
Der Eisbrecher ARA Almirante Irízar (Q-5) ist ein Versorgungsschiff der argentinischen Marine für den Einsatz in der Antarktis. Er wurde in den 1970er-Jahren bei der finnischen Werft Wärtsilä in Helsinki gebaut und steht damit in einer direkten technischen und industriellen Tradition nordeuropäischer Eisbrecherentwicklung. Sie ähnelt vom Design der kleineren für Finnland und Schweden gebauten Atle-Klasse. Die Hauptaufgaben der Almirante Irízar bestehen in der jährlichen Versorgung der argentinischen Antarktisstationen, im Transport von Personal und Material sowie in der Unterstützung wissenschaftlicher Expeditionen und Such- und Rettungsoperationen.
Die Almirante Irízar ist 121,3 m lang, 25,2 m breit und weist einen Tiefgang von 9,5 m auf. Die Verdrängung beträgt rund 14.800 t. Der Antrieb erfolgt diesel-elektrisch über zwei Wellen mit zwei Festpropellern; ursprünglich lieferten vier Wärtsilä-Pielstick-Dieselmotoren die Energie, später wurden diese durch modernere MAN-Dieselmotoren ersetzt. Die Maschinenleistung liegt in der ursprünglichen Konfiguration bei etwa 15.300 kW Generatorleistung beziehungsweise rund 20.800 PS für die Hauptantriebe. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 16,5 kn, im Eis bei einer Eisstärke von 1 m etwa 3 kn. Die Besatzungsstärke liegt je nach Ausrüstung und Einsatzprofil zwischen etwa 240 und über 300 Personen.
Der Bau der Almirante Irízar begann nach Auftragserteilung 1975; die Kiellegung erfolgte 1977, der Stapellauf 1978 und die Indienststellung Ende 1978, bevor das Schiff 1979 Argentinien erreichte. In ihrer Dienstzeit nahm sie an zahlreichen Antarktisversorgungsmissionen teil und wurde im Falklandkrieg 1982 auch als Transport- und Lazarettschiff eingesetzt. Eine einschneidende Zäsur stellte ein schwerer Brand im Jahr 2007 dar. Die anschließende Reparatur und umfassende Modernisierung dauerte fast ein Jahrzehnt, bevor die Einheit 2017 wieder in Dienst gestellt wurde. Seitdem ist sie erneut das Flaggschiff der argentinischen Antarktisoperationen und weiterhin regelmäßig in den jährlichen Versorgungsfahrten aktiv.
Im April 2026 war sie in Ushuaia, Argentinien zu sehen (auf einem Foto ist auch der argentinische Aviso ARA Puerto Argentino (A-21) zu sehen, der ursprünglich 1986 in Szczecin als Schlepper des Projekts V92/I mod. gebaut und 2015 von Argentinien gekauft wurde. Er dient als Patrouillenschiff sowie zur Versorgung der Forschungsstationen in der Antarktis, siehe auch diese Fotogalerie)








Eduardo Rubio (Fotos), Lars (Text)