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Zerstörer USS De Haven (1/192, Tehnoart) von Wolfgang Wurm Drucken
Montag, 26. November 2018 um 06:00

Das Original

Der Zerstörer USS De Haven (DD-727) war eines der 58 Schiffe der Allen M. Sumner-Klasse. Diese Klasse war eine Weiterentwicklung der Fletcher-Klasse. Der deutlichste Unterschied war der Ersatz der fünf 12,7 cm-Einzeltürme durch drei 12,7 cm-Zwillingstürme. Aus ihr wurde die Minenleger der Robert H. Smith-Klasse sowie die Zerstörer der Gearing-Klasse entwickelt, deren Rumpf verlängert wurde, um die Tanks und damit die Reichweite zu vergrößern. Die Zerstörer der Allen M. Sumner-Klasse wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Dienst gehalten, kämpften u.a. im Korea- und Vietnamkrieg. 33 der Schiffe, darunter USS De Haven, erhielten eine FRAM 2-Modernisierung, um ihre U-Jagd-Fähigkeiten zu verbessern. In den 1970ern wurden viele Schiffe an die argentinische, brasilianische, chilenische, griechische, iranische, kolumbianische, südkoreanische, taiwanesische, türkische und venezolanische Marine verkauft.

Die De Haven war 114,8 m lang, 12,5 m breit und verdrängte 3270 t. Der Antrieb bestand aus vier Kesseln und zwei Dampfturbinensätzen, womit mit 60.000 PS 36,5 kn erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus 336 Mann.

Bewaffnung
6 x 12,7 cm L/38 (drei Zwillingstürme)
12 x 4 cm L/60 Bofors (zwei Vierlings- und zwei Zwillingslafetten)
15 x 2 cm L/70 Oerlikon (vier Zwillings- und sieben Einzellafetten)
10 x 53,3 cm-Torpedorohre (zwei Fünflingssrohre)
Wasserbomben

Die De Haven wurde 1943-44 von Bath Iron Works in Bath gebaut. Sie unterstützte danach die Trägerkampfgruppen, so bei den Angriffen vor und während der Landung auf Leyte, während der Landung auf Iwo Jima und der Landung auf Okinawa. Sie war auch an den letzten Angriffen auf Japan selbst bis zu dessen Kapitulation beteiligt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb De Haven im Pazifik im Dienst und kämpfte im Koreakrieg, u.a. zur Unterstützung der Landung in Inchon. Sie beschoss aber auch ein Lager mit südkoreanischen Flüchtlingen – die US Armee befahl mehrere ähnliche Massaker, da sie eine Infiltration der Flüchtlinge durch Nordkoreaner befürchtete. 1962 diente sie zur elektronischen Aufklärung der chinesischen Fähigkeiten. 1962-71 wurde sie im Vietnamkrieg eingesetzt, also auch schon vor dem offiziellen Eintritt der USA in den Krieg. 1973 wurde sie an Südkorea verkauft und diente dort bis 1993 als Incheon.

Das Modell

Das Modell wurde aus dem Resinbausatz von Tehnoart im Maßstab 1/192 gebaut.

Wolfgang Wurm

(Text über Original von Lars)