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Dockschiff USS ARD-2 (1/700, Corsair Armada) von Eberhard Sinnwell Drucken
Montag, 24. Juni 2019 um 05:00

Das Original

Im Jahr 1933 setzte die US Navy das erste Dockschiff der ARD-1-Klasse ein. Es war in der Lage, teilweise unterzutauchen, um beschädigte Einheiten aufnehmen zu können und diese nach dem Aufschwimmen zu reparieren. Dieses Hilfsschiff war zwar nicht motorisiert und musste zum Einsatzort geschleppt werden, hatte aber eine Hebekapazität von 2200 t. Aus den guten Erfahrungen heraus wurde die ARD-2-Klasse entwickelt. Diese schwimmenden Trockendocks besaßen eine Hebekapazität von 4200 t. Damit konnten U-Boote der Gato-Klasse mit 1526 t oder Zerstörer der Benson-Klasse mit 1600 t angehoben werden.

Technische Daten
Länge:147,13 m
Breite: 21,64 m
Tiefgang: 1,5 m
Hebekapazität: 4200 t
Antrieb: keiner
Bewaffnung: zwei 20 mm Flugabwehrgeschütze an den Auslegern der Brücke
Besatzung: ca. 130 Mann

Das von mir gebaute Typenschiff dieser Klasse, die USS ARD-2:
Kiellegung: unbekannt
Werft: Pacific Bridge, Alameda CA
Auslieferung: April 1942 an die US Navy
Indienststellung: 9. April 1942
Außerdienststellung: 20. März 1946
Lieferung an Mexiko in Jahr 1963
ARD oder AFD = Auxiliary Repair Dock / Auxiliary Floating Docks

Das Modell

Modell: Schwimmdock ARD-2 Klasse
Hersteller: Corsair Armada / Productions
Maßstab: 1/700
Material: Resin
Art. Nr.: CAP-7003
Preis ca.: 58,-€

Das Resinmaterial ist relativ „luftig“ und leicht - es hat viele kleine Bläschen. Die Details, wie die Kräne, die Aufbauten und die Oberflächenstruktur sind qualitativ mittelmäßig. Zu erwähnen ist, dass dem Bausatz zwei verschiedene Bodenplatten beiliegen, die sich hauptsächlich in der Anzahl der Kielblöcke unterscheiden.

Da bei meinem Modell die Steuerbordseite des Rumpfes nach außen verzogen war, bin ich bei der Korrektur wie folgt vorgegangen: Auf einer 1 mm starken Evergreen-Plastikplatte habe ich den Dockboden mit Sekundenkleber festgeklebt. Dann fertigte ich zwei Holzstückchen an, die genau in den Innenraum passen. Daraufhin habe ich den Rumpf in relativ heißes Wasser gelegt, bis er leicht weich wurde. Nun wurde der Rumpf schnell abgetrocknet und mit Sekundenkleber auf die Evergreen-Platte geklebt, wobei ich die zwei Holzklötzchen in den Innenraum platzierte und von außen mit einer Modellbauschraubzwinge die Ausbeulung nach innen zusammendrückte. Nach dem Aushärten des Klebers habe ich von unten Löcher entlang der zwei Schenkel des Rumpfes gebohrt und kleine Messingstifte hinein gesteckt, um ein späteres Rückbiegen zu verhindern.

Nach dem Befestigen des Schleusentors wurde der Innenraum mit schwarzer Revell SM302 Farbe lackiert. Nach einer Schicht klarer Acrylfarbe folgte ein Washing mit rostroter Künstlerölfarbe, die mit Terpentin verdünnt wurde. Nach dem Trocknen, was bei Künstlerölfarbe immer einige Tage dauert, folgte ein Drybrushing mit hellgrauer Farbe, um die Struktur der Dockinnenwände sowie des Dockbodens hervorzuheben. Ein Stück weicher Schaumstoff, der passend zum Dockinnenraum zugeschnitten wurde, schützte vor weiterem Sprühnebel. Das Deck wurde mit Deck Blue B20 von WEM Color Coats lackiert und später abgeklebt. Der Rumpf, die Aufbauten sowie die beiden Kräne wurden in Haze Grey 5H von WEM Color Coats gehalten.

Bei den beiden Kranauslegern habe ich mich aus dem Set von Service Crane Set 1, NW70007 von Lion Roar Alliance Model Works bedient. Die Reling stammt aus der Restekiste. Das U-Boot der Balao-Klasse ist aus dem Sortiment von Hobby Boss und wurde "aus dem Kasten gebaut" gebaut und entsprechend der Bauanleitung bemalt.

Zubehör

  • Kranausleger Set von Dockyard Diorama Accessories
  • WWII USN Barges III von Lion Roar Barke
  • U-Boot der Balao-Klasse von Hobby Boss

Eberhard Sinnwell