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Amerikanisches Jagd-U-Boot Skate (1/700, OKB Grigorov) von Lars Scharff Drucken
Freitag, 14. Dezember 2012 um 07:00

 

Polar-Spezial

 

Skate

Das Original

Die Skate war das Typschiff der ersten in Serie gebauten atomgetriebenen Jagd-U-Boote der US-amerikanischen Marine. Die Klasse stellte eine verkleinerte Version der Nautilus, des ersten atomgetriebenen U-Boots, dar und ähnelte von den Abmessungen der diesel-elektrisch getriebenen Tang-Klasse. Drei von vier Booten der Klasse - Skate, Sargo und Seadragon - waren stark an der Erkundung der Arktis beteiligt.

Nach den ersten beiden Prototypen, Nautilus und Seawolf, sollte die Skate-Klasse die Serienvariante der atomgetriebenen U-Boote darstellen. Die Klasse hatte allerdings einen konventionellen Rumpf mit zwei Schrauben. Durch das Test-U-Boot Albacore war inzwischen der Vorteil des tropfen-förmigen Rumpfs demonstriert wurden, so dass nur vier Boote der Skate-Klasse gebaut wurden (SSN-578 Skate, SSN-579 Swordfish, SSN-583 Sargo und SSN-584 Seadragon). Statt weiterer Boote wurde die Skipjack-Klasse in Auftrag gegeben.

Seawolf, Skate, Nautilus

Skate war 81,6 m lang, 7,6 m breit und verdrängte 2550 ts aufgetaucht und 2848 ts getaucht. Die Antriebsleistung war zwischen 6600 und 15000 PS (die Angaben in den Quellen variieren stark), über Wasser wurden 18 kn (15,5 kn?) und unter 22 kn (18 kn?) erreicht. Einige Quellen geben an, dass der ursprüngliche S3W-Reaktor gegen einen S5W-Reaktor ausgetauscht wurde, d.h. eventuell beziehen sich die niedrigen Leistungen auf den älteren Reaktortyp. Die Bewaffnung bestand aus acht 53,3 cm-Torpedorohren, sechs davon Bug- und zwei Heckrohre. Die Besatzung setzte sich aus 84 Personen zusammen.

Skate, Halfbeak

Skate wurde 1955-57 bei Electric Boat in Groton gebaut und danach der Atlantik-Flotte zugeteilt. 1958 fuhr sie zum ersten Mal in die Arktis, wo sie neun Mal durchs Eis auftauchte und als zweites Schiff nach der Nautilus (SSN-571) den Nordpol erreichte (aber dort nicht auftauchte). Sie führte dabei zusammen mit dem diesel-elektrisch getriebenen Boot Halfbeak Untersuchungen im Rahmen des Internationalen Geophysikalischen Jahrs durch. 1959 war sie das erste U-Boot, was am Nordpol auftauchte. Dort verstreute sie die Asche von Hubert Wilkins, der schon 1931 erfolglos versucht hatte mit der Nautilus (ex O-12, SS-73) den Nordpol mit einem U-Boot zu erreichen. 1962 traf sie sich mit dem Schwesterboot Seadragon, das der Pazifikflotte angehörte, am Nordpol. Auf der Rückfahrt traf sie sich mit dem Eisbrecher Burton Island in der Beaufortsee. Neben Einsätzen im Atlantik und im Mittelmeer war Skate 1969 (zusammen mit Pargo und Whale der Sturgeon-Klasse), 1970 (mit Hammerhead der Sturgeon-Klasse und dem Eisbrecher Northwind) und 1971 (mit Trepang der Sturgeon-Klasse, der britischen Dreadnought und dem Eisbrecher Edisto) erneut in der Arktis.

1977 wurde Skate nach Pearl Harbor verlegt, wo sie zusammen mit den anderen drei Booten der Klasse die Submarine Squadron 7 bildete. 1986 wurde sie außer Dienst gestellt und von 1994-95 auf der Marinewerft Puget Sound abgewrackt.

Skate, Halfbeak

Das Modell

Die Skate habe ich im Zustand von 1962 aus dem Bausatz von OKB Grigorov gebaut. Die Wasserlinien-Variante dieses Bausatzes enthält Teile für zwei Boote. Der Rumpf liegt allerdings zu hoch aus dem Wasser, der Turm ist viel zu klein, die vordere Sonarfine ist zu weit achtern angebracht und die Form des Rumpfs achtern ist falsch. Ich habe den Turm abgeschnitten, ihn mit einem Füllstück verlängert und dann den Decksumlauf neu modelliert. Am Heck habe ich den Rumpf nach Zeichnungen aus Seemacht USA von Stefan Terzibaschitsch (danke Jörg!) modifiziert.

Skate (vorne modifiziert, hinten Bausatzteil)

Der Anstrich erfolgte mit Vallejo-Farben: 162 Basaltgrau für die vertikalen Flächen und 167 Anthrazitgrau für die Decks. Die Ausfahrgeräte wurden mit 155 Silbergrau bemalt. Die Kennnummern sind von Midship Models. 

Quellen

Skate

Lars