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WSW: Der spanische Panzerkreuzer Infanta Maria Teresa 1/700 Drucken
Sonntag, 28. August 2005 um 13:49

Deckelbild (mit von mir verursachten Wasserschaden)

Modell: Infanta Maria Teresa
Hersteller: WSW
Ma├čstab: 1/700
Art. Nr.: 700-048
Preis: ca. 50 Euro

Original

Die Infanta Maria Teresa war das Typschiff der ersten Klasse spanischer Panzerkreuzer. Die drei Schiffe wurde in Spanien mit Hilfe der britischen Werft Palmer gebaut, weshalb es nicht ├╝berrascht, dass die Infanta Maria Teresa-Klasse eine Weiterentwicklung der britischen Panzerkreuzer der Orlando-Klasse, von der Palmer zwei Schiffe baute, darstellte. Die spanischen Schiffe fielen gr├Â├čer aus und hatten st├Ąrkere Maschinen, mit denen sie eine h├Âhere Geschwindigkeit erreichten. Die Aufstellung der Bewaffnung wurde beibehalten. Statt der 23,4 cm der britischen Schiffe erhielten die spanischen Schiffe aber 28 cm-Gesch├╝tze, bei der Mittelartillerie w├Ąhlte man leichtere 14 cm- statt 15,2 cm-Gesch├╝tze. Die Panzerung fiel ├Ąhnlich wie bei den britischen Schiffen aus. Der G├╝rtelpanzer war zwar zwischen 25,4 cm stark und 30,5 cm stark, reichte aber nur knapp ├╝ber die Wasserlinie. Abgesehen von einem d├╝nnen Panzerdeck, den Barbetten der 28 cm-Gesch├╝tze und des Kommandoturms war der Gro├čteil des Schiffes ungepanzert.

Infanta Maria Teresa war 110,94 m lang und 19,87 m breit. Bei einer Verdr├Ąngung von 6890 ts (Standard) betrug der Tiefgang 6,58 m. Ihre beiden vertikalen Dreifachexpansionsmaschinen leisteten 13700 PS, womit 20,25 Knoten erreicht wurden.

Bewaffnung
2 x 28 cm L/35 Modell 1883 Hontoria (in Barbetten mit leicht gepanzerten Schutzhauben)
10 x 14 cm Hontoria
8 x 5,7 cm Hotchkiss
8 x 3,7 cm Hotchkiss
2 x 2,2 cm Nordenfeld MG
8 36,5 cm-Torpedorohre (zwei Unterwasser)

Infanta Maria Teresa wurde von 1889-1893 von Sociedad Astilleros del Nervi├│n in Bilbao gebaut. In den folgenden Jahren war sie u.a. bei der Er├Âffnung des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel dabei. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg wurde sie als Flaggschiff von Admiral Cervera gemeinsam mit den Schwesterschiffen Vizcaya und Almirante Oquendo, dem Panzerkreuzer Cristobal Colon (dessen schwere Artillerie noch nicht installiert war!) sowie den Zerst├Ârern Furor und Pluton zum Schutz der spanischen Kolonien in der Karibik nach Kuba verlegt. Nach ihrer Ankunft in Santiago de Cuba wurde das Geschwader von einem ├╝berlegen US-amerikanischen Geschwader unter Rear Admiral Sampson, was aus vier Schlachtschiffen, zwei Panzerkreuzern und zwei bewaffneten Jachten bestand, blockiert.

Am 3.7.1898 versuchte Cervara auszubrechen, wurde aber von dem US-Geschwader in der sich daraus entwickelten Schlacht vor Santiago gestellt. Infanta Maria Teresa wurde sofort nach dem Verlassen des Hafens schwer von dem Panzerkreuzer Brooklyn und dem Schlachtschiffen Iowa sowie eventuell den Schlachtschiffen Texas, Oregon und Indiana schwer getroffen, wobei das Achterschiff in Brand geriet. Um die Besatzung zu retten, wurde das brennende Schiff auf Strand gesetzt. Nach der Schlacht wurde das Schiff von der US-Marine geborgen und sollte zur Reparatur nach Norfolk geschleppt werden. In einem Tropensturm mussten allerdings die Schleppleinen gekappt werden, worauf die Infanta Maria Teresa auf ein Riff der Cat Island/Bahamas lief. Das Wrack kann dort im flachen Wasser heute noch besichtigt werden.

Bausatz

Der Bausatz stellt etwa den Zustand von 1898 da. Der Zustand der Teile ist einwandfrei und es ist nur wenig Grat vorhanden. Wie ├╝blich bei WSW ist der Rumpf bereits sehr vollst├Ąndig und enth├Ąlt auch das erste Aufbaudeck und die L├╝fter. Die L├Ąnge stimmt, aber nach meinen Angaben ist der Rumpf etwas zu breit.

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Auf den Rumpf werden dann nur noch die Br├╝cke, Masten, Schornsteine, die Gesch├╝tze, die Vorrichtungen f├╝r die Boote mittschiffs und die achtere Kommandoplattform, sowie die Details wie Anker, Scheinwerfer und Boote montiert. Die Bauteile sind teilweise mit leichten Grat versehen, der sich aber leicht entfernen lassen sollte. Die Boote und Gesch├╝tze sind gut dargestellt.

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Es fehlen die Ankerkette und die leichteren Gesch├╝tze. Es sind zwar entsprechende Gesch├╝tzpositionen am Rumpf vorhanden, aber in diese sollen laut Anleitung keine Rohre montiert werden. Leider sind meine Unterlagen nicht sehr umfangreich, so dass ich selbst nichts ├╝ber die Positionierung der leichten Gesch├╝tze (5,7 cm, 3,7 cm, MGs) sagen kann. Zwei MGs waren in den Mastk├Ârben, je zwei leichte Gesch├╝tze standen neben der Br├╝cke bzw. waren in Schie├čscharten am Bug und Heck. Dazu kommen noch zw├Âlf Positionen mittschiffs auf dem Hauptdeck. Mir ist aber nicht bekannt, wo welche leichten Gesch├╝tze aufgestellt waren. Mittschiffs fehlen einige niedrige L├╝fter. Die Kr├Ąne f├╝r die Anker sind falsch dargestellt, ebenso die Winden vor den Barbetten (letztere gut auf einem Wrack-Photo zu sehen). Die Kr├Ąne f├╝r die vorderen Anker fehlen. Auch sind auf den Wrackphotos mittschiffs kurze L├╝fter zu sehen, die auf dem Modell fehlen. Diesem Bausatz sind keine Metallst├Ąbe f├╝r die Mastrahe und auch keine ├ätzteile, z.B. f├╝r die Rellings, beigegeben.

Anleitung

Die Anleitung besteht aus einer ├ťbersicht der Teile, die photographisch abgebildet sind und Photos, auf denen die einzelnen Baustadien dargestellt werden. F├╝r einen Resinbausatz ist diese Darstellung ├╝bersichtlich und sollte einen problemlosen Zusammenbau erm├Âglichen. F├╝r die Farbgebung ist eine Liste vorhanden, die sich auf einen typischen victorianischen Anstrich bezieht.

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Quellen

Fazit

Insgesamt kann ich den neuen WSW-Bausatz empfehlen, da die notwendigen Detail├Ąnderungen kein Problem sein sollten und freue mich meine Sammlung von Kreuzer der Victorianischen ├ära weiter zu vervollst├Ąndigen.

alt SEHR EMPFEHLENSWERT

Lars