Das Original

Die Queen of Thanet wurde 1916 als HMS Melton von der William Hamilton Company in Port Glagow gebaut. Im Ersten Weltkrieg diente der Raddampfer der Royal Navy als Hilfsschiff und wurde nach dem Krieg als Minenräumboot eingesetzt. 1927 sollte er abgewrackt werden, aber die New Medway Steam Packet Company erwarb das Schiff, baute es zu einem Ausflugsdampfer um und änderte den Namen in Queen of Thanet. Bis 1939 fuhr sie nun als Passagierschiff auf dem Medway und auf der Themse. Auch unternahm sie kurze Reisen über den Ärmelkanal.

Das Original

Der Hochseeschlepper Holland ist einer der letzten Vertreter der Generation von Schleppschiffen, die für die große Vergangenheit des niederländischen Schlepper- und Bergungswesens stehen. Er wurde 1951 bei der Werft N.V. Ferus Smit im Foxhol unter der Baunummer 111 für die Reederei Doeksen gebaut. Das Schiff ist 57,35 m lang, 9,54 m breit und hat eine Maschinenleistung von 1.499 kW.

Das Original

Die SMS Deutschland war das erste von fünf Linienschiffen der Deutschland-Klasse. Sie erhielt als einziges Schiff ihrer Klasse noch eine Galionsfigur. Ihre Schwesterschiffe waren die Pommern, die Hannover, die Schlesien und die Schleswig-Holstein. Am 3. August 1906 kam die Deutschland noch kurz vor der HMS Dreadnought in Dienst. Die Deutschland und auch die noch folgenden Schiffe ihrer Klasse waren aber nicht mehr zeitgemäß, da sie in Größe, Panzerung, Feuerkraft und Geschwindigkeit dem neuen Dreadnought-Linienschiff unterlegen waren.

Hier möchte ich noch weitere Papiermodelle von Hans Peter Weiß vorstellen (siehe auch SMS Stosch, SMS Leipzig, Jylland und SMS Frauenlob). Seine Modelle sind Einzelstücke im Maßstab 1 /1250 und faszinieren immer wieder durch ihre Perfektion. Obwohl seine große Leidenschaft Segelschiffe sind, hat er auch sehr schöne Fracht- und Passagierschiffe gebaut.

Zu den großen Modellbauern für die kleinen Modellschiffe gehört Hans-Peter Weiss. Schon seit seiner Jugend baut er Modelle aus Papier. Sein besonderes Interesse gilt Segelyachten und alten Segelschiffen des 19. Jahrhunderts. Sein Material ist ganz normales Schreibmaschinenpapier, dünne Röhrchen für Masten und feines Garn für die Takelage. Dazu kommt natürlich ein großer Arbeitsaufwand, um die Modelle in dieser Perfektion zu bauen. Seine Modelle und Dioramen kann man auch im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg bewundern. Ich hatte das Glück, Herrn Weiss persönlich kennen zu lernen und einige Modelle von ihm erwerben zu können.

Das Original

Die Almaz (Алмаз, Almas) wurde 1902/03 auf der Baltischen Schiffswerft in St. Petersburg gebaut. Sie war mit vier 75 mm und acht 47 mm Geschützen nur relativ leicht bewaffnet. Trotzdem wurde sie als Kreuzer 2. Klasse eingestuft. Trotz ihrer schwachen Bewaffnung wurde die Almaz während des Russisch-Japanischen Kriegs 1904/05 nach Tsushima verlegt. Sie überstand den Krieg relativ unbeschädigt und kehrte nach einem kurzen Aufenthalt 1906 zur Baltischen Flotte zurück. Dort wurde sie zum Aviso umklassifiziert und diente dem Zaren als Yacht bei seinen Besuchen der Baltischen Flotte. 1911 wurde sie nach einem umfassenden Umbau ins Schwarze Meer verlegt und fuhr als Seeflugzeugtender. Sie konnte bis zu vier Seeflugzeuge mitführen. 1927 wurde sie an eine französische Firma verkauft und schließlich 1934 abgewrackt.

Das Original

Die USS Miantonomoh wurde 1862/63 in New York Nay Yard gebaut. Sie war das Typschiff von drei weiteren Monitoren. Die USS Miantonomoh überquerte 1866 den Atlantik für eine Europareise, die sie bis in die Ostsee und nach Russland führte. Auch Kiel und Hamburg waren Stationen ihrer Reise. Im Juli 1867 kehrte sie nach Philadelphia zurück und wurde dort aufgelegt. 1875 wurde sie schließlich abgebrochen.

Das Original

Die Schleswig-Holstein gehört zu den bekanntesten Schiffen deutscher Marinen. Auf der Kruppschen Germaniawerft in Kiel 1906 vom Stapel gelaufen, diente das Linienschiff im II. Geschwader der Hochseeflotte und kämpfte in der Skagerrakschlacht. In der Weimarer Republik wurde das überalterte Schiff modernisiert und Flottenflaggschiff der Reichsmarine. Auslandsreisen, vor allem aber auch spektakuläre Eisbrechereinsätze, sorgten schon damals für einen hohen Bekanntheitsgrad. Nach dem Umbau zum Kadettenschulschiff der Kriegsmarine brachten Auslandsreisen nach West-Indien und rund um Afrika weitere Popularität. In die Schlagzeilen der Weltpresse geriet das Linienschiff am 1. September 1939 beim Einsatz gegen die polnische Westerplatte vor Danzig. Mit der Beschießung der Westerplatte begann der Zweite Weltkrieg. Am 18. Dezember 1944 setzten drei schwere Bombentreffer in Gotenhafen der Dienstzeit der Schleswig-Holstein in der deutschen Marine ein Ende. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schleswig-Holstein von der Sowjetunion noch als Übungsschiff verwendet und Mitte der 50er Jahre im Finnischen Meeresbusen versenkt.

Das Original

Die Dvenadsat Apostolev (Dwenadzat Apostolow, Двенадцать Апостолов) wurde 1888 in der Admiralitätswerft in Nikolajew als Barbettschiff auf Kiel gelegt. Bei Baubeginn war über die Konstruktion der Türme, der Maschinenanlage und der Bewaffnung noch nicht endgültig entschieden und die Pläne wurden während der Bauzeit öfter geändert. 1893 wurde das Schiff schließlich der Marine übergeben. Mit 8850 t lag sie 600 t über der geplanten Verdrängung.

Das Original

Die Simla wurde 1898 von Lobnitz und Co für die Reederei William Watkins in London gebaut. Sie war 30,6 m lang, 6,12 m breit und hatte einen Tiefgang von 3,45 m. Ihre Drei-Zylinder-Dampfmaschine erbrachte eine Leistung von 500 PS. Bis zu ihrem Abbruch 1964 hatte sie einen sehr abwechslungsreichen Lebenslauf. Schon im ersten Jahr erhielt die Crew der Simla die Bo T Sea Gallantry Medaille für den Einsatz bei einer Explosion auf der Blengfell. 1940 half die Simla bei der Evakuierung von Dünkirchen. Sie war danach für vier Jahre in Dover stationiert und wurde durch Bomben beschädigt. 1950 kam die Simla zu Ship Towage London, ehe sie 1964 in Sheerness abgebrochen wurde..