Das Original

"Die USS Iowa (BB-61) war ein Schlachtschiff der United States Navy und Typschiff der Iowa-Klasse. Sie wurde 1943 in Dienst gestellt und fuhr noch im selben Jahr im Atlantischen Ozean Einsätze im Zweiten Weltkrieg. 1944 wechselte sie in den Pazifik und nahm am Pazifikkrieg teil, wo sie die Luftverteidigung für Flugzeugträger übernahm und später die japanischen Hauptinseln beschoss. Im Rahmen der Verkleinerung der US-Streitkräfte nach dem Ende des Krieges wurde sie 1949 erstmals außer Dienst gestellt, aber in Reserve gehalten.

Zwei Jahre später wurde die Iowa reaktiviert, um im Koreakrieg ihre 406-Millimeter-Munition gegen nordkoreanische Ziele abzufeuern. Nach der Waffenstillstandserklärung 1953 blieb das Schlachtschiff vier Jahre in Dienst und ging dann wiederum in Reserve. Dort verblieb die Iowa auch während des Vietnamkrieges. Erst 1982 begann eine Modernisierung, die Iowa wurde als Teil der Marine der 600 Schiffe auf Befehl von US-Präsident Ronald Reagan reaktiviert. 1989 explodierte im Turm #2 die Treibladung für das mittlere Geschütz, wobei 47 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Der Schaden wurde nicht mehr repariert, 1990 wurde das Schlachtschiff letztmals außer Dienst gestellt, aber noch in der Reserveflotte geführt. 2006 wurde sie endgültig aus dem Naval Vessel Register gestrichen. Damit stand die Iowa zwischen 1943 und 1990 insgesamt weniger als 19 Jahre in Dienst.

Im April 2012 übergab die Navy das Schiff offiziell dem Pacific Battleship Center, das die Iowa am 7. Juli 2012 im Hafen von Los Angeles als Museumsschiff öffnete" (siehe Fotogalerie).

Quelle: Wikipedia

Das Modell

Die Iowa-Klasse war schon immer ein Favorit von mir. Leider gab es die ganze Zeit nur zwei Bausätze von Tamiya im Maßstab 1/350. Dies änderte sich im letzten Jahr durch Very Fire. Diese brachten alle vier Schiffe auf den Markt. Da ich die Missouri schon aufwendig gebaut hatte, war klar, dass ich mir die drei anderen Schiffe gönne. Als die Modelle kamen und ich ein Blick in die Kartons warf, war ich freudig erstaunt, wie detailliert und sauber die Bausätze produziert sind. Nun kam die Frage nach Detailsatz auf. Hier stand für mich fest, dass ich nicht den Satz von Very Fire nehme, weil er zu viele Details ersetzte, wo es nicht nötig ist. Ich wurde im Netz fündig: dort gab es einen gemäßigten Satz mit fünf Platinen, gedrehten Rohren und Holzdeck von einem mir bis Dato unbekannten Hersteller. Dieser nennt sich CY und hat ein Haifischsymbol ähnlich wie Ship Yard. Der Nachteil des Satzes war, dass er für die Missouri gedacht ist. Egal, ich bestellte ihn trotzdem für knapp 50 Euro und siehe da, als er kam, konnte ich ihn auch für die drei anderen Schiffe verwenden. Außer der Radaranlage war alles brauchbar, auch das Holzdeck.

Nun stand dem Bau nichts mehr im Wege. Die Frage, welchen Rüstzustand ich darstellen wollte, war auch klar: Januar 1944. Hier gefiel mir das Tarnschema besonders gut. Ich hatte drei Versionen des Tarnschema zur Wahl: das verwischte, das gerade und letzteres, bei dem die Mitte komplett in 5N Navy Blue war. Ich entschied mich fürs mittlere. Der Bau ging absolut leicht von der Hand. Hier passte alles exakt zusammen, auch die Detaillierung und die Feinheiten waren absolut Oberklasse. Ich entschied mich auch die komplette Flak, sowohl die 4 cm als auch die 2 cm, direkt aus dem Bausatz zu nehmen, weil sie sehr fein und detailliert gemacht sind. Auch mit dem Detailsatz war ich überaus zufrieden. Was noch fehlte, wurde durch andere Zurüstsätze gemacht, wie z.B. Radar, Steigeisen oder die Munitionsringe in den Flakwannen. Der Bau ging recht zügig voran, was auch daran lag, dass ich in den letzten drei Monaten viel Freizeit. Zwei gravierende Fehler hatte der Bausatz aber schon, die ich ihm ankreiden muss: erstens der fehlende Durchgang auf Deck 3 hinter der Brücke und zweitens auf selbigen Deck fehlte das Holzdeck. Es wurde einfach weggelassen. Dies war auch bei dem Echtholzdeck der Fall. Hier musste ich selbst eines zuschneiden.

Fazit

Mein Fazit ist, dass die Bausätze von Very Fire die zurzeit besten sind, die man, was Passgenauigkeit, Detaillierung und Sauberkeit angeht, auf dem Markt findet. Man kann sehr viel aus dem Bausatz ohne einen großen Zubehörsatz rausholen und hat viel Bastelspaß.

Peter Petri-Schäfer