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Passagierflugzeug Sikorsky S-43 Valkyrien (1/72, Special Hobby) von Jürgen Petersen Drucken
Freitag, 12. Juli 2019 um 05:00

Das Original

Das Amphibienflugzeug Sikorsky S-43 Baby Clipper wurde nach Anforderungen von Pan Am entworfen und flog 1935 zum ersten Mal. Sie sollte auf den Nebenstrecken dienen, deshalb entwickelte Sikorsky eine verkleinerte Variante der S-42 Clipper. Im Gegensatz zu dem Flugboot S-42 hatte die S-43 ein einziehbares Fahrwerk, konnte also sowohl von Wasser als auch von normalen Flugplätzen operieren. Die S-43 wurde an mehrere US-amerikanische Fluglinien sowie brasilianische und französische Fluglinien verkauft, dazu noch an die US Navy und das U.S. Army Air Corps. Eine Maschine ging 1936 an die norwegische Det Norske Luftfartselskap (DNL), die LN-DAG, und wurde Valkyrien getauft.

Diese Maschine sollte im Liniendienst zwischen Oslo und Reykjavik eingesetzt werden, während Pan Am eine Route zwischen New York und Reykjavik anbieten sollte. Diese Zusammenarbeit mit Pan Am kam nicht zustande, stattdessen flog Valkyrien von Oslo nach Kopenhagen bzw. Stockholm. Für diese Strecke war Valkyrien aber nicht optimal und wurde deshalb 1938 (oder 1939?) an die französische Fluglinie Aéromaritime verkauft, die diese bis 1946 in Westafrika einsetzte.

Die Sikorsky S-43 war 15,6 m lang, hatte eine Spannweite von 26,2 m und ein maximales Abfluggewicht von 8,6 t. Der Antrieb erfolgte über zwei Sternmotoren mit insgesamt 1500 PS, womit 170 kn (310 km/h) erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus zwei Mann, 15 Passagiere konnten transportiert werden.

Das Modell

Das Modell habe ich aus dem Bausatz JRS-1 "US Flying Boat" von Special Hobby gebaut. Dieser Bausatz enthält Abziehbilder für zwei US Navy-Exemplare und eine chinesische VIP-Maschine. Ich wollte jedoch eine zivil zugelassene Maschine nachbauen, da bot sich der norwegische Abziehbilderbogen von Lima November Decals an.

Ein Baubericht und eine Vorstellung des Bausatz findet sich im Modellboard.

Den Anleger hatte ich abermals verlängert. Die Verspannung der seitlichen Schwimmer habe ich, nachdem verschiedene Versuche scheiterten, Doppelseile darzustellen, aus einfachen Drähten gemacht.

Die Wasserfläche besteht aus einer geriffelten Folie von Faller, aus dem Modellbahnhandel-Bereich. Für das Flugboot habe ich nach Vermessen des Modells die Folie und das darunterliegende Fotokarton-Material entsprechend ausgeschnitten. Für die Pfosten des Anlegers habe ich einfach durch die Folie gebohrt.

Jürgen Petersen

(Text über Original von Lars)