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Flugzeugträger Akagi (1/700, Fujimi) von Christoph Mentzel Drucken
Mittwoch, 07. Dezember 2011 um 07:00

 

07.12.1941 - 70 Jahre Angriff auf Pearl Harbor

 

Der japanische Angriff auf Pearl Harbor erfolgte von den sechs Flugzeugträgern Akagi, Kaga, Hiryu, Soryu, Shokaku und Zuikaku aus (siehe auch 07.12.1941 - 70 Jahre Angriff auf Pearl Harbor und Jahrestage auf Modellmarine). Die Akagi war hierbei das Flaggschiff von Vize-Admiral Nagumo.

Das Original

Die Akagi wurde Anfang 1920 als Teil des japanischen Flottenbauprogramms als ein Schlachtkreuzer der Amagi-Klasse auf Kiel gelegt. Als Folge der Washingtoner Flottenabkommen wurde das Programm jedoch annulliert und Japan durfte wie die USA lediglich zwei der Schiffe aus diesem Programm als Flugzeugträger weiter bauen. Neben der Akagi handelte es sich hierbei um das Schwesterschiff, die Amagi. Diese wurde jedoch beim schweren Erdbeben in Tokio 1923 so schwer beschädigt, dass anstatt dessen der Rumpf des nicht fertiggestellten Schlachtschiffes Kaga anstatt dessen zum Flugzeugträger umgebaut wurde.

1927 stellte die Akagi als Flugzeugträger in Dienst. Zu diesem Zeitpunkt verfügte sie über drei Flugdecks, wobei die ersten beiden lediglich als Starplattformen dienten. Sie war zu diesem Zeitpunkt noch mit keiner Insel zur Schiffsführung ausgerüstet, also ein Glattdeckträger.

1935 wurde die Notwendigkeit erkannt die Akagi mit einem Flugdeck, welches sich über die gesamte Schiffslänge erstreckt, auszurüsten. 1938 verließ sie wieder die Werft und von diesem Zeitpunkt bis zur ihrer Versenkung während der Schlacht um Midway änderte sich ihr äußeres Erscheinungsbild nicht mehr.

Sie diente Admiral Nagumu in den ersten sechs Monaten des japanischen Vordringens im Pazifik als Flaggschiff des japanischen Kampfverbandes. Von ihr aus führte Admiral Nagumu den japanischen Angriff am 07.12.1941 auf den amerikanischen Flottenstützpunkt auf Pearl Harbor.

Der Bausatz

Im Maßstab 1/700 gab es seit langer Zeit lediglich den Bausatz der Firma Hasegawa. Dieser stammte noch aus den 1970’er Jahren und war noch Teil der ursprünglichen Waterline-Serie der vier großen japanischen Hersteller Aoshima, Fujimi, Tamiya und Hasegawa.

Erst in den letzten Jahren brachte zunächst Hasegawa im Maßstab 1/350 einen sehr guten neuen Bausatz der Akagi auf den Markt. Auch ein Modell des ersten Bauzustandes der Akagi mit drei Flugdecks wurde im Maßstab 1/700 von der Firma Hasegawa auf den Markt gebracht. Daneben gab es einige Jahre lang ein sehr teures aber gutes Resinmodell des “Triple deckers” von der Firma PitRoad.

Fujimi war nun im letzten Jahr derjenige der führende Hersteller, der im Maßstab 1/700 ein Modell der Akagi im Bauzustand 1941-1942 nach neusten Erkenntnissen und mit den nun vorhanden technischen Möglichkeiten des Formenbaus und Spritzgusstechnik realisierte. Der Fujimi Bausatz überzeugt mit seinen feinen Details, Gravuren und dem ansprechenden Preis/- Leistungsverhältnis.

Der Rumpf des Bausatzes ist in der Schiffsachse geteilt und mit vielen sehr feinen Details und Gravuren versehen, die dem 1/350 Bausatz von Hasegawa in nichts nachstehen. Der Aufbau des Modells ähnelt sehr den bekannten Formen aus dem 350 Bereich. Die beiden Rumpfhälften werden mit Querschotten über die gesamte Länge des Modells verstärkt und fixiert, so dass es keine Probleme bei der Passform der anderen Teile gibt.

Im direkten Vergleich zum alten Hasegawa Bausatz wird deutlich, wie viel Mühe sich Fujimi bei der Recherche der Baupläne gemacht hat und diese im neuen Modell umsetzte. Zum Vergleich zog ich hierbei Pläne aus dem Buch zur Akagi von AJ Press heran.

Aus dem Karton heraus lässt sich ein sehr ansprechendes und gut detailliertes Modell der Akagi bauen.
Diverse Bausatzvorstellungen mit Bildern sind im Internet mittlerweile nachzulesen, so dass ich hier darauf verzichte jeden Spritzling aufs neue zu beschreiben.

Insgesamt kann ich den Bausatz uneingeschränkt empfehlen.

Darüber hinaus bietet Fujimi für sein Modell ein Holzdeck sowie einen entsprechenden Fotoätzteilsatz an, mit dem man das Modell noch mit den notwendigen Reelings, Antennen und Fangnetzen versehen kann.

Das Modell

Ich habe mich entschlossen bei meinem Modell das vorhandene Flugdeck durch das fotogeätzte Flugdeck der Firma LionRoar zu ersetzten. Da dieses für den alten Hasegawa Bausatz konzipiert war, waren jedoch umfangreiche Modifikationen und Anpassungen am Fujimi Bausatz sowie am LionRoar Satz notwendig. Jedoch ist die Wirkung des fotogeätzten Flugdeck von keinem Plastikdeck oder Holzdeck zu erreichen.

Die Flugzeuge (Vals, Kats und Zeros) aus dem Fujimi Bausatz, die nicht schlecht sind, habe ich durch welche von der Firma PitRoad ersetzt. Die leichte Flakbewaffnung (25 mm Zwillinge) wurde durch solche der Firma Finemold ersetzt. Darüber hinaus verwendete ich noch einige weitere Ätzteilsets der Firma Veteran, LionRoar und Flyhawk zum “Verfeinern” meines Modells. Zuletzt kamen noch “Sandbags der japanischen Firma Ishida zum Einsatz, um den typischen Anblick der Insel der Akagi beim Angriff auf Pearl Harbor nachzuempfinden.

Christoph Mentzel