Das Original

Mit Regierungsantritt 1888 von Kaiser Wilhelm II wurde sein Wunsch nach einer starken Marine mit dem Bau der vier Panzerschiffe (Linienschiffe/Schlachtschiffe) der Brandenburg-Klasse umgesetzt. Die Schiffe wurden vom Marine Chef-Konstrukteur Alfred Dietrich entworfen. Sie unterschieden sich von vergleichbaren Schiffen anderer Marinen durch die sechs 28 cm-Hauptgeschütze deutlich. Interessant ist auch dabei die erstmalige Anordnung entlang der Längsachse des Schiffes. Obwohl die Kurfürst Friedrich Wilhelm das Typschiff der Klasse war, wurde diese nach dem zweiten gebauten Schiff, der SMS Brandenburg genannt.

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Die Hermes war der erste Träger, der schon als solcher entworfen worden war. Sie beruhte auf Erfahrungen, die die Royal Navy mit zu Trägern umgebauten Schiffen, u.a. Argus, Furious, Vindictive und Eagle, gemacht hatte. Typisch für damalige Träger war die Bewaffnung und Panzerung der Hermes, die der von Leichten Kreuzern ähnelte. Sie wurde aber mit einem durchgehenden Flugdeck konstruiert und - nach Versuchen mit der Argus und Eagle - erhielt sie eine Insel an Steuerbord, d.h. entsprach der Auslegung von späteren Trägern.

Das Original

Um meine Trägerflotte zu ergänzen, hier nun die vielleicht nicht so bekannte, aber dennoch wichtige Hosho (鳳翔). Sie war der erste, aber auch der letzte Träger der Japaner, der im Dienst war. Die Hosho war überhaupt das erste als Träger entworfene und gebaute Schiff, das in Dienst gestellt wurde. Die HMS Hermes wurde zwar früher auf Stapel gelegt, wurde aber später in Dienst gestellt.

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Die Chitose wurde als Flugzeugmutterschiff ab 1934 in Kure gebaut. Der Stapellauf war am 29.11.1936. Als Mutterschiff konnte die Chitose 24 Wasserflugzeuge transportieren. Dabei nahm sie in mehren Operationen bei, wie zum Beispiel die Schlacht bei Midway oder den Philippinen. Im Januar 1943 wurde sie zusammen mit ihren Schwesterschiff, der Chiyoda, zu einen Leichten Träger in Sasebo umgebaut. Dieser war im November abgeschlossen und die Chitose wurde in Januar 1944 der 3. Trägerdivision zugeteilt.

 

31.05.1916 - 100 Jahre Skagerrakschlacht/Battle of Jutland

 

03:37 am 01. Juni 1916: vor 100 Jahrer musste Schlachtkreuzer SMS Von der Tann abdrehen, um einem Torpedo auszuweichen. Von der Tann war mit Derfflinger am Ende der deutschen Schlachtlinie als der britische Zerstörer Moresby angriff und sie knapp verfehlte (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Dies war der letzte Zusammenstoß zwischen den britischen Zerstörern in der Nachhut der britischen Flotte und der deutschen Schlachtflotte selbst. Scheer hatte sich entschlossen durch die britische Nachhut zu brechen, um bei Tagesanbruch bei Horns Riff zu stehen, um die Minenfelder zu passieren und eine erneute Schlacht bei Tageslicht zu vermeiden. Jellicoe dagegen dachte, dass Scheer eine westlichere Route nehmen würde und versuchte sich in eine Position zu bringen, um bei Tagesanbruch die Schlacht wieder aufzunehmen. Er stationierte seine Zerstörer hinter der Flotte, um die eigene Schlachtflotte vor deutschen Torpedoangriffen zu schützen. In der Nachtschlacht spielten die deutschen Zerstörer fast keine Rolle, während es zu zahlreichen Gefechten zwischen Kreuzern sowie zwischen der deutschen Schlachtflotte und britischen Zerstörern kam (siehe Karte hier und hier). Dabei wurden das alte Pre-Dreadnought-Schlachtschiff Pommern, der Leichte Kreuzer Rostock und der Geschützte Kreuzern Frauenlob durch Torpedos versenkt. Dazu ging der Leichte Kreuzer Elbing verloren, als er beim Ausweichen vor Torpedos von dem Schlachtschiff SMS Posen gerammt wurde. Auf britischer Seite gingen der Panzerkreuzer Black Prince, der Flottillenführer Tipperary sowie die Zerstörer Sparrowhawk, Fortune und Ardent während der Nachtgefechte verloren.

 

31.05.1916 - 100 Jahre Skagerrakschlacht/Battle of Jutland

 

20:13 am 31. Mai 1916: vor 100 Jahren befahl Scheer den Schlachtkreuzern, die britische Linie anzugreifen, um die dritte Gefechtswende der deutschen Schlachtflotte zu decken und so diese aus der erneuten Umklammerung durch die britische Flotte zu befreien. Dieser Angriff der Schlachtkreuzer, geführt von der SMS Derfflinger, wird auch als "Todesritt der Schlachtkreuzer" bezeichnet (siehe Jahrestage auf Modellmarine): Um 19:55 drehte die I. Aufklärungsgruppe steuerbord zum Feind hin (Karte). Während der Wende um 20:05 erhielt die Derfflinger Treffer (Karte). Da die Lützow außer Gefecht war, übernahm der Kapitän der Derfflinger, Hartog, das Kommando der I. AG bis Hipper ein anders Schiff betreten hatte. Die deutschen Schiffe befanden sich nun auf direkten Kurs ins Zentrum der britischen Grand Fleet (Karte). Als Vizeadmiral Scheer dies erkannte, befahl er den Schlachtkreuzern den Feind anzugreifen. Er berichtigte den Befehl eine Minute später nur die Spitze des gegnerischen Flotte anzugreifen. Dies kam aber zu spät und die Derfflinger kam unter schweren Beschuss und erhielt dabei 14 Treffer (Karte). Die Türme C und D wurden außer Gefecht gesetzt. Es wurden auch die Barbette von Turm A und die Brücke getroffen. Trotz der vielen Treffer bei diesen starken Beschuss entstanden ansonsten nur leichte Schäden. Allen vier beteiligten Schlachtkreuzern gelang es aber zu entkommen.

 

31.05.1916 - 100 Jahre Skagerrakschlacht/Battle of Jutland

 

16:48 am 31. Mai 1916: vor 100 Jahren eröffneten die deutschen Schlachtkreuzer das Feuer auf ihre britischen Gegenstücke (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Der Schlachtkreuzer Lützow war Flaggschiff von Franz Hipper, der die deutschen Aufklärungsverbände in der Schlacht von Skagerrak kommandierte. Sie griff mit den anderen deutschen Schlachtkreuzern zur Unterstützung der eigenen Leichten Kreuzer und Zerstörer ein, als diese die britische Vorhut gesichtet hatten. Die britischen Schlachtkreuzer unter David Beatty versuchten den Schiffen Hippers den Weg zu ihren Stützpunkten abzuschneiden, während Hipper Beattys Schiffe zum Kern der deutschen Schlachtflotte locken wollte. Entsprechend fuhren beide Verbände nach Süden, als die deutschen Schiffe das Feuer eröffneten, worauf kurz darauf die britischen Schiffe antworteten (siehe Karte hier).

Das Original

Der deutsche Panzerkreuzer (Große Kreuzer) SMS Scharnhorst und sein Schwesterschiff SMS Gneisenau wurden 1906 vom Stapel gelassen. Mit dem Auftauchen der neuartigen britischen Schlachtkreuzer waren aber beide veraltet und versahen die meiste Zeit ihres Dienstes in den Kolonien, wo ihr Heimathafen Tsingtao in China war. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges gingen die Schiffe mit mehreren Geschützten Kreuzern (Kleinen Kreuzern) in den Kreuzerkrieg in den Pazifik.

Das Original

Der Stapellauf war 1908 und die Blücher war der letzte klassische Große Kreuzer (Panzerkreuzer) der Hochseeflotte. Es war als Antwort auf die ersten britischen Schlachtkreuzer der Invincible-Klasse geplant. Da diese aber größere Geschütze als die gedachte 23,5 cm hatten, war die Blücher schon bei der Indienststellung mit ihren zwölf 21 cm-Geschützen veraltet.