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Japanischer Bomber Mitsubishi G4M1 Isshikirikko (1/48, Tamiya) von Franz Spreitzhofer Drucken
Freitag, 24. April 2015 um 05:00

Das Original

Die Mitsubishi G4M (Typ 1), von den Alliierten Betty genannt, war der landgestützte Standardbomber der japanischen Marine. Sie wurde sowohl für Angriffe auf Schiffe mit Bomben als auch mit Torpedos entworfen und zeichnete sich durch hohe Geschwindigkeit und Reichweite aus. Allerdings wurden diese durch Verzicht auf Panzerung und selbstdichtende Tanks erkauft, so dass die G4M relativ leicht in Brand geriet. Sie erhielt deshalb Spitznamen wie „fliegendes Feuerzeug“ oder Zigarre (letzterer allerdings auch in Anspielung auf die Rumpfform).

Die G4M hatte ihren Erstflug 1939 und ab 1941 dienten insgesamt 2435 Maschinen bei der japanischen Marine. Ihre ersten Einsätze hatte sie im Zweiten Chinesischen-Japanischen Krieg 1941. Im Zweiten Weltkrieg unterstützten sie die Eroberung der amerikanischen, britischen und niederländischen Kolonien in Südostasien und spielten eine Schlüsselrolle bei der Versenkung des britischen Schlachtschiffs Prince of Wales und des Schlachtkreuzers Repulse am 10. Dezember 1941. Später griffen sie Ziele in Australien an und waren an den langen Kämpfen um die Salomonen beteiligt in denen sie u.a. den Schweren Kreuzer USS Chicago am 30. Januar 1943 versenkten. Am 18. April 1943 wurde der Oberbefehlshaber der japanischen Marine, Admiral Isoroku Yamamoto, getötet, als die G4M, die ihn transportierte, von amerikanischen P-38 Lightning abgeschossen wurde. Die G4M blieb bis zum Kriegsende im Einsatz, u.a. bei den Kämpfen um Okinawa, als von G4M Okha-Kamikazeflieger gestartet wurden. Allerdings erlitten die mit G4M ausgerüsteten Staffeln angesichts der 1945 zu geringen Leistungen und der qualitativen Überlegenheit der Alliierten schwere Verluste. Die japanische Delegation für die Kapitulationsverhandlungen wurde mit G4M transportiert.

Die G4M1 (Modell 11) war 20,0 m lang, hatte 24,9 m Spannweite und ein maximales Abfluggewicht von 12,9 t. Mit zwei 14-Zylinder-Sternmotoren, die je 1530 PS leisteten, erreichte sie 230 kn (428 km/h) Höchstgeschwindigkeit. Die Bewaffnung bestand aus einem 45 cm-Torpedo, einer 800 kg Bombe oder vier 250 kg Bomben sowie vier 7,7 mm MG und einer 2 cm Kanone. Die Besatzung bestand aus sieben Mann.

Das Modell

Vor einigen Jahren habe ich diesen Bausatz von meinem Sohn zu Weihnachten geschenkt bekommen. Nun dachte ich, passend zu meinem laufenden Pazifikkriegthema, dass es Zeit wird, die Betty endlich zu bauen. Dank der gewohnten Tamiyaqualität verlief der Bau aus der Schachtel problemlos, lediglich Sitzgurte und Antennendrähte habe ich hinzugefügt. Bemalt habe ich sie mit Gunze und Tamiya Acrylfarben: die Oberseite mit einer Mischung aus den Tamiya IJN Farben, die Unterseite Tamiya X-32 Titanium Silver. Dargestellt ist eine G4M1 der 3. Staffel der Misawa Naval Flying Group 1942 in Rabaul

Franz Spreitzhofer

(Text über Original von Lars)