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HMS Java, Boudriots Plan der Vénus und Sanés 18-Pfünder-Fregatten Drucken
Dienstag, 15. Januar 2013 um 07:00

 

29.12.1812 - 200 Jahre USS Constitution vs. HMS Java

 

USS Constitution vs. HMS Java

Quelle: Wikipedia

Das Original

HMS Java wurde ursprünglich 1805-09 als La Renommée als 40-Kanonen-Fregatte für die französische Marine gebaut und 1811 von der britischen Marine erbeutet. Sie beruhte auf einem Entwurf von Jacques-Noël Sané, nach dem der Großteil der 18-Pfünder-Fregatten der französischen Marine während der Napoleonischen Kriege gebaut wurden.

Die britische Marine befürchtete während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs quantitativ unterlegen zu sein, nachdem Frankreich sich auf die Seite der Vereinigten Staaten geschlagen hatte. Deshalb baute sie ab 1778 mit 18-Pfündern statt 12-Pfündern ausgerüstete Fregatten, um eine qualitative Überlegenheit zu erzielen. Die französische Marine musste deshalb reagieren. Sie liess von mehreren Konstrukteuren mit 18-Pfündern ausgerüstete Fregatten entwerfen. Dabei erwies sich die von Jacques-Noël Sané entworfene La Vénus von 1781 als optimal, so dass dieser Entwurf in Serie gebaut wurde. Ab 1810 sollten alle 18-Pfünder-Fregatten nach diesem Entwurf gebaut werden. Der Entwurf wurde graduell verbessert, wobei sich die Abmessungen leicht unterschieden und die Aufbauten verändert wurden. Die frühen Schiffe hatten auf dem Achterdeck und der Back noch langrohrige 8-Pfünder, die späteren erhielten zusätzlich 24-Pfünder-Karronaden. Insgesamt wurden 73 Schiffe folgender Unterklassen gebaut: Vénus/Hébé-Klasse (6 Schiffe), Virginie-Klasse (10 Schiffe), Hortense-Klasse (7 Schiffe) und Pallas-Klasse (54 Schiffe). Die Ursache der Differenz aus der Gesamtzahl nach The History of the French Frigate 1650-1850 und der Summe aller Einzelklassen laut Wikipedia habe ich nicht überprüft (möglicherweise sind dies Schiffe, die nie für die französische Marine fuhren). Die Einzelklassen beruhen anscheinend auch nicht auf zeitgenössischen französischen Quellen. Die ab 1810 gebauten Schiffen wurden offiziell nach dem Entwurf der 1794 auf Kiel gelegten Justice (ex Courageuse, laut der modernen Einleitung ein Schiff der Virginie-Klasse) gebaut - nicht nach dem Entwurf der Pallas, die 1806 auf Kiel gelegt wurde, die laut der modernen Einteilung ihr Typschiff gewesen sein soll. Das letzte französische Schiff war die Armide, die 1823 fertig gestellt wurde.

Die britische Marine erbeutete insgesamt 24 dieser Schiffe. Die Hébé, die bereits 1782 erbeutet wurde, wurde der Prototyp für die britische Leda-Klasse, von der zwischen 1799 und 1856 47 Schiffe gebaut wurden. Eines davon, die Penelope, wurde als Schaufelradfregatte fertig gestellt, während als letztes die Fox als Schraubenfregatte fertig gestellt werden sollte, aber nur als Transporter und Hulk eingesetzt wurde. Nachdem Entwurf von Jacques-Noël Sané wurden also nicht nur die meisten französischen 18-Pfünder-Fregatten gebaut, sondern er bildete auch die Grundlage für einen wesentlichen Teil der britischen 18-Pfünder-Fregatten.

Auch andere Marinen setzten ursprünglich für die französische Marine nach dem Entwurf von Sané angefangene Schiffe ein: Neapel (1813 abgetretene Carolina), Niederlande (sieben Schiffe, die entweder abgetreten wurden oder unvollständig erbeutet wurden), Österreich-Ungarn (sechs Schiffe, die entweder abgetreten wurden oder unvollständig erbeutet wurden) und Spanien (die erbeutete Cornélie) sowie eventuell die Türkei (die Justice, die von der britischen Marine erbeutet und an die Türkei übergeben wurde).

HMS Java wurde für die französische Marine als 40-Kanonen-Fregatte La Renomée von 1805-09 in Nantes nach Plänen von Jacques-Noël Sané gebaut und nach der modernen Einteilung als Schiff der Pallas-Klasse bezeichnet. Am 20.5.1811 von einem britischen Geschwader in der Schlacht von Tamatave erbeutet. Sie wurde im August 1812 als 38-Kanonen-Fregatte Java in den Dienst der Royal Navy gestellt. Sie war mit 28 18-Pfündern auf dem Batteriedeck und zwei 9-Pfündern und 16 32-Pfünder-Karronaden auf den Aufbaudecks bewaffnet. Am 29.12.1812 traf Java vor der Küste Brasiliens bei Salvador da Bahia auf die amerikanische 24-Pfünder-Fregatte Constitution. Die Java musste nach einem 3,5 stündigen Gefecht die Flagge streichen und wurde wegen der schweren Beschädigungen versenkt. Von der Besatzung der Java starben 22 und 102 wurden verletzt.

Vénus-Plan

Von der ersten von Sanés 18-Pfünder-Fregatten, der La Vénus, hat Jean Boudriot bei Edition Ancre einen Plan herausgebracht, der in Bezug auf die Rumpfform auch die Grundlage für den Bau eines Modells der Java sein könnte.

Die Planzeichnungen von historischen Segelschiffen von Jean Boudriot zählen zu den besten und verlässlichsten die man bekommen kann. Zusammen zu den Plansätzen gibt es sogenannte Monographien. In denen wird der Hintergrund des jeweils behandelten Schiffes und die Planzeichnungen erläutert.

Der Plansatz der La Vénus besteht aus 13 gefalteten Bögen und ist in 1/72, Details in 1/36 abgedruckt. In die jeweiligen Ansichten (Ausnahme die Querschnitte) sind alle sichtbaren Details eingezeichnet.

So lassen sich beispielsweise aus den Draufsichten der Decks die genaue Formgebung der Decksplanken entnehmen sowie die Positionen der Holzdübel.

Die letzten drei DIN A0 großen Blätter widmen sich dem Takelplan. In diesem ist jedes Tau des laufenden Gutes mit einer in Rot abgesetzten Nummer beschriftet und in einer weiteren Draufsicht mit derselben Nummer die Position des jeweiligen Belegnagels gezeigt.

Fazit

Zur Besprechung lag nur der Plansatz der La Vénus vor. Deswegen kann ich über die Monographie kein Urteil fällen. Die Zeichnungen sind durchweg sehr sauber und in dünner Linienstärke gedruckt. Der Maßstab 1/72 erlaubt es alle Details in einer Größe zu zeigen, so dass sie noch deutlich erkennbar sind die Blätter aber noch überschaubar bleiben.

alt uneingeschränkt empfehlenswert

Weitere Quellen

Von der Java ex La Renommée selbst konnten wir keinen Plan finden. Allerdings gibt es im Zustand bei der französischen Marine als La Renommée ein Modell im Musée de la Marine. Leider wissen wir nicht, ob es aktuell in eine der Zweigstellen dieses Museums ausgestellt ist. 30 Fotos davon sind in Modèles historiques Tome 2 Musée de la Marine aus der Editions Ancre enthalten, die dabei helfen können, die Abweichungen von der Vénus zu berücksichtigen.

Dazu enthalten einige Bücher Pläne von Sanés 18-Pfünder-Fregatten, die in Bezug auf die Unterschiede zwischen den frühen französischen Fregatten wie Vénus und den späteren wie La Renommée sowie die britischen Umbauten nützlich sind:

The History of the French Frigate 1650-1850 von Jean Boudriot, Rotherfield, 1993

Dieses Standardwerk über die französischen Fregatten enthält folgende Pläne von Sanés Fregatten:

  • L'Érigone, 1810-12 in Antwerpen gebaut (S. 178-179). Dies ist ein französischer Originalplan einer späten Sané-Fregatte, der dem Modell der La Renomée, der späteren Java, bis auf das niedrigere Schanzkleid auf der Back stark ähnelt. Der Plan umfasst eine Seitenansicht (mit Darstellung der Verzierungen abgesehen von der Galionsfigur) sowie Rumpflinien (von oben, hinten und vorne). Der Plan ist über zwei Seiten gedruckt, so dass der Rumpf leider im Bereich des Achterdecks geteilt ist.
  • L'Armide, 1812 auf Kiel gelegt, aber erst 1823 von Stapel gelaufen (S.180-181). Französischer Originalplan einer späten Fregatte, die sich von den Fregatten aus den Napoleonischen Kriegen durch die Ausführung der Galion, eines mittschiffs geschlossenen Schanzkleids und einer zweistöckigen Galerie achtern unterscheidet. Der Plan ist ähnlich wie der der L'Érigone ausgeführt, aber die Galionsfigur ist dargestellt und ein einfacher Takelplan ist vorhanden. Er ist auch online vom service historique de la Défense erhältlich (Tiff-Datei!, siehe auch 0016 "Plan de la frégate L’ARMIDE de 46 bouches à feu" hier).
  • Unbenannte Fregatte (S. 182): Plan der Spanten, Rumpflinen an Bug und Heck sowie Seitenansicht von Bug und Heck ohne Galion bzw. Galerie.
  • La Sultane, 1803 auf Kiel gelegt (S. 188). Nur die Spanten sind gezeigt.
  • La Virginie, 1793 auf Kiel gelegt (S. 200-201). Britischer Plan, der nach der Erbeutung 1796 gezeichnet wurde. Er zeigt die Fregatte im französischen Zustand, wobei dies eine frühe Form von Sanés Fregatten ist, die sich in Bezug auf die Details wie Schanzkleid, Bewaffnung auf der Back und Achterdeck deutlich von der Java ex La Renomée unterscheidet. Der Plan umfasst Rumpflinien, kombinierte Seitenansicht/Längsschnitt sowie Spanten mit Ansicht des Heckspiegels.
  • La Vénus, 1781 auf Kiel gelegt (S. 214-226): dieser Plan entspricht dem oben besprochenen Plan, der separat erhältlich ist, ist allerdings über zwei Seiten gedruckt, z.B. maßstäblich kleiner und schwerer nutzbar, da im Bereich des Seitenübergangs Details verloren gehen bzw. Verzerrungen (falls man den Plan einscannt) ausgeglichen werden müssen.

Dazu enthält dieses Buch noch ein Fotos eines Modells der La Renomée, der späteren Java, aus dem Musée de le Marine: eine Seitenansicht (S. 362).

The Heavy Frigate von Robert Gardiner, London, 1994

Dieses Buch beschreibt die Entwicklung der britischen 18-Pfünder-Fregatten von 1778-1800 und enthält auch einiges Material über erbeutete französische Fregatten, darunter auch einige von Sanés 18-Pfünder-Fregatten:

  • HMS Aigle (ex L'Aigle), 1779 auf Kiel gelegt (S. 76/77): Originalplan nach Reparaturen im britischen Dienst (1790): dieses Schiff wurde laut British Warships in the Age of Sail 1793-1817 als privates Kaperschiff nach dem Entwurf der Vénus/Hébé gebaut und war bei der Erbeutung durch die britische Marine 1782 im Dienst der französischen Marine. Es wird aber nicht in The History of the French Frigate 1650-1850 aufgeführt. Die Aigle ist auf jeden Fall in einem früheren Zustand dargestellt und für ein Modell der Java nur begrenzt interessant. Der Plan umfasst eine kombinierte Seitenansicht/Längsschnitt, Rumpflinien, Spanten und Heckspiegel.
  • HMS Sybille (ex La Sibylle), 1790 auf Kiel gelegt (S. 79): britischer Originalplan nach Reparaturen (1795). Auch dies ist eine der frühen französischen Fregatten (Hébé-Klasse) und wurde früh (1794) erbeutet, d.h. zeigt einen zu frühen Bauzustand. Der Plan ist ähnlich dem der Aigle, allerdings mit dem Heckspiegel über die Spanten gezeichnet.
  • HMS Amelia (ex La Proserpine), 1785 auf Kiel gelegt (S. 108-111): britische Pläne im Zustand bei der Erbeutung 1796 und nach den Reparaturen 1797. Obwohl dies auch eine der frühen Schiffe (Hébé-Klasse ist), ähnelt der Bauzustand nach den Reparaturen schon mehr der Java, da die Schanzkleider auf der Back und dem Achterschiff erhöht wurden und für Karronaden ausgelegt waren. Dazu ist der Vergleich des Zustands in französischen und britischen Diensten für zahlreiche Details hilfreich, z.B. die Positionen der Gangspills, des Kamins der Kombüse, des Steuerrads (vor statt hinter dem Großmast), der Verlauf der Galionsregel in Richtung Ankerkran etc. Der Plan ist dazu sehr umfangreich abgedruckt: von beiden Bauzuständen findet sich die kombinierte Seitenansicht/Längsschnitt, Rumpflinien, Spanten sowie Ansichten des Heckspiegels und der Decks.

Frigates of the Napoleonic Wars von Robert Gardiner, London, 2000

Dieses Buch war ursprünglich als zweiter Band von The Heavy Frigate gedacht, wurde aber vom Konzept geändert, um auch die 24-Pfünder-Fregatten und Razées der Napoleonischen Kriege zu beschreiben. Dafür wurde darauf verzichtet, die Entwicklung der 18-Pfünder-Fregatten nach den Napoleonischen Kriegen zu beschrieben.

  • HMS Laurel (ex Fidèle), 1807 auf Kiel gelegt (S. 90). Dieses Schiff wurde 1809 unfertig erbeutet, stammt aber aus der gleichen Zeit wie Java und dürfte von den Modifikationen sehr ähnlich ausgesehen haben. Dieser britische Originalplan umfasst kombinierte Seitenansicht/Längsschnitt, Rumpflinien, Spanten und Heckspiegel.
  • HMS Rhin (ex La Rhin), 1801 auf Kiel gelegt (S. 148). Dieser britische Originalplan zeigt das Schiff im Zustand von 1817. Erbeutet wurde es schon 1806, ist also ein früheres Schiff (Virginie-Klasse), aber in einem etwas späteren Ausrüstungszustand. Der Plan ist sehr ähnlich wie der der Laurel.
  • HMS Pomone (ex L'Astrée), 1803 auf Kiel gelegt (S. 149). Dieser britische Originalplan stellt den Zustand von 1816 dar. Pomone gehörte wie Java zur Pallas-Klasse und beide Schiffe dürften sich stark ähneln. Der abgedruckte Plan entspricht vom Umfang dem der Laurel. Pomone gehörte zu dem britischen Geschwader (mit dem Razée Majestic, der 24-Pfünder-Fregatte Endymion und der 18-Pfünder-Fregatte Tenedos, Leda-Klasse, also auch auf Sanés Entwurf beruhend), was 1815 die US-amerikanische 24-Pfünder-Fregatte President, ein Schwesterschiff der Constitution, erbeutete.
  • HMS Surveillante (ex La Sourveillante), 1801 auf Kiel gelegt (S. 171). Der britische Plan zeigt das Schiff nach der Reparatur 1807. Surveillante ist ein etwas älteres Schiff (Virginie-Klasse), dürfte aber in britischen Diensten auch der Java geähnelt haben. Der Umfang des Plans entspricht den zuvor genannten.

 Warships of the Napoleonic Era von Robert Gardiner, London, 1999

Dieses Buch ist eine Sammlung von Plänen aus britischen Quellen:

  • HMS Sybille (ex La Sibylle), 1790 auf Kiel gelegt (S. 108/109): der gleiche Plan wie auch in The Heavy Frigate abgedruckt.

British Warships in the Age of Sail 1793-1817 von Rif Winfield, London, 2005

In diesem Buch werden alle britischen Kriegsschiffe aus den Napoleonischen Kriegen aufgelistet.

  • HMS Sybille (ex La Sibylle), 1790 auf Kiel gelegt (S. 160): ein neu gezeichneter Plan, der auf dem in The Heavy Frigate abgedruckten Originalplan beruht. Im Gegensatz zu diesem ist kein Längsschnitt mehr enthalten, sondern nur noch eine Seitenansicht, so dass der Verlauf der Decks nicht mehr deutlich ist.

Über die HMS Java (ex La Renomée) sind technische Daten und die Geschichte des Schiffs enthalten (S. 181).

Fleet battle and blockade. The French Revolutionary War 1793-1797 von Robert Gardiner (Herausgeber), London, 1996

Dieser Band aus der Serie Caxton Pictorial Histories (auch Chatham Pictorial Histories) beschreibt den Seekrieg von 1793-1797. Neben zahlreichen zeitgenössischen Bildern sind auch einige Pläne enthalten, darunter auch einer von Sané entworfenen 18-Pfünder-Fregatten:

  • HMS Sybille (ex La Sibylle), 1790 auf Kiel gelegt (S. 108/109): der gleiche Plan wie auch in The Heavy Frigate abgedruckt.

The Campaign of Trafalgar. 1803-1805 von Robert Gardiner (Herausgeber), London, 2005

Dies ist der dritte Band über die Koalitionskriege (Napoleonischen Kriege) der Serie Caxton Pictorial Histories/ Chatham Pictorial Histories (der zweite, hier nicht erwähnte, ist Nelson Against Napoleon: From the Nile to Copenhagen, 1798-1801).

  • HMS Surveillante (ex La Sourveillante), 1801 auf Kiel gelegt (S. 171). Der gleiche Plan wie in Frigates of the Napoleonic Wars abgedruckt.

The Victory of Seapower. Winning the Napoleonic War 1806-1814 von Richard Woodman, London, 1998

Der vierte Band dieser Serie (dazu gibt es noch The Naval War of 1812 über den Britisch-Amerikanischen Krieg).

  • HMS Rhin (ex La Rhin), 1801 auf Kiel gelegt (S. 26). Der gleiche Plan ist auch in Frigates of the Napoleonic Wars enthalten.
  • HMS Volontaire (ex La Volontaire), 1794 auf Kiel gelegt (S. 65). Dieser britische Originalplan zeigt den Zustand von 1817. Das Schiff ist ein älteres Schiff (Virginie-Klasse), in The History of the French Frigate 1650-1850 wird in einer Tabelle Sané als Konstrukteur angegeben, in einer anderen allerdings J.D. Chevillard. Der Plan umfasst die übliche kombinierte Seitenansicht/Längsschnitt, Spanten, Rumpflinien und eine Ansicht des Heckspiegels.

Diese Bücher enthalten auch Zeichnungen der Leda-Klasse, d.h. der britischen Variante von Sanés Hébé-Klasse. Insbesondere Heavy Frigate und Frigates of the Napoleonic Wars enthalten hier mehrere Pläne, die für Modelle im Maßstab 1/350 und 1/700 ausreichend sein dürften. Zwei britische Schiffe sind heute noch als Museumsschiff erhalten: HMS Trinconmalee in Hartlepool und HMS Unicorn in Dundee. Über erste gibt es das Buch Trincomalee: the last of Nelson’s frigates von Andrew Lambert, Rochester, 2002, das einen einfachen Plan der Trinconmalee enthält.

Fazit

Für den Bau der Java empfiehlt sich der Plan der Vénus als Grundlage für den Rumpf. Die Fotos des Modells der La Renomée im Musée de la Marine (z.B. in Modèles historiques Tome 2 Musée de la Marine, eventuell auch vom Museum erhältlich, die Inventarnummer ist laut The History of the French Frigate 1650-1850 17MG8) zeigen den Zustand vor der Erbeutung durch die Royal Navy. Der Plan der Amelia (ex La Proserpine), abgedruckt in The Heavy Frigate, zeigt die typischen Umbauten für Schiffe in Dienst der Royal Navy. Sehr ähnlich zu Java dürften insbesondere Laurel und Pomone gewesen sein, von denen Pläne in Frigates of the Napoleonic Wars abgedruckt sind. Dazu gibt es die diversen Abbildungen des Gefechts mit der Constitution, die aber nicht unbedingt zuverlässige Quellen darstellen.

Wir danken Knut Gerling für seine Hinweise!

Lars und Sven