Trägerdeck
Der Bausatz ist 2012 herausgekommen und stellt einen Ausschnitt des Trägerdecks eines modernen US-Trägers dar. Der Bausatz ist recht übersichtlich und besteht aus dem Deck selbst und zwei gleichen Gussrahmen, im wesentlichen aus dem Abweiser.
Die vertieften Verankerungsstellen zum Verzurren der Flugzeuge im Deck sind zunächst zu Lackieren. Hier wird Tamiya XF-19 verwendet.
Eine Decksöffung ist komplett zu verspachteln.
Als weitere Vorbereitung vor dem Lackieren des Decks sind die Verankerungen abzudecken. Dies erfolgt mit Malerabdeckband, das in der entsprechende Größe ausgestanzt wird.
Das Ergebnis ist dann
Nun erfolgt die Vorbehandlung der Decklucke und die Vertiefung für die Abweiser in Weiß. Das Katapult selbst wird in XF-56 und die Verschraubungen in XF-16 dargestellt.
Der Bereich um den Abweiser ist mit Gelb zu markieren.
Nun kann auch das Deck selbst in XF-24 behandelt werden. Der Aufbau des Abweisers ist einfach. Die Grundfarbe des Abweisers ist ebenfalls in XF-24. Da das Material durch den Düsenstrahl stark leidet, sind entsprechende Spuren anzubringen. Die Unterseite des Abweisers ist Weiß.
Auch das Deck sollte Gebrauchspuren und Ölflecken aufweisen.
Das Aufbringen der Decals beschränkt sich auf die Umrandung der Deckluke und eine Rot-Weiße-Begrenzung sowie Markierungen rund um den Abweiser. Leider ist die Klebekraft der Decals, vielleicht wegen des alten Bausatzes, nicht so optimal. Die Behandlung mit einem Schutzlack TS-13 Clear aus der Spraydose hat an den nicht geklebten Stellen das Decal beschädigt.
Gut wenn man die Decals vor dem Anbringen einscannt und einfach nachdrucken kann.
Die Rückseite des Abweisers ist meist sehr verschmutzt. Das wird beim Modell durch Wooden Deck Tan, und Schwarz sowie Engine Crime an den Gelenken erreicht. Hier kann man kaum zu wenig Verschmutzung aufbringen.
Schlepper
Das Deck braucht natürlich noch etwas leben. Das geht mit einem Fahrzeug, Figuren und natürlich einem Jet.
Das Fahrzeug ist ein Schlepper von Reskit.
Die Teile sind 3D Drucke, alle wohl verpackt und zusätzlich mit einem Gitterrahmen versehen.
Reskit verwendet sehr viele Supports (Stützen), das hilft wohl auch das mögliche Verformen zu vermeiden. Das Abtrennen verursacht auch einen erheblichen Aufwand. Eine gute Unterstützung bietet ein Ultraschallschneider. Da die Teile auch filigran sein können ist besondere Vorsicht angebracht.
Das Ergebnis des Abtrennens ist dann
Verwendete Farben für den Traktor waren Gelb, Schwarz und Rot.
Der Fahrer ist ein Pilot aus dem Set für die F-4J und natürlich in einem blauen Shirt.
Die Figuren auf dem Deck sind 3D Drucke aus Resin. Für den Druck benötigt man entsprechende Dateien. Hier wurde die Dateien von Cults3D verwendet.
Es gibt dort zwei Varianten, einmal
- stehende Figuren (US Flight Deck Crew Part.1)
- sitzende/knienend Figuren (US Flight Deck Crew Part.2)
Beim Sizing stehen die Maße der ausgewählten Figur. Die Z-Achse ist die Höhe. Bei den stehenden Figuren sind das etwa 24 mm, bei den sitzenden Figuren 17,6 mm. Natürlich kann man die Größen auch etwas variieren. Man druckt soviele Figuren wie notwendig, am besten ein paar mehr falls beim Abtrennen von den Stützen etwas schief geht. In den Bildern oben sieht man die automatisch generierten Stützen für das Drucken.
Auf den Bildern von Trägerdecks sind die Hosen der Mannschaft wild zwischen Oliv, Blau und Tarn gemischt. Das wurde auch bei den Figuren so gehalten. Die Shirts und Kopfbedeckung folgen strengen Regeln.
Weiß: Sanitätspersonal
Blau: Traktorfahrer und Verschieben/Arretieren von Flugzeugen
Grün: Katapultmannschaft
Gelb: Start- und Landungsoffiziere
Purpur: Betankung
Rot: Mannschaft für Munition/Waffen
Damit die Figuren stehen/sitzen bleiben, gibt es jeweils eine dünne klare Platte an den Füßen.
Jet
Beim Jet wurde eine F-4J Phantom II von Fine Molds verwendet und direkt aus dem Kasten gebaut gebaut. Die Passgenauigkeit ist sehr gut. Der Bausatz erlaubt drei verschiedene Varianten.
Leider gibt es die Raketen AIM-7 (Sparrow) und AIM 9 (Sidewinder) nur als separaten Upgrade.
Auch hier schaffen 3D-Drucke Abhilfe. Hier wurden
- 1-72-aim-7-e-f-m-sparrow-and-skyflash-missiles und
- 1-72-aim-9-d-e-g-h-j-l-m-sidewinder-missiles
verwendet.
Am besten man druckt das stehend, das verlängert zwar die Druckzeiten deutlich, aber man hat kaum Stützen zu entfernen. Von links nach rechts sind die Raketen liegend, leicht schräg, auf den Heckflossen und auf dem Kopf. Bei den liegenden Raketen ist die Druckzeit gering, da die mit der Höhe der Teile zunimmt. Aber der Aufwand zum Entfernen der Stützen ist hoch im Vergleich zur Druckzeit.
Die Sidewinder sind etwas einfacher, da die Flossen wesentlich kleiner sind. Von links nach rechts sind die Raketen liegend, auf den Heckflossen stehend und auf dem Kopf. Diese Variante hat die wenigsten Stützen.
Ein Flugzeug auf dem Katapult braucht auch Piloten in der geschlossenen Kanzel. Neue Bausätze haben diese nicht mehr und so war auch hier ein 3D-Druck nötig. Die Datei f4-phantom-ejection-seat-with-pilots-high-detail ist leider für 1/48 und muss entsprechend herunter skaliert werden. Das Set enthält auch Piloten ohne Sitz.
Das Ergebnis ist dann
Verwendete Farben für das Deck:
Tamiya XF-2 White
Tamiya XF-3 Yellow
Tamiya XF-19 Sky Grey
Tamiya XF-24 Dark Grey
Tamiya XF-56 Metallic Grey
Tamiya XF-78 Wooden Deck Tan
Tamiya TS-13 Clear Sprydose
Mig 1407 Engine Crime für Ölflecken
Verwendete Farben für den Traktor:
Revell 310 Lufthansa Gelb
Revell 09 Anthrazit für die Reifen
Tamiya X-18 Schwarz für die Oberteile am Fahrzeug
Mr Color 327 Rot für Teile der Abschleppstangen
Verwendete Farben für die Figuren z.B.
Xacrylix XA1213 Gelb für die gelben Shirts
Hobby Color 5 Blau für den Traktorfahrer
Verwendete Farben für den Jet:
Revell 09 Anthrazit für die Reifen
Lifecolor UA 025 Light Gull Grey für die Oberseiten
Tamiya XF-1 Schwarz für Antennen
Tamiya XF-2 White für die Unterseiten/Klappen
Tamiya X-11 Silber
Alcad 2 Burnt Iron
Verwendete Literatur:
Nimitz Class Aircraft Carriers on Deck
Norbert Windrich

































