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Marinekampfflugzeug Hawker-Siddeley Buccaneer S2B in Duxford Drucken
Samstag, 18. April 2020 um 05:00

Marinekampfflugzeug Hawker-Siddeley Buccaneer S2B

Die Hawker-Siddeley Buccaneer wurde in den 1950ern von Blackburn für die Royal Navy entwickelt und nach der Übernahme dieser Firma von Hawker-Siddeley produziert. Die Buccaneer wurde entwickelt, um im Tiefflug feindliche Schiffe mit atomaren und konventionellen Bomben zu bekämpfen. Der Anlass waren die sowjetischen Leichten Kreuzer der Swerdlow-Klasse, die als besondere Bedrohung für den britischen Handel angesehen wurden. Statt neuer britischer Kreuzer setzte man auf Flugzeuge, die von den Flugzeugträgern aus im Tiefflug solche Kreuzer angreifen konnten. Die Bombenlast wurde in einem internen Bombenschacht mitgeführt. Von 1961-77 wurden insgesamt 211 Maschinen für die Royal Navy, Royal Air Force und die südafrikanische Luftwaffe gebaut. Die Buccaneer flog von 1962-78 bei der Royal Navy, die verbliebenen Maschinen wurden danach von der RAF übernommen.

Die ersten Buccaneer S.1 hatten ein zu schwaches Triebwerk und wurden deshalb durch die S.2-Version mit einem stärkeren Triebwerk mit einem geringeren Verbrauch ersetzt. Die für die RAF optimierte S.2-Version wurde S.2A genannt. Die S.2B-Variante konnten die Martel-Anti-Schiffs-Rakete einsetzen. Damit hatte die RAF eine verbesserte Fähigkeit, Schiffe zu bekämpfen. Die Marine erhielt ebenfalls Maschinen, die in der Lage waren Martel einzusetzen, die S.2D-Variante. Bei der Marine flogen Buccaneer von der Eagle, Ark Royal und Hermes. Nach der Außerdienststellung des letzten konventionellen Trägers, der Ark Royal, wurden die Buccaneer an die RAF übergeben, die sie bis 1994 verwendete und u.a. im Zweiten Golfkrieg einsetzte.

Die Buccaneer S.2B ist 19,3 m lang, 13,4 m Spannweite und ein maximales Abfluggewicht von 28 t. Der Antrieb erfolgte mit zwei Strahltriebwerken mit je 49 kN-Schub, womit 580 kn (1070 km/h) erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus zwei Mann. Die Bewaffnung konnte an vier Unterflügelstationen und dem Bombenschacht mitgeführt werden. Möglich waren Martel- und Sea Eagle-Antischiffs-Raketen, ungelenkte Raketen, Bomben und Sidewinder-Luft-Luft-Raketen.

Diese Maschine, die XV865, wurde 1968 an die Royal Navy geliefert und diente überwiegend auf der Ark Royal.  1978 wurde sie an die RAF übergeben, 1998 an das Imperial War Museum in Duxford. Dort habe ich die Maschine im Oktober 2019 fotografiert:

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Lars