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Leichter Kreuzer USS Houston und Reparaturschiff USS Hector (1/700) von Christoph Mentzel Drucken
Montag, 27. Oktober 2014 um 06:00

 

27.10.1944 - 70 Jahre Schlacht von Leyte

 

“The battle to save the light cruiser USS Houston CL-80”
14-27. Oktober 1944 im Pazifik

Im Oktober 1944 war der Leichte Kreuzer USS Houston CL-80, ein Schiff der Cleveland-Klasse, Teil der Task Group 38.2 (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die Task Group 38.2 unter dem Kommando von Admiral Bogan war eine von vier Kampfgruppen der Task Force 38 unter Admiral Halsey, die vor 70 Jahren Maßnahmen traf, um die geplanten Landungen auf den Philippinen im Golf von Leyte vorzubereiten.

Am 13. Oktober wurde der schwere Kreuzer Canberra der Baltimore-Klasse aus der Task Group 38.1 unter Adm. McCain mittschiffs von einem japanischen Lufttorpedo getroffen und blieb nur 100 Meilen von den nächsten feindlichen Luftbasen auf Formosa entfernt regungslos liegen. Entgegen der bisher üblichen Praxis der US Navy das regungslose Schiff soweit von eigenen Stützpunkten entfernt aufzugeben, wurde es von dem Schweren Kreuzer Wichita in Schlepp genommen, um es aus der Gefahrenzone zu bringen.

Am 14. Oktober kreuzte die Task Force 38 mit allen vier Task Group weiter vor der Küste von Formosa (heute Taiwan), um mit ihren Luftangriffen auf die japanischen Basen das Bergungsmanöver der Canberra zu decken. Der Leichte Kreuzer Houston hatte an diesem Tag die Position der Canberra in der Task Group 38.1 eingenommen. Kurz nach Sonnenuntergang gegen 18:30 Uhr wurden die amerikanischen Schiffe erneut von japanischen Fliegern angegriffen. Hierbei wurde diesmal die Houston von einem Torpedo mittschiffs getroffen.

Die Auswirkungen des Torpedotreffers waren verheerend. Die Maschinenanlage fiel aus und das Schiff nahm sehr viel Wasser auf, sodass es schnell eine gefährliche Schlagseite bekam. Zunächst sollte das Schiff aufgegeben werden, weil es unmöglich erschien das Schiff zu halten und man sich soweit von eigenen Stützpunkten entfernt befand, um Maßnahmen zur Rettung des Schiffes einleiten zu können. Ein großer Teil der Besatzung hatte bereits den Befehl „ Abandon Ship“ befolgt, als man sich seitens der Schiffsführung der Houston dazu entschloss den Versuch, das Schiff zu halten und zu retten, ähnlich wie bei der Canberra, doch noch zu wagen.

Der Schwere Kreuzer USS Boston nahm schließlich die Houston in Schlepp. Die beiden Schleppzüge Wichita mit Canberra und Boston mit Houston vereinigten sich und wurden durch mehrere Zerstörer gesichert. Begleitet durch zwei Leichte Träger und deren Zerstörersicherung wurde die nun formierte Flotte ironisch „Cripple Division 1“ ( CripDiv 1) bezeichnet. Die Schiffe befanden sich unter dem Kommando von Adm. DuBose.

Am 16.10 wurden die beiden schleppenden Kreuzer Boston und Wichita von den Hochseeschleppern Munsee und Pawnee abgelöst. Die Pawnee nahm die Houston an den Haken. Ziel war der vorgeschobene Flottenstützpunkt Ulithi auf den Karolinen Inseln. Am 16.10. wurde der Verband jedoch erneut von japanischen Fliegern angegriffen Es gelang schließlich einem japanischen Flieger die Houston mit einem weiteren Torpedo, der das Schiff am Heck traf, noch mehr zu beschädigen. Nur unter allergrößter Mühe und viel Mut schaffte es die Restbesatzung der Houston unter Mithilfe der Pawnee, trotz Unmengen von Wasser im Schiff und an bzw. über der Grenze der Strukturbelastung des Rumpfes, das Schiff noch zu halten.

Es gelang schließlich den Schleppern Pawnee unterstützt im weiteren Verlauf durch den Schlepper Zuni und dem Reparaturschiff Current die Houston am 27.10 zum Flottenstützpunkt nach Ulithi einzubringen. Hier machte sie neben dem Reparaturschiff AR Hector fest. In den folgenden Wochen wurde sie hier in mühsamer Arbeit so weit abgedichtet, dass sie weiter zu einem Schwimmdock geschleppt werden konnte. Die Houston wurde schließlich nach einer langen Reise im März 1945 in den USA einer Werft zur endgültigen Reparatur übergeben.

Das Diorama

Das Diorama besteht aus einem Modell des Kreuzers Houston, dem Reparaturschiff Hector sowie zwei Hafenschleppern und mehreren Pontons und einem Schwimmkran.

Die USS Houston entstand aus einem Mix. Der Rumpf ist ein selbst modifiziertes und später in Resin abgegossenes Bauteil. Hier wurde vor allem die nicht korrekte Rumpfform des ursprünglichen PitRoad Cleveland-Rumpfes korrigiert. Der Aufbau besteht aus dem Spritzgussteilen eines PitRoad Miami Bausatzes. Die Ausrüstungsgegenstände und die Bewaffnung aus diversen Zubehör und Ätzteilsätzen von LionRoar/Master/FineMold und PaperLab.

Die AR Hector wurde aus einem Bausatz von Loose Cannons Vulcan gebaut. Hier wurden ebenfalls von mir viele Kleinteile und insbesondere die Bewaffnung ersetzt. Bei den 5 inch Türmen handelt es sich um solche von LionRoar und die leichte Flakbewaffnung von FineMolds.

Die beiden Schlepper sind von Alliance Modelworks. Die Pontons und der Schwimmkran von LionRoar.

Vorbild für das Diorama war für mich eine historische Fotografie, die die Houston längsseits vor dem Reparaturschiff Hector liegend zeigt.

Quelle: Wikimedia Commons

Christoph