Modellsuche

Suchen


Hubschrauber Flettner Fl 282 Kolibri (1/35, Mini Art) von Jens Gerber Drucken
Freitag, 05. Oktober 2018 um 05:00

Das Original

Der deutsche Hubschrauber Flettner Fl 282 Kolibri wurde als Aufkl├Ąrer f├╝r die Kriegsmarine und das Heer entworfen. Ein besonderes Merkmal war der Flettner-Doppelrotor, der sp├Ąter auch von dem US-amerikanischen Hersteller Kaman, f├╝r den Flettner ab 1947 arbeitete, verwendet wurde. Der Hubschrauber flog 1941 zum ersten Mal. Er wurde von der Kriegsmarine u.a. auf dem Flugsicherungsschiff Greif, dem Minenschiff Drache und dem Leichten Kreuzer K├Âln erprobt. Die Marine wollte die Maschine in Serie bestellen und stellte auch die Bordfliegerstaffel 3./196 mit Fl 282 auf, aber wegen mangelnder Produktionskapazit├Ąten (und anderer Priorit├Ąten) wurden nur etwas mehr als 20 Hubschrauber gebaut.

Die Fl 282 war 6,2 m lang, hatte einen Rotordurchmesser von 12 m und ein maximales Startgewicht von etwa 1 t. Der Antrieb erfolgte ├╝ber einen 160 PS-starken Sternmotor, mit dem 43 kn (82 km/h) erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus einem Mann.

Das Modell

Das Modell des Flettner Fl 282 V 21 Kolibri habe ich aus dem Bausatz von Mini Art im Ma├čstab 1:35 mit dem Eduard Zoom Set gebaut. Schon als ich den Kolibri als 3D Projekt bei Mini Art gesehen hatte, war es mein gr├Â├čter Wunsch, das Modell zu haben und zu bauen. Die Teile sind sehr filigran gemacht, Motor und Getriebe sind fast ein Bausatz f├╝r sich selbst. Mini Art hat sehr feine Passstifte und Klebestellen, die Konstruktion verzeiht keinen Fehler und muss 100% genau sein, sonst passt nichts zusammen.

Eine Kritik w├Ąre, dass der Hubschrauber in der Nase Gewicht braucht - nur wohin? Platz bieten die Tanks, etwas hinter dem Pilotensitz und am Brandschott zum Motor, da aber nur wenn der Motorraum geschlossen bleibt. Mini Art k├Ânnte den Sitz selbst als Metallteil liefern, das w├╝rde wohl schon reichen. Eine zweite Kritik sind die Gurte, die bei den ├ätzteilen dabei sind, aber eine US-Version, die nur bei der V 23 Verwendung fand, und das auch erst sehr sp├Ąt als Ersatz bei den Testserien verbaut.

Eduard bietet Ersatz. Zwei Versionen sind zu bekommen, das Zoomset mit Ger├Ątebrettanzeigen und Gurten, die gr├Â├čere Version dann noch mit Teilen f├╝r Motor und die Klappen f├╝r den Motorraum.

Bei den Farben ist es auch recht einfach, da die Flettner Fl 282 als Prototyp im Einsatz war, und f├╝r die Innenfarben gibt es auch kaum Alternativen, da alles stoffbespannt, und damit die Au├čenfarbe der Innenfarbe entspricht. Farben sind ein RLM 71 von Gunze Hobby Color, ein Glanzschwarz von Gunze Mr. Color f├╝r Motor und Mechanik sowie RLM 65 von Moell Master f├╝r die Unterseite. Die Abziehbilder stammen von Cartograph, leider gibt es einen leichten Versatz bei den Balkenkreuzen.

Ansonsten kann ich dem Bausatzhersteller nur gro├če Komplimente machen. F├╝r den den Bau habe ich zwei Tage gebraucht: Samstag in der Post und Sonntag 23.00 Uhr fertig gebaut, und damit wohl eine klares Plus f├╝r Mini Art, da ohne Schwierigkeiten zu verkleben

Jens Gerber

(Text ├╝ber Original von Lars)