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Hasegawa: Mitsubishi A6M, Nakajima B5N und Aichi D3A (1/350) Drucken
Samstag, 18. Mai 2019 um 05:00

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Modell: Japanese Navy Carrier-Based Aircraft-Set
Hersteller: Hasegawa
Maßstab: 1/350
Material: Polystyrol (Spritzguss), Abziehbilder
Art.Nr.: 72130
Preis: 20,99 € (NNT Modell + Buch)

Die Originale

Der Jäger: Die Mitsubishi A6M („Typ Null“) ist ein japanisches Trägerjagdflugzeug von Mitsubishi, das von den Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräften während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde. Mit 11.000 gebauten Exemplaren ist es das meistgebaute japanische Flugzeug des Krieges und infolge der medialen Präsenz auch das bekannteste. Das Flugzeug war im Vergleich zu den alliierten Jägern sehr wendig und besaß eine für Jagdflugzeuge ungewöhnlich große Reichweite, was jedoch unter Verzicht auf Schutzvorrichtungen wie Panzerung oder selbstabdichtende Tanks erkauft wurde, weswegen es als äußerst verwundbar galt.

Die Typenbezeichnung stammt von der letzten Ziffer des Indienststellungsjahres 2600 japanischer Zeitrechnung (1940). Inoffiziell wurde die A6M in Japan auch als Rei-sen oder Zero-sen abgekürzt. Zero (englisch Null) ist die bekannteste Bezeichnung dieses Flugzeugtyps.

Spätere Versionen der A6M fielen hinter die Leistungen der alliierten Flugzeuge zurück. Der Grund war vor allem das Fehlen leistungsstarker japanischer Kolbenmotoren, die in das Flugwerk der „Zero“ passten. Ab 1944 war die A6M kaum noch konkurrenzfähig und wurde in großer Zahl zu Kamikaze-Angriffen (Shimpū Tokkōtai) eingesetzt.

Länge: 10,131 m
Spannweite: 12,0 m
Gewicht: 2940 kg
Antrieb: 1× luftgekühlter 14-Zylinder-Doppelsternmotor
Nakajima Sakae 21; 831 kW (1.130 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 561 km/h in 6000m Höhe
Reichweite: 1560 km
Bewaffnung: 2 × 20-mm-Kanonen in den Tragflächen
2× 7,7-mm-MG über dem Motor
bis zu 318 kg Bomben
(Quellen: de.wikipedia.org)

Der Torpedobomber: Die Nakajima B5N (Codename: Kate) war ein japanischer Torpedo- und Horizontalbomber aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Anders als seine veralteten alliierten Gegenstücke TBD Devastator und Fairey Swordfish war die B5N zu Beginn des Zweiten Weltkriegs (in der aktuellen Version B5N2) der seinerzeit modernste und leistungsstärkste Träger-Torpedobomber der Welt. Auf den größeren Flugzeugträgern wurde die Maschine erst Anfang 1944 gegen den Nachfolgetyp Nakajima B6N Tenzan („Jill“) ausgetauscht, auf den kleineren Trägern und von Landbasen aus blieb die B5N2 bis Kriegsende im Einsatz, zuletzt auch als Kamikaze-Flugzeug.

Die B5N2 wurden auch beim Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 verwendet, wo sie u.a. das Schlachtschiff Arizona durch Bomben und weitere Schiffe durch Torpedos versenkten. Die B5N2 hatte auch Anteil bei den Erfolgen der japanischen Trägerwaffe während der großen Seeschlachten im Pazifik im Jahr 1942. Insgesamt wurden 1149 Maschinen des Typs B5N aller Varianten gebaut.

Besatzung: 3
Länge: 10,30 m
Spannweite: 15,52 m
Startgewicht: 3800 kg
Antrieb: 1× Nakajima-Sakae-11-Sternmotor mit 1.000 PS (735 kW)
Höchstgeschwindigkeit: 378 km/h in 3600m Höhe
Reichweite: 1991 km
Bewaffnung: 1x 7,7-mm-Type-92-MG, ein 800-kg-Torpedo
oder diverse Bombenlasten bis zu 800 kg
(Quellen: de.wikipedia.org)

Der Stuka: Die Aichi D3A („Typ 99“, Codename: Val) war ein von Flugzeugträgern aus eingesetztes Sturzkampfflugzeug des japanischen Herstellers Aichi. Die Entwicklung der Aichi D3A begann Anfang des Jahres 1936 auf der Grundlage von Studien der deutschen Heinkel-Muster He 66, He 70 und He 77. Es war als einmotoriger Tiefdecker mit festem Fahrwerk ausgelegt und war Japans erstes Sturzkampfflugzeug in Ganzmetall-Bauweise sowie Eindecker-Ausführung. Die Aichi D3A erhielt daraufhin die Bezeichnung der Kaiserlich Japanischen Marine (vollständig wörtlich übersetzt) „99 Typ von Flugzeugträgern eingesetzter Bomber“. Der Erstflug fand noch im August 1936 statt. Diese erste Maschine wurde noch von einem Neunzylinder-Sternmotor vom Typ Nakajima-Hikari-1 mit einer Leistung von 710 PS (523 kW) angetrieben. Bis zum Jahre 1944 wurden 1.016 Stück gebaut.

In der Hand eines erfahrenen Piloten war dieses Flugzeug außerordentlich leistungsfähig und wendig. Es konnte nach dem Abwurf seiner Bombenlast durchaus einen Luftkampf mit einem Jagdflugzeug aufnehmen und bestehen. Das Muster war maßgeblich an den Angriffen auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 beteiligt und wurde den ganzen Krieg hindurch eingesetzt.

Besatzung: 2
Länge: 10,25 m
Spannweite: 14,37 m
Startgewicht: 4122 kg
Antrieb: 1× 14-Zylinder-Doppelsternmotor Mitsubishi Kinsei 54
mit 1.300 PS Leistung (970 kW)
Höchstgeschwindigkeit: 426 km/h in 5650 m Höhe
Reichweite: 1550 km
Bewaffnung: 2x 7,7-mm-MGs Typ 97 starr nach vorn
ein bewegliches 7,7-mm-MG Typ 99 im Beobachterstand
eine 250-kg-Bombe unter dem Rumpf
zwei 60-kg- Bomben unter den Tragflächen
(Quellen: de.wikipedia.org)

Der Bausatz

Der Bausatz enthält drei identische, aus transparentem Kunststoff gefertigte Spritzrahmen mit je vier Flugzeugen. Jeder Rahmen hat Teile für eine Zero, eine Val und zwei Kates. Die Rümpfe sind im Cockpitbereich zweigeteilt. Die Tragflächen, Propeller, Fahrwerke und Abwurfwaffen/Zusatztanks sind separat gegossen. Die Qualität und Oberfläche der Spritzlinge ist sehr gut. Allerdings sollte man beim Heraustrennen der filigranen Teile sehr vorsichtig vorgehen, da das transparente Material sehr spröde erscheint. Geätzte Propeller wären hier eine gute Alternative.

Die Abziehbilder

Die Abziehbilder sind sehr sauber und versatzfrei gedruckt. Der Bogen enthält die Abzeichen und Staffelkennungen für diverse Flugzeuge, die an dem Angriff auf Pearl Harbor beteiligt waren. Mit den Kennungen lassen sich Flugzeuge der Träger Akagi, Kaga, Soryu, Hiryu, Shokaku und Zuikaku bauen.

Die Anleitung

Die Bauanleitung ist aufgrund der geringen Teilezahl kurz, im Bezug auf die Kennungen und Farbangaben ausreichend und genau. Als Farbreferenzen werden Mr. Color und Hobby Color angegeben. Man kann aber auch die Abbildungen auf der Schachtel als Vorlage verwenden.

Fazit

Der Bausatz ist eine willkommene Bereicherung, um die ohnehin meist spärliche Zahl an Flugzeugen auf den diversen Trägern zu erweitern und deren Flugdeck zu beleben. Mit einem zusätzlichen Ätzteilebogen für die Propeller und das Fahrwerk wäre der Bausatz perfekt, daher bekommt der Bausatz von mir:

alt empfehlenswert


Holger Siegel

Wir danken Faller für das Bausatzmuster