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Japanischer Geleitzerstörer Maki (1/700, Tamiya) von Michael Delf Drucken
Sonntag, 26. Oktober 2014 um 06:00

 

25.10.1944 - 70 Jahre Schlacht von Leyte

 

Der japanische Geleitzerstörer Maki gehörte zum Verband von Ozawa, der mit den verbliebenen Flugzeugträgern, für die kaum mehr Flugzeuge vorhanden waren, die amerikanischen Trägerkampfgruppen ablenken sollte. Dadurch sollten die anderen japanischen Verbände die alliierte Landungsflotte bei Leyte angreifen können. Ozawa konnte zwar erfolgreich die amerikanischen Träger unter der Kommando Halseys ablenken, verlor aber durch die Angriffe von Halseys Verbänden in der Schlacht von Kap Engano am 25. Oktober 1944 alle vier japanischen Träger und zwei Zerstörer (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Allerdings war dies umsonst gewesen, da auch die anderen japanischen Verbände gegen die alliierte Übermacht nichts ausrichten konnten. Die Maki gehörte zu den Schiffen Ozawas, die entkamen und zu den wenigen japanischen Schiffen, die den Krieg überlebten.

Das Original

Die Maki (槇) war einer der Geleitzerstörer der Matsu-Klasse, die von der japanischen Marine als Typ D Zerstörer bezeichnet wurde. Die Klasse wurde entworfen, um den Mangel an Geleitschiffen auszugleichen. Im Gegensatz zu den Flottenzerstörern wurde der Schwerpunkt auf die Flak- und U-Jagdbewaffnung sowie eine möglichst einfache Bauweise gelegt. Entsprechend fiel die Artillerie- und Torpedobewaffnung relativ schwach aus, als Hauptartillerie wurde 12,7 cm-Geschütze verwendet, die sowohl zur Flugabwehr als auch zur Bekämpfung von Seezielen genutzt werden konnten (die Lafetten der Flottenzerstörer hatten eine zu geringe Rohrerhöhung). Die Höchstgeschwindigkeit war ebenfalls gering. Die Vereinfachungen erwiesen sich als unzureichend, um eine echte Massenproduktion zu ermöglichen. Nach 18 Einheiten der Matsu-Klasse wurde der Entwurf noch einmal vereinfacht, u.a. die Biegungen des Rumpfs reduziert. Das Ergebnis war die Tachibana-Klasse, von der bis Kriegsende noch 14 Schiffe fertig gestellt wurde.

Die Maki war 100,0 m lang, 9,4 m breit und verdrängte 1530 t. Der Antrieb erfolgte über zwei Kessel und zwei Dampfturbinen, die insgesamt 19 000 PS leisteten, womit 27,8 kn erreicht wurden. Die Besatzung setzte sich aus 211 Mann zusammen. Die Bewaffnung bestand aus drei 12,7 cm-Geschützen (eine Zwillings- und eine Einzellafette), 25 2,5 cm Flak, vier 61 cm-Torpedorohren und Wasserbombenwerfern.

Die Maki wurde 1944 auf der Marinewerft Maizuru gebaut. Ihr erster Einsatz war in der Schlacht von Kap Engano. Sie rettete 150 Überlebende des versenkten Zerstörers Akizuki und versuchte zusammen mit dem Leichten Kreuzer Isuzu die Überlebenden von dem Träger Chiyoda zu bergen. Sie selbst wurde von amerikanischen Trägerflugzeugen angegriffen, die einen Volltreffer und mehrere Nahtreffer erzielten. 31 Mann der Besatzung sowie vier Überlebende der Akizuki starben. Die Maki konnte entkommen. Als sie im Dezember das Schlachtschiff Haruna und den Flugzeugträger Junyo geleitete, erhielt sie am 9. Dezember 1944 von dem amerikanischen U-Boot Plaice einen Torpedotreffer in den Bug. Sie wurde in Sasebo repariert und war im Februar 1945 wieder einsatzbereit. Sie geleitete das Schlachtschiff Yamato auf einem Teil von dessen letzter Fahrt, wurde aber vor den amerikanischen Luftangriffen wieder zurückgeschickt. Nach Kriegsende wurde sie zur Rückführung von japanischen Soldaten genutzt und wurde 1947 Großbritannien als Kriegsbeute zugesprochen, das die Maki abwracken lies.

Quellen

Das Modell

Das Modell ist aus dem Bausatz von Tamiya gebaut und stellt den Zustand von 1944 dar. Es war ein Teil des Gemeinschaftsprojekts Schlacht von Kap Engano der IG Waterline.

Michael Delf

(Text über Original von Lars)