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Hafenschlepper (1/87, Artitec) von Thomas Sperling Drucken
Montag, 11. Juni 2018 um 05:00

Das Original

Schleppschiffe gehören seit der Erfindung der Dampfmaschine zur Geschichte der Marine. Mit ihnen ersparte man den Segelschiffen die oft mühseligen Revierfahrten gegen den Strom und Wind, um in einen Hafen zu gelangen. Dort wurden sie dann auch mit Hilfe von Schleppern an die Dalben oder Kais bugsiert. Als in den Häfen noch Stückgut geladen wurde, brachten die Schlepper Lastkähne und Schuten an die Schiffe, um Ladung zu übernehmen. Die kleinen Hafenschlepper waren aus keinem Hafen weg zu denken. Durch ihre Wendigkeit waren sie ein unverzichtbarer Teil des Hafengeschehens. Es gab und gibt sie schon immer in vielen unterschiedlichen Größen – vom kleinen Flussschlepper bis zum gewaltigen Rettungsschlepper.

Das Modell

Modell: Hafenschlepper
Maßstab: 1/87
Hersteller: Artitec
Material: Resin

Das Modell von Artitec gehört zu den kleinen Hafenschleppern. Der Bausatz nennt kein konkretes Vorbild, sondern zeigt nur einen Hafenschlepper, wie er in vielen europäischen Häfen anzutreffen war. Den Bausatz gibt es schon seit vielen Jahren und er war auch einer meiner ersten Resinbausätzen, die ich gebaut habe. Da der Bausatz keinen konkreten Hafenschlepper als Vorbild nennt, kann man ihn individuell gestalten. Mit einer Länge von 26 cm hat er ein handliches Format. Die übersichtliche Anzahl von Teilen sind auf Resinplatten angegossen, von denen man die Teile vorsichtig lösen muss. Die Teile passen alle gut zusammen, so dass das Modell ohne Spachtel- und Schleifarbeiten gebaut werden kann. Eine kleine Platine mit Ätzteilen verfeinert das Modell.

Der Eisenbahnmaßstab 1/87 erleichtert es sehr, wenn man den Schlepper in ein Diorama einbauen will. Zubehör dafür gibt es ja unendlich.

Fazit

Der Bausatz ist allen Anfängern im Schiffsmodellbau zu empfehlen. Durch die geringe Anzahl der Teile und die gute Passgenauigkeit erhält man schon in relativ kurzer Zeit ein sehr schönes Modell. Wer will, kann sich natürlich im Zubehörmarkt mit vielen Extras versorgen und das Modell weiter verfeinern.


Thomas Sperling