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Dänische Fregatte Niels Juel in Kiel und Kopenhagen Drucken
Samstag, 29. Juli 2017 um 05:00

Dänische Fregatte Niels Juel 2017 in Kiel

Die dänische Lenkwaffenfregatte Niels Juel (F363) ist eines von drei Flugabwehrschiffen der Iver Huitfeldt-Klasse. Diese Klasse hat einen ähnlichen Rumpf wie die Unterstützungsschiffe der Absalon-Klasse. Allerdings ist der Rumpf achtern ein Deck niedriger, da die Iver Huitfeldt-Klasse nicht über das große Mehrzweckdeck der Absalon-Klasse, das auch zur Unterbringung von Panzern dienen kann, verfügt.

Es gibt allerdings auch ein kleines Mehrzweckdeck unter dem Hubschrauberdeck, in dem vier Container, ein Lazarett, Vorräte oder ein Gefängnis untergebracht werden können. Die Klasse verfügt über Platz für mindestens sechs Stanflex-Module. Zwei sind vor der Brücke, wo aktuell zwei 7,62 cm-Geschütze eingebaut sind. Es wäre aber auch ein 12,7 cm-Geschütz und ein Millennium-Nahbereichsabwehrgeschütz möglich. Weitere vier Positionen für Stanflex-Module befinden sich mittschiffs, wo Module mit je zwei Harpoon-Startern bzw. einem ESSM-Starter untergebracht werden. Achtern befindet sich ein Hangar für einen Hubschrauber bis zur Größe der AW.101. Auf dem Hubschrauberdeck können auch schwere Hubschrauber, wie die CH-47 Chinook, starten und landen.

Die Ausrüstung für die Flugabwehr ähnelt der deutschen Sachsen- und der niederländischen De Zeven Provinciën-Klasse. Auch die Iver Huitfeldt-Klasse verfügt über die Kombination aus weitreichendem SMART-L-Suchradar und APAR-Radar, der mittels kürzerer Wellen sowohl die nähere Umgebung (bis 150 km) absuchen kann als auch als Feuerleitradar dient. Außerdem gibt es wie bei den beiden anderen Klassen einen Mk 41-Senkrechtstarter, aus dem SM-2-Flugabwehrraketen abgefeuert werden können. Eine Nachrüstung mit SM-3-Raketen gegen ballistische Raketen wird erwogen. Im Nahbereich werden die SM-2- durch ESSM-Raketen und ein Millennium-Geschütz ergänzt. Bei dem Entwurf wurde sehr viel Wert auf Automatisierung gelegt, um die Größe der Besatzung reduzieren zu können. Diese ist mit 101 Besatzungsmitgliedern im Vergleich zu 169 auf der De Zeven Provinciën-Klasse und 255 auf der Sachsen-Klasse sehr klein.

Die Niels Juel ist 138,7 m lang, 19,8 m breit und verdrängt 6600 t. Der Antrieb erfolgt über vier Diesel mit insgesamt 44.000 PS, womit 28 kn erreicht werden. Die Besatzung umfasst 101 Seeleute, maximal können 165 untergebracht werden.

Bewaffnung
2 x 7,62 cm L/62 Mk 75 OTO Melara-Geschütze
1 x 3,5 cm Mk M/04 Oerlikon Millennium GDM-008-Nahbereichsabwehrgeschütz
4 x 1,27 cm MG
4 Harpoon Block 2-Vierfach-Antischiffs-Raketenstarter
1 32fach Mk 41 VLS-Senkrechtstarter (für SM-2-Flugabwehrraketen)
2 Mk 56 Zwölffach-Flugabwehrstarter für ESSM
4 x 32,4 cm Mk 32 Mod 14-Torpedorohren (zwei Zwillingsrohre für MU-90-Torpedos)
1 Sikorsky MH-60R Seahawk Bordhubschrauber

Die Nies Juel wurde 2009-11 gebaut, wobei die Sektionen des Rumpfs und der Aufbauten von Baltija in Klaipeda, Litauen, und Loksa in Loksa, Estland, gebaut wurden, von der Odense Staalskibsværft in Lindø zusammengebaut und in Korsør ausgerüstet wurden. Sie gehört, wie ihre Schwesterschiffe, zur 2. Eskadre mit Heimathafen in Korsør.

Bisher gibt es von der Klasse noch keinen Bausatz.

Hier Fotos der Niels Juel beim Besuch der Kieler Woche im Juni 2017 von Falk Pletscher:

Link zur Bildergalerie Kieler Woche 2017

 

Und Fotos der Niels Juel als sie am 3. September 2016 Kopenhagen im Rahmen der Übung Northern Coast (siehe auch hier, hier, hier und hier) besuchte:

Link zur Bildergalerie Kopenhagen 2016

 

Siehe auch die Fotos des Schwesterschiffs Iver Huitfeldt.

Falk Pletscher (Fotos), Lars (Fotos, Text)