein Aufbohren auch sehr schwierig.

Jetzt möchte ich an Hand meines Modells der USS Wadsworth (FFG-9), die Gestaltung von Wasser bei Modellschiffen darlegen bzw. meine verwendete Methode vorstellen.

Am Anfang möchte ich ein sehr gutes Vorbildfoto zeigen:

Heute möchte ich versuchen einen kleinen Bericht über meine Erfahrungen bei der Gestaltung von „Wasser“, bei Schiffsmodellen zu schreiben. Bei meinen Ausführungen werde ich mich hierbei nur auf Verdrängungsschiffe beschränken. Es sind U-Boote, Gleitschiffe und andere Schiffsarten ausgenommen. Dies bedürfen einer gesonderten Analyse.

HMS Ark Royal nach der Renovierung

Wenn man etwas immer anders macht, ist man offensichtlich mit den bisherigen Methoden nicht zufrieden. So war es längere Zeit bei mir mit der Wassergestaltung für meine Schiffsmodelle. Nachdem ich viel gesehen und einiges ausprobiert habe, möchte ich meine derzeitige Technik zur Diskussion vorstellen. Ich habe letzthin zwei meiner frühen Schiffsmodelle überarbeiten müssen und stelle anhand des zweiten Projekts meine Vorgehensweise vor.

Vor ein paar Jahren war ich von der Silikonmethode fasziniert und habe sie gleich ausprobiert, leider aber mit den besten Absichten verschlimmbessert. Um eine möglichst gute Tiefenwirkung zu erzielen, setzte ich eine mächtig dicke Silikonschicht ein. Das sah anfänglich auch ganz gut aus, überzeugte mit fortschreitender Zeit aber immer weniger. Zudem machte sich die Schrumpfung des Materials bemerkbar, bis die auftretenden Spalten nicht mehr akzeptabel waren. Denjenigen, die die klassische Silikonmethode anwenden, wird das nicht passieren, weil sie viel dünnere Schichten verwenden und die Schrumpfung prozentual ist, sich also mit sinkender Materialstärke umso weniger auswirkt.

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Modell: Kunststoffplatten in Plankenstruktur
Hersteller: Evergreen Scale Models
Maßstab: keiner
Material: Styrene
Art.Nr.: 2020 Car Siding und 2025 V-Groove
Preis: ca. 7€ pro Platte

Viele werden das Problem kennen: Man hat ein schönes Modell gerade aus dem Baukasten genommen und vergleicht den Bausatz in einer ersten Sichtung mit einem Originalfoto. Was einem dabei gleich ins Auge springt: Es fehlt eine Plattform oder ein Decksteil, welches man gerne ergänzen möchte. Nur wie stellt man dabei die Holzplankenstruktur des Originals da? Noch interessanter ist dies bei komplett eigengebauten Modellen (scratch). Evergreen liefert hier mit zwei unterschiedlichen Kunststoffplatten die Lösung.

 

Was braucht man?

Die Frage nach realistischen Wasserflächen stellt sich jedem Schiffsmodellbauer immer wieder. Es gibt unterschiedliche Tips und Techniken. So hat Stefan auf dieser Seite ja schon eine Methode vorgestellt. Das Problem ist immer: Wasser ist nicht nur ein lebendiges Medium, es ist auch transparent und hat eine große Tiefenwirkung. Im Bedarfshandel für Profimodellbauer gibt es eine fertige Wasserfläche von Norsemen, die all diese Voraussetzungen erfüllt. Ein teures Teil. Doch das kann man selbst auch hinkriegen - und sogar ganz einfach und preiswert.
Des Rätsels Lösung heißt Silikon. Schlichtes Silikon aus dem Baumarkt. Für eine schicke Wasserfläche braucht man ein Stück Styropor oder Holz als Basisfläche, Silikon, Pappe, Plakafarben aus dem Bastelbedarf, einen Pinsel, Spachtel, einen Löffel, einen Zahnstocher, weiße Modellbaufarbe, ein scharfes Messer - und natürlich ein Schiffsmodell, ganz gleich, ob fertig oder ungebaut.
Zeitansatz: eine gute Stunde plus Trockenzeiten.Utensilien