Das Original

Die Bditelny (Bditelnij, Бдительный) war ein Zerstörer der Bezstrashni-Klasse. Diese Zerstörer hatten zwei Schornsteine und führten drei Torpedorohre mit sich. Zwei Torpedorohre standen zwischen den Schornsteinen ein weiteres dahinter. Auf dem Vorschiff stand ein 11 Pfünder-Geschütz und auf dem Deck fünf weitere 3 Pfünder-Geschütze. Die Bditelny hatte drei Schwesterschiffe. Alle Schiffe wurden bei Schichau gebaut und 1900 fertig gestellt. Sowohl die Bditelny als auch ihre Schwesterschiffe wurden im Russisch-Japanischen Krieg eingesetzt. Die Bditelny wurde am 02.01.1905 vor Port Arthur von einer Mine beschädigt. Daraufhin versenkte die eigene Besatzung das Schiff, um eine Übergabe an die Japaner zu verhindern. Die Schwesterschiffe wurden interniert, aber schließlich wieder an Russland zurückgegeben. Im Ersten Weltkrieg waren sie in Wladiwostok eingesetzt.

Das Original

Über den Bausatz der Hikawa Maru (氷川丸) und die Geschichte des Schiffes ist ja schon ausführlich auf Modellmarine berichtet worden, siehe die Bausatzbesprechung und Fotos des Originals.

 

Allen Mitgliedern und Freunden von Modellmarine/IG Waterline

ein frohes und erfolgreiches neues Jahr!

 

Wir hoffen, dass wir auch 2017 wieder viele neue schöne Modelle kennenlernen werden und uns auf den Ausstellungen immer den kritischen Augen der Wettbewerbsleitung stellen können.

Wir sollten nicht vergessen, wie viel Freude uns unser Hobby bereitet: 

Der aufregende Moment, wenn wir einen neuen Bausatzkarton öffnen.
Die Freude darüber, dass nur die Hälfte der kleinen Teile zerbrochen ist.
Das Erstaunen, dass man die Ätzteile noch kleiner machen kann.
Die vielen Stunden vor dem PC, um herauszufinden, wo welches kleines Teil hingehört.

Und dann:

Der Geruch nach Kleber und Farbe.
Das beruhigende Bier, um die Details richtig zu bemalen und anzukleben.
Die Meditationsübungen vor dem Anbringen der Takelage.
Die Frage an Gott, warum er uns keine drei Hände gegeben hat.

außerdem:

Der Zuspruch der Freunde, Gattin, Tochter, Sohn, die uns für deppert halten.
Der Modellbaukater nach einem Wochenende Extrem-Modellbau.
Die Frage, wohin mit dem fertigen Modell.

Wir freuen uns über jedes neue Modell, denn für uns ist jeder Tag im Jahr klebenswert.

Thomas Sperling

 

Wir kommen am 9. Januar mit neuen Artikeln aus den Weihnachtsferien zurück.

Im ersten Halbjahr 2017 wird Modellmarine/IG Waterline an folgenden Ausstellungen beteiligt sein (siehe Veranstaltungskalender):

  • 4./5. März 2017 Ausstellung des PMC Südpfalz in Zeiskam (bei Speyer)
  • 11./12. März 2017 Go Modelling in Wien
  • 25./26. März 2017 Euro Model Expo in Lingen (Ems)
  • 8./9. April 2017 3. Fürstenfelder Modellbautage in Fürstenfeldbruck (bei München)
  • 23. April 2017 14. Modellausstellung der Modellbaufreunde Siegen in Wilnsdorf (bei Siegen)
  • 27. Mai 2017 4. Modell trifft Original im Fliegerhorstmuseum Leipheim (bei Ulm)
  • 17./18.  Juni 2017 Ausstellung des Club Maquettiste de Strasbourg in Mundolsheim (bei Strasbourg)

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sind immer willkommen. Ideen für Projekte finden sich eventuell bei den Jahrestagen.

Das Original

Die Marie Galante wurde 1915 auf der Werft C. Lühring, Brake/Hammelwarden, als Heringslogger gebaut. Ihr erster Name war Elsfleth. Heringslogger waren schnelle effiziente Schiffe, die für den Heringsfang in küstenfernen Gebieten entwickelt wurden. Sie lösten die bis Ende des 19 Jahrhundert gebauten holländischen Heringsbuisen ab. Die Marie Galante hatte ein sehr abwechslungsreiches Leben. Zuletzt fuhr sie als Frachtsegler, bis sie Ende der 70er Jahre als Charterschiff umgebaut wurde.

Das Original

Der russische Minenleger Amur I (Амур) und sein Schwesterschiff die Yenisei I (Енисея) waren Zweischornsteinschiffe mit einem Rammbug und einem stark eingezogenen Heck. Über das Heck wurden durch zwei Türen die Minen abgeworfen. In ihrer äußeren Erscheinung glichen sie den kleinen Kreuzern der russischen Marine der damaligen Zeit. Beide Schiffe wurden 1902 der pazifischen Flotte übergeben. Die Yenisei ging am 11.2.1904 auf ihrer eigenen Mine verloren. Die Amur führte am 14. Mai 1904 eine der erfolgreichsten Minenoperationen im russisch-japanischen Krieg durch. Auf einem von ihr verlegten Minenfeld mit 50 Minen sanken die japanischen Schlachtschiffe Hatsuse und Yashima. Die Amur wurde während eines Dockaufenthaltes Ende 1904 durch Haubitzenfeuer so stark beschädigt, dass sie abgebrochen wurde. Weiteres über die Geschichte der Schiffe wurde in der Bausatzvorstellung im Dezember 2014 auf Modellmarine berichtet.

Das Original

Der deutsche Schlachtkreuzer (Große Kreuzer) SMS Von der Tann lief am 20.03.1909 vom Stapel. Mit seinen vier Parsons Turbinen, die eine Maschinenleistung von 79000 PS erbrachten, erreichte der Schlachtkreuzer eine Höchstgeschwindigkeit von 27 kn.

Das Original

Der japanische Panzerkreuzer Kasuga (春日) wurde 1902 bei der Ansaldowerft in Genua als Schiff der Giuseppe Garibaldi-Klasse auf Kiel gelegt. Sie sollte ursprünglich an Argentinien verkauft werden. Da Argentinien aber nach der Beendigung des Konfliktes mit Chile kein Interesse mehr an dem Schiff hatte, wurde das Schiff weiter an Japan verkauft. Die Kasuga war ein ausgesprochen kampfstarkes Schiff.

Das Original

Als Ersatz für die Zerstörer der Tátra-Klasse wurden die Torpedofahrzeuge der Ersatz-Triglav Klasse auf Kiel gelegt: SMS Triglav II, SMS Lika II, SMS Dukla und SMS Uszok. Die vier Schiffe liefen 1917 vom Stapel. Bei der k.u.k. Kriegsmarine wurden sie als Torpedofahrzeuge eingestuft, aber sie waren zu ihrer Zeit moderne Zerstörer. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Triglav II, Lika II und Uszok Italien zugesprochen. Sie dienten in der italienische Marine als Grado, Cortelazzo und Monfalcone bis 1939. Die Dukla diente bis zu ihrem Ausscheiden 1935 als Matelot Leblanc in der französischen Marine.

Ende 2013 sollte die HMS Victoria im Maßstab 1/350 von Kombrig veröffentlicht werden. Aber es wurde dann doch Herbst 2014 bis ich den Bausatz kaufen konnte. In meinem Bücherschrank hatte ich schon seit längerem das Buch von Brian King "Modelling Late Victorian Battleships", in dem unter anderem auch der Bau eines Modells der HMS Victoria mit vielen Bildern beschrieben wird. Die Schiffe aus dieser Zeit gehören für mich zu den schönsten und interessantesten Schiffen. So habe ich dann auch alle anderen Projekte erst einmal auf die Seite gelegt und mit dem Bau der HMS Victoria begonnen.

Das Original

Schiffsverlängerungen sind für Reeder oft eine preiswerte Alternative zu einem Neubau. Dass sich auch ein Modellschiff verlängern lässt, möchte ich hier aufzeigen.

Die Binnenschiffsklasse der Kempenaar ist typisch für die Kanäle im Grenzgebiet der Niederlande und Belgien und war ursprünglich auf die Dimensionen des Kempener Kanals abgestimmt. Die Schiffe hatten eine Länge von 50 m und eine Breite von 6,60 m bei einem Ladevermögen von 400 bis 600 Tonnen und waren als Schleppkahn konzipiert. Im Lauf der Zeit erhielten viele einen eigenen Antrieb und der ursprünglich offene Fahrstand mit dem waagerechten Steuerrad wurde durch ein geschlossenes Steuerhaus mit dem heute üblichen senkrechtem Steuerrad ersetzt. Auch Verlängerungen bis zu fünf Metern wurden im Zuge solcher Modernisierungen durchgeführt. Heute sieht man Kempenaars fast nur noch auf den kleinen Kanälen der Niederlande und Belgiens, die meisten wurden aber leider schon abgewrackt, da sie unrentabel geworden sind.