Fregatte Thetis

Die dänische Thetis ist das Typschiff einer als Inspektionsschiffe (Inspektionsskib) klassifizierte Klasse von Fregatten, die die Schiffe der Hvidbjornen-Klasse ersetzte. Die Schiffe werden überwiegend als Patrouillenschiffe und Fischereischutzschiffe um Grönland und die Färöer-Inseln eingesetzt und sind auch entsprechend ausgelegt. Die Schiffe können 1 m dickes Eis brechen und haben einen Eisausguck. Die Bewaffnung besteht den Friedensaufgaben entsprechend nur aus einem 7,62 cm L/62 Compact-Geschütz, zwei 1,27 cm M/01 LvSa-MGs, vier Stinger Lv M/93-Flugabwehrraketenstartern, Wasserbomben und einem Westland Lynx Mk. 80/91-Bordhubschrauber. Dazu kommen noch zwei 3,7 cm-Salutkanonen.

Die Thetis-Klasse beruht allerdings auf einem modularen System, die Klasse selbst wird deshalb auch als Stanflex 2000 bezeichnet. Zwei Harpoon-Vierfachstarter und zwei Mk 48 Sechsfach-VLS-Starter können nachgerüstet werden (mit den Modulen, die auch u.a. auf den Patrouillenbooten der Flyvefisken-Klasse und den Unterstützungsschiffen der Absalon-Klasse verwendet werden).

Die Thetis ist 112,3 m lang, 14,4 m breit und verdrängt 3500 t. Der Antrieb erfolgt über drei Diesel mit 13.000 PS, womit 21,5 kn erreicht werden. Die Besatzung setzt sich aus 60-90 Personen zusammen (je nach Aufgabe).

Thetis wurde von 1988-91 auf der Svendborg Skibsværft gebaut. 1993-2001 wurde sie im Rahmen des KANUMAS-Projekts zur geologischen Untersuchungen des Westküste Grönlands eingesetzt. Hierfür wurde sie umgebaut: sie unterscheidet sich von ihren Schwesterschiffen durch ein Spiegelheck, was zum Ausbringen von Sensoren für geologische Untersuchungen ausgelegt ist (die Schwesterschiffe können ein Schleppsonar ausbringen).Thetis diente auch öfters als Flaggschiff, z.B. des NATO-Minensuchverbands SNMCMG1 (siehe hier).

Die Thetis habe ich auf der Kieler Woche am 16. Juni 2012 fotografiert [plus ein paar Fotos vom 22. Juni 2014]:

Quellen:

Lars