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Fregatten Álvaro de Bazán, La Fayette, Hamburg und Carlo Bergamini (1/700) von Christoph Mentzel Drucken
Dienstag, 12. Januar 2016 um 06:00

Inspiriert von den verschiedenen Standing NATO Maritime Groups (SNMG) hatte ich die Idee einige der moderne NATO-Fregatten zusammen in einem Diorama zu zeigen. In meinem Fundus von noch nicht gebauten Modellen fand ich dazu passend folgende Modelle:

Spanische Lenkwaffenfregatte Álvaro de Bazán (BigBlueBoy)

Bei der spanischen Álvaro de Bazán-Klasse (F 100) handelt es sich um eine moderne spanische „stealth“-Fregatte, die um das US-amerikanische Aegis-Kampfsystem herum gebaut wurde. Die Klasse besteht aus fünf Einheiten, von denen die ersten vier zwischen 2002 bis 2006 in Dienst gestellt wurden. Die letzte Einheit kam 2012 als Nachzügler in den Dienst.

Die Álvaro de Bazán ist ca. 147 Meter Lang und 6000 t groß.

Der Bausatz stammt von der Firma BigBlueBoy aus Fernost. Es handelt sich hier um einen sehr gut detaillierten Resinbausatz mit umfangreichen Fotoätzteilen. Der Bausatz ist absolut komplett und beinhaltet alles, was man benötigt, um das Schiff fertigzustellen.

Ich habe das Typschiff die Álvaro de Bazán (F101) gebaut.

Französische Fregatte La Fayette (BigBlueBoy)

Die französische La Fayette-Klasse umfasst Mehrzweckfregatten, bei denen man zum ersten Mal im modernen Kriegsschiffbau das „stealth“-Prinzip intensiv angewendet hatte. Die fünf französischen Fregatten wurden zwischen 1996 und 2001 in Dienst gestellt. Die La Fayette-Klasse ist deutlich kleiner als die drei anderen im Diorama dargestellten Fregatten lediglich ca. 3600 t groß und 124 Meter lang.

Auch dieser Bausatz entstammt aus dem Sortiment von BigBlueBoy. Der sehr gut detaillierte Resinbausatz verfügt über einen umfangreichen Fotoätzteilsatz und sehr schöne Abziehbilder für mehrere Schiffe. Das Preis Leistungsverhältnis ist sehr gut. Die Bausätze der Firma BigBlueBoy lassen sich im Allgemeinen sehr gut und leicht bauen. Lediglich die Fotoätzteile beanspruchen teilweise etwas Übung.

Auch hier habe ich das Typschiff der Klasse die La Fayette (F710) gebaut.

Deutsche Lenkwaffenfregatte Hamburg (NNT)

Die deutsche Sachsen-Klasse (auch Typ F 124-Klasse) ist die kampfstärkste Fregattenklasse der Deutschen Marine besteht aus den drei Einheiten Sachsen, Hamburg und Hessen. Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung der vorangegangen F 123-Klasse, bei der nun mehr Wert auf die Luftabwehrfähigkeit und Führung von Begleitverbänden gelegt wurde. Das „stealth“-Prinzip wurde in dieser Klasse erstmals bei der Deutschen Marine in einem Schiff integriert. Die Schiffe sind 143 Meter lang und ca. 6000 t groß.

Ähnlich wie bei der Beschaffung der F 122-Klasse der deutschen Marine wurde auch bei der F 124-Klasse mit der niederländischen Marine zusammengearbeitet und kooperiert, so dass die niederländischen Schiffe der De Zeven Provinciën-Klasse sehr ähnlich ausgefallen sind und über viele gemeinsame Komponenten verfügen. Im Gegensatz zur spanischen Álvaro de Bazán-Klasse, die auf dem US amerikanische Aegis-Kampfsystem aufgebaut ist, greift die deutsche Fregatte hierzu auf das europäische Gegenstück, dem CDS-System zurück, dessen Kernstücke die APAR- und SMART-L-Sensoren sind. Die deutschen Fregatten der F 124-Klasse wurden zwischen 2004 und 2006 in Dienst gestellt.

Der Bausatz der F 124-Klasse kommt von der deutschen Firma NNT. Auch hier handelt es sich um einen Resinbausatz mit umfangreichen Fotoätzteilen. Der Bausatz ist komplett und beinhaltet alles was zur Fertigstellung des Schiffes benötigt wird. Der NNT-Bausatz beinhaltet deutlich mehr Teile als zum Beispiel die beiden Bausätze von BigBlueBoy und ist insofern deutlich aufwendiger und schwieriger zum bauen. Teilweise ist es dem Aufbau der F 124-Klasse geschuldet aber auch der unterschiedlichen Philosophie einen Bausatz zu gestalten. Auffällig ist, dass BigBlueBoy in der Regel viel weniger Resinteile benötigt, weil der eigentliche Schiffsrumpf mit Aufbauten als ein Bauteil dargestellt wird. Lediglich Ausrüstungsgegenstände und Radar/Bewaffnung werden hier separat dargestellt.

Ich habe mich dazu entschieden die F 220 Hamburg zu bauen, weil ich hierzu eine sehr gute Fotoserie im Internet fand die mir insbesondere für eine Detaillierungen als Vorlage diente (siehe z.B. hier. hier, hier und hier).

Italienische Fregatte Carlo Bergamini (Gwylan Models)

Das letzte Modell des Dioramas zeigt die neue italienische Carlo Bergamini-Klasse. Diese Klasse wurde in Italien als italienische Variante des französisch-italienischen FREMM-Projekt entwickelt. Das französische Gegenstück hierzu ist die Aquitaine-Klasse. Bei der Carlo Bergamini-Klasse gibt es zwei Varianten. Einmal die Mehrzweckfregatte und einmal die U-Abwehrversion. Italien plant zur Zeit zehn Fregatten beider Varianten dieser Klasse zu bauen. Das Typschiff, die Carlo Bergamini, ist eine Mehrzweckfregatte und kam 2013 in den Dienst.

Der Hersteller dieses Bausatzes ist die Firma Gwylan Models. Hierbei handelt es sich um einen Kleinserienhersteller, der insbesondere sein Augenmerk auf moderne Fregatten gelegt hat. Weitere Modelle dieses Herstellers sind die französische Aquitaine-Klasse in beiden Varianten sowie als Neuheit eine moderne russische Fregatte. Weitere Modelle sind in Zukunft geplant. Der Hersteller zeichnet sich durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis aus. Die Urmodelle stammen aus einem 3 D Drucker was bei der ersten Serie der Carlo Bergamini noch teilweise deutlich zu erkennen war. Die nun im Verkauf befindliche zweite Serie der Carlo Bergamini-Klasse ist deutlich besser gelungen! Der Bausatz ist einfach zu bauen und verfügt über Fotoätzteile, so dass man auch hier in der Lage ist mit dem Bausatz das Modell komplett fertig zu bauen.

Mein Diorama soll keinen bestimmen NATO-Verband darstellen. Die Zusammensetzung ist eher zufällig gewählt und war abhängig von den mir damals zur Verfügung stehenden Bausätzen. Das Diorama soll lediglich auf einen überschaubaren Raum einen Vergleich zwischen den zurzeit im Dienst und im Zulauf befindlichen modernen Fregatten innerhalb der NATO bieten.

Christoph Mentzel