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Japanischer Schlachtkreuzer Kongo (1/700, Fujimi) von Roland Nienkirchen Drucken
Mittwoch, 17. Mai 2017 um 05:00

Das Original

Der japanische Schlachtkreuzer Kongo (金剛) war das letzte japanische Großkampfschiff, das von einer ausländischen Werft gebaut wurde. Die Kongo wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg von der britischen Werft Vickers gebaut und diente als Typschiff für ihre in Japan gebauten Schwesterschiffe Hiei, Haruna und Kirishima. Der Entwurf stammt von Vickers. Im Vergleich zur etwas älteren britischen Lion-Klasse zeichnete sich die Kongo-Klasse durch eine bessere Anordnung der schweren Artillerie aus, da der dritte Turm über dem vierten Turm statt mittschiffs aufgestellt war. Außerdem erhielt sie schwerere Geschütze (35,6 cm statt 34,3 cm) und eine vollwertige Mittelartillerie aus 15,2 cm-Geschützen.

Die Kongo-Klasse wurde zwischen den beiden Weltkriegen stark modernisiert, u.a. erhielten die Schiffe neue Maschinenanlagen und sie wurden achtern verlängert, um die Geschwindigkeit zu steigern. Zudem wurden ihre Panzerung und ihr Unterwasserschutz verbessert, die Brückenaufbauten massiv vergrößert, die Rohrerhöhung der Artillerie erhöht und die Feuereitung und Flak verbessert.

Die Kongo war 222,2 m lang, 31,0 m breit und verdrängte 1944 36.314 ts. Der Antrieb bestand nach dem Umbau aus acht Kesseln und vier Dampfturbinensätzen, die 136.000 PS leisteten, womit 30,3 kn erreicht wurden. Die Besatzung bestand 1944 aus 1437 Mann.

Bewaffnung
8 x 35,6 cm L/45 (vier Zwillingstürme)
14 x 15,2 cm L/50
12 x 12,7 cm L/40 (sechs Zwillingslafetten)
122 x 2,5 cm L/60
3 Bordflugzeuge

Die Kongo wurde 1911-13 bei Vickers in Barrow gebaut. Im Ersten Weltkrieg unterstützte sie die Besetzung deutscher Kolonien. Ab 1938 wurde sie im Zweiten Chinesisch-Japanischen Krieg eingesetzt. Im Zweiten Weltkrieg deckte sie den japanischen Vormarsch nach Südostasien, u.a. während der Landungen in Malaya, Borneo, Celebes, Sumatra und Java. Sie war im April 1942 am Vorstoß in den Indischen Ozean beteiligt, im Mai und Juni am Vorstoß gegen Midway. Im Oktober 1942 beschoss sie Ziele auf Guadalcanal. Im Oktober 1944 war sie während der Schlacht von Leyte bei Samar an der Versenkung des Geleitträgers USS Gambier Bay und dreier Zerstörer beteiligt. Bei der Rückkehr nach Japan wurde die Kongo in der Straße von Formosa von zwei Torpedos des U-Boots USS Sealion getroffen und sank wegen Fehlern bei der Lecksicherung etwa 2,5 Stunden später. Beim Untergang explodierte eines ihrer Magazine. 1200 Mitglieder der Besatzung starben, nur 237 Mann konnten gerettet werden.

Das Modell

Das Modell des japanischen Schlachtkreuzers Kongo habe ich aus dem Bausatz von Fujimi gebaut. Das Modell stellt den Bauzustand vom Oktober 1944 während der Schlacht von Leyte dar.

Roland Nienkirchen

(Text über Original von Lars)