Das Original

Der deutsche Mehrzweckhubschrauber Westland Sea King Mk 41 basiert auf der Sikorsky S-61 basiert und wurde von Westland Helicopters Ltd. in Lizenz gebaut. Die Entwicklung des Sea King begann Ende der 1950er Jahre als allwettertauglicher Mehrzweck-Hubschrauber für die U-Boot-Jagd, SAR-Einsätze (Search and Rescue – Suche und Rettung) und Transportaufgaben. Die Westland-Variante Mk 41 wurde speziell für die Bedürfnisse der Bundesmarine entwickelt, mit einem verlängerten Rumpf für größere Kabinenkapazität und spezieller Such- und Rettungsausrüstung. Insgesamt wurden 1757 Sea King aller Varianten hergestellt, davon 344 von Westland. Die Mk 41 selbst wurde in 23 Exemplaren für Deutschland gebaut und zwischen April 1973 und Oktober 1975 an die Bundesmarine ausgeliefert. Diese ersetzte ältere Typen wie die Sikorsky H-34G und das Flugboot Grumman HU-16 Albatross in der Seenotrettung und übernahm zusätzlich Transport-, Überwachungs- und Unterstützungsaufgaben im maritimen Bereich. Die Maschinen dienten beim Marinefliegergeschwader 5 (MFG 5) und waren bis August 2024 im Dienst.


Die Westland Sea King Mk 41 hat eine Gesamtlänge von 22,2 Metern und einen Hauptrotordurchmesser von etwa 18,9 Metern. Das maximale Startgewicht beträgt 9,3 t. Angetrieben wird sie von zwei Rolls-Royce Gnome H.1400-Turbinen, die zusammen eine Leistung von 3366 PS liefern. Mit dieser Antriebskonfiguration erreicht der Sea King eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 136 kn (252 km/h).


Die Besatzung bestand in der Regel aus drei bis vier Personen (zwei Piloten, ein Luftfahrzeug-Operationsoffizier und ein Bordmechaniker/Luftretter). Bewaffnet war der Hubschrauber in der SAR-Konfiguration mit einem einzigen schweren 12,7-mm-Maschinengewehr, das zur Selbstverteidigung oder zur Sicherung von Einsätzen dienen konnte. Weitere Ausstattung umfasste Rettungswinde, Radarsysteme und Infrarot-Sensorik für Such- und Rettungsaufgaben.


Die Westland Sea King Mk 41 mit der militärischen Kennung 89+63 gehört zu den 23 für die Deutsche Marine gebauten Exemplaren und wurde 1973 gefertigt (Seriennummer WA 767). Über ihre Einsatzjahre diente sie primär im Such- und Rettungsdienst über der Nord- und Ostsee sowie als Teil des SAR-Bereitschaftsverbands im Marinefliegergeschwader 5. Sie erhielt 2023 eine spezielle Bemalung zum 50-jährigen Jubiläum der Sea King bei der Bundesmarine bzw. Deutschen Marine (siehe Fotogalerie). Nach über fünf Jahrzehnten ununterbrochener Dienstzeit endete auch für dieses Exemplar mit der Außerdienststellung des Typs im August 2024 seine aktive Verwendung. Ein Teil der Maschinen soll (oder wurde schon) an die ukrainische Marine abgegeben, eine Maschine ist im Aeronauticum in Nordholz ausgestellt.

Das Modell

Das Modell ist der altbekannte und immer noch hervorragende Bausatz von Revell in 1/72 (siehe Bausatzbesprechung), wenngleich man schon die eine oder andere Altersmacke in Form von Fischhaut bemerkt. Ich habe jetzt inzwischen bestimmt schon acht Sea Kings von Revell gebaut. Der Sea King ist auch bisher der einzige Typ, von dem ich auch Sonderlackierungen mitgebaut habe - eigentlich bin ich immer ein Fan der Einsatzlackierung. Aber davon habe ich auch vier Stück inzwischen gebaut.


Die Sonderlackierung ist eine Reminiszenz an das "alte" Schema, angereichert um das klassische Silbergrau der ersten Luftfahrzeuge der Bundeswehr. 


Ich habe für den Aluminiumton Revells 99 verwendet, und nach dem Auftrag der Decals keinen abschließenden Mattlack mehr lackiert - das wäre mir zu stumpf geworden und hätte den Glanz gekillt.


Die Bildersession unter grauem Wetter und mit Schnee auf der Parkfläche passen hervorragend zum Leuchtorange und dem Einsatzfeld "SAR". 


Der Bausatz ist weiterhin zu empfehlen, auch wenn ich mich inzwischen frage, ob es nicht mein letzter deutscher Sea King geworden ist - die Tradition ist mit Außerdienststellung bzw. Abgabe an die Ukraine ja nun beendet...


Hajo Lippke 

(Text über Original von Lars)