Patrouillenboot Carina

Die dänischen Patrouillenboote der MHV 800-Klasse, von der 1992-2002 18 Boote gebaut wurden, gehören zur Marinehjemmeværnet (Marineheimwehr). Die Marinehjemmeværnet ist eine paramilitärische Organisation, die zur Überwachung der dänischen Gewässer und zur Seenotrettung eingesetzt. Die MHV 800-Klasse ist der kleinere der beiden heute verwendeten Typen von Patrouillenbooten.

Umweltschutzschiff Gunnar Seidenfaden

Das dänische Umweltschutzschiff Gunnar Seidenfaden ist eines der beiden 1980-81 gebauten Schiffe der Supply-Klasse. Ihr Schwesterschiff ist Gunnar Thorsen. Die Entwurf beruht auf einem Ankerziehschlepper. Ihre Hauptaufgabe ist die Bekämpfung von Ölpests. Sie können Öl primär mechanisch einsammeln. Neben dieser Aufgabe dienen die beiden Schiffe auch zur Überwachung der Wasserqualität, also durch entsprechende Probennahmen, sowie können als Bergungsschlepper verwendet werden.

Minenjagdboot HMS Ramsey

Das britische Minenjagdboot HMS Ramsey (M110) ist eines von 15 von 1988-2001 für die britische und saudi-arabische Marine gebauten Schiffe der Sandown-Klasse. Dies waren die ersten speziell als Minenjagdboote für die britische Marine entworfenen Boote. Für die britische Marine wurden zwölf Boote gebaut, für die saudi-arabische Marine drei weitere. Von den britischen Booten sind noch sieben Boote im Dienst, drei wurden an die estonische Marine verkauft.

Tonnenleger Jens Sørensen

Der Tonnenleger Jens Sørensen und sein Schwesterschiff Poul Løwenørn wurden 1994 bzw. 2001/02 für die dänische Schifffahrtsstraßenverwaltung (Farvandsvæsenet, heute Teil der Søfartsstyrelsen) gebaut. Der Aufgaben waren bzw. sind Tonnenlegen- und warten, d.h. die Markierung der Schifffahrtsstraßen, sowie Vermessung, Bergungsarbeiten und Probennahmen in dänischen und grönländischen Gewässern.

Französische Fregatte Lamotte-Picquet, hinten dänische Fregatte Absalon

Die französische Fregatte La Motte-Picquet (D645) ist eines von sieben 1974-90 gebauten auf die U-Jagd spezialisierten Schiffen der der Georges Leygues-Klasse (F70). Diese Klasse ist eine verkleinerte Version der Tourville-Klasse (F67). Sie erhielt eine ähnliche Bewaffnung und elektronische Ausrüstung, allerdings wurde auf ein 10 cm-Geschütz und den Malafon-U-Jagd-Raketenstarter verzichtet. Dadurch konnten die Georges Leygues-Klasse über 1000 t leichter ausfallen. Im Vergleich zu der Dampfturbinen-getriebenen Tourville-Klasse erhielt die Georges Leygues-Klasse einen fortschrittlicheren CODOG-Antrieb, d.h. Diesel für die Marschfahrt und Gasturbinen für die Höchstgeschwindigkeit.

Schulschiffe Lynx und Léopard

Die acht zwischen 1981-83 gebauten französischen Schulschiffe der Léopard-Klasse dienen primär zur Schulung von Offizieren in Bezug auf die Schiffsführung und Navigation. Sie ersetzten die ehemalige Minensucher des Typs MSC-60 und wurden speziell als Schulschiffe entworfen. Sie verfügen u.a. eine zweite Brücke für die Navigationsschulung, einen Klassenraum sowie die Möglichkeit die Kadetten und ihre Ausbilder unterzubringen.

Umweltschutzschiff Marie-Miljø

Das dänische Umweltschutzschiff Marie-Miljø ist das erste von zwei 1978-79 gebauten Schiffen der Seatruck-Klasse. Die Hauptaufgabe des Schiffs ist die Bekämpfung von Ölpests. Öl kann mechanisch aufgesammelt, notfalls auch chemisch bekämpft werden. Das Schiff ähnelt von der Rumpfform einem kleinen Landungsschiff und hat ein Bugtor und geringen Tiefgang. Ursprünglich fuhr das Schiff für das Umweltministerium, seit 1996 wird es von der dänischen Marine betrieben. Es hat seither die Kennnummer A563, die aber nicht auf dem Rumpf gezeigt wird. Die Besatzung besteht aus Zivilisten.

Minenjagdboot Céphée

Das französische Minenjagdboot Céphée (M652) ist eines von 40 von 1977-95 gebauten Schiffen der Tripartite-Klasse. Die Klasse war eine gemeinsame Entwicklung der belgischen, französischen und niederländischen Marine. Die Boote haben einen Rumpf aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), um eine möglichst geringe magnetische Signatur zu haben. Um Minen zerstören zu können, werden primär Minenjagdrohnen verwendet, es können aber auch Taucher eingesetzt werden. Manche der Boote wurden mit einen Minenräumfunktion nachgerüstet. Ursprünglich sollte für jede der drei beteiligten Marinen 15 Boote gebaut werden, die Aufträge für die belgische und französische Marine wurden aber auf jeweils zehn reduziert. Zusätzlich wurden zwei Boote für die indonesische und drei für die pakistanische Marine gebaut. In Belgien wird die Klasse auch als Aster- oder Flower-Klasse bezeichnet, in Frankreich als Éridan-Klasse und in den Niederlanden als Alkmaar-Klasse.

Fregatte Baden-Württemberg in Kopenhagen

Die Fregatte Baden-Württemberg (F222) ist das Typschiff der Klasse 125, zu der noch Nordrhein-Westfalen (F223), Sachsen-Anhalt (F224) und Rheinland-Pfalz (F225) gehören. Die Klasse wurde ab 2011 gebaut, die letzten beiden Schiffe sollen 2021 in Dienst gestellt werden. Im Gegensatz zu den Vorgängerklasse sind die Fregatten der Klasse 125 keine Mehrzweckfregatten, sondern für sogenannte Stabilisierungseinsätze und lange Einsatzzeiten entworfen, also die typischen Aufgaben der Fregatten der Deutschen Marine nach dem Kalten Krieg. Die vier Fregatten ersetzen die acht Fregatten der Bremen-Klasse (Klasse 122).

Fregatten Absalon und Iver Huitfeldt

Die dänischen Fregatten Absalon und Iver Huitfeldt sind die Typschiffe der beiden Klassen, die momentan die stärksten Einheiten der dänischen Marine (Søværnet) stellen. Die beiden Klassen ähneln sich stark. Die beiden Schiffe der Absalon-Klasse - Absalon (L16/F341) und Esbern Snare (L17/F342) - wurden 2003-05 gebaut. Es sind Mehrzweckfregatten, die allerdings über ein sehr großes Mehrzweckdeck verfügen, dass auch zum Transport von Truppen und Panzern geeignet ist. Ursprünglich waren sie als Unterstützungsschiffe klassifiziert (mit Rumpfnummern als Landungsschiffe), 2020 wurden sie auch offiziell als Fregatten klassifiziert. Die drei Schiffe der Iver Huitfeldt-Klasse - Iver Huitfeldt (F361), Peter Willemoes (F362) und Niels Juel (F363) - wurden 2008-11 gebaut. Sie sind für die Flugabwehr optimiert  und haben entsprechend deutlich leistungsfähigere Radaranlagen und einen Senkrechtstarter für SM-2-Flugabwehrraketen. Alle fünf Schiffe gehören zur 2. Eskadre, der Einheit der dänischen Marine, die für internationale Einsätze vorgesehen ist.