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Sonderausstellung Von Harburg nach Finnland im Internationalen Maritimen Museum Drucken
Montag, 16. Oktober 2017 um 05:00

 

16.10.1917 - 100 Jahre Unternehmen Albion

 

Ein Pionier-Landungsboot erreicht den Strand. Die Bugklappen öffnen sich und die Rampe fällt. Soldaten einer Fahrradkompanie schieben ihre Räder an Land.....moment mal...Fahrräder in Normandie? Mitnichten, denn die von mir beschriebene Szene spielte sich nicht etwa an einem der französischen Invasionsstrände des Jahres 1944 ab, sondern stattdessen an einem der Invasionsstrände der baltischen Inseln während des Unternehmens Albion im Jahre 1917.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, sollte mal wieder einen Besuch im Internationalen Maritimen Museum Hamburg einplanen, denn dort hat sich der Fachmann Ulrich Schiers dieses Themas angenommen.

Die Ausstellung ist nicht besonders groß, dafür erfährt der interessierte Besucher zum allerersten Mal etwas über Geschichte und Einsatz der Pionier-Landungs-Kompanie und auch noch über die damit verbundene deutsch-finnische Völkerfreundschaft.

Der Kurator hat keine Mühen gescheut und die wenigen relevanten Fotos, Dokumente und sonstigen Exponate von überallher zusammen getragen. Unter anderem kam eine russische Ankertaumine von 1908 direkt aus Finnland nach Hamburg, und das deutsche Militärfahrrad konnte man auch nicht im Fahrradladen um die Ecke leihen. Natürlich konnte Herr Schiers auch im umfangreichen Fundus des IMMH selbst fündig werden, sodass es doch einiges zu sehen gibt.

Alles in allem ist ein Besuch im IMMH ja immer lohnend, aber durch solche kleinen, aber feinen Sonderausstellungen werden eben auch mal die wenig bekannten "Seitenpfade der Geschichte" beleuchtet und bekannt gemacht.

Der Katalog zur Ausstellung fasst die Erkenntnisse zusammen und sollte bei jedem, der sich für die Geschichte der Kaiserlichen Marine interessiert, im Regal stehen. Trotz der anders lautenden Ansage auf dem Plakat läuft die Ausstellung noch bis Mitte Dezember, sodass man noch etwas Zeit hat, um den Besuch im IMMH zu planen.

Ein Besuch dieser Ausstellung ist sehr empfehlenswert!

Olaf Krabbenhöft