Titelseite

Titel: Navires & Histoire 155 Juin/Juillet 2026
Autor: Jean-Luc Fouquet (Chefredakteur)
Verlag: Lela Press
Erscheinungsjahr: 2026
ISSN: 1280-4290
Umfang: 96 Seiten mit vielen Schwarz-Weiß- und Farbfotos
Preis: 13 € (beim Verlag), 14,6 € (bei NNT Modell + Buch)

Inhalt

In dieser Ausgabe finden sich u.a. Artikel über den Krimkrieg, das Schlachtschiff Mikasa, über die Passagierschiffe Queen Mary und Normandie sowie über italienische U-Boote bzw. den Kampf der US Navy gegen Kamikaze im Zweiten Weltkkrieg.

Vorne im Heft finden sich wieder Leserbriefe. Darauf folgen kurze Artikel über Ereignisse der letzten Monate, u.a. die Entdeckung des Wracks des U-Boots Tonnant und den US-iranischen Krieg. Es sind auch wieder Buch- und Bausatzbesprechungen enthalten. Auch ein Artikel über einen Film, in diesem Fall Gift Horse über den britischen Angriff auf Saint-Nazaire 1942, findet sich auch in dieser Ausgabe. Der Artikel über bekannte Schiffe und deren Wracks behandelt dieses Mal das französische Schlachtschiff Bouvet, das 1915 in den Dardanellen versenkt wurde.

Folgende längere Artikel finden sich in dieser Ausgabe:

  • Les sous-marins italiens. 7e partie von René Alloin: Fortsetzung über die Lebensläufe italienischer U-Boote aus dem Zweiten Weltkrieg (siehe auch Ausgaben 148, 149, 151, 152, 153 und 154). In diesem Teil geht es um Sciré (berühmt durch die Angriffe mit bemannten Torpedos, z.B. auf die Schlachtschiffe HMS Queen Elizabeth und HMS Valiant), Tembien, Durbo, Lafolè und Beilul der Adua-Klasse. Der Lebenslauf von jedem der U-Boote wird behandelt. Die Vorkriegszeit jeweils kurz, die Geschichte während des Kriegs dann meist sehr ausführlich. Die Fotos zeigen die U-Boote sowie die Schiffe, die sie angriffen bzw. von denen sie angegriffen wurden. 
  • Le pré-dreadnought IJN Mikasa von Philippe Caresse über das japanische Schlachtschiff Mikasa. Der Artikel beschreibt die Entwicklung, die technischen Eigenschaften und den Lebenslauf des berühmten Schiffs. Dabei wird natürlich besonders auf den Russisch-Japanischen Krieg inklusive der Schlacht im Gelben Meer und von Tsushima eingegangen. Aber auch die Geschichte während des Ersten Weltkriegs und des Russischen Bürgerkriegs sowie ihr Schicksal nach dem Washingtoner Flottenvertrag als historisches Dokument - das nach dem Zweiten Weltkrieg erneut bedroht war. Um das Schiff zu retten, wurde ein Tanzsaal und ein Aquarium eingebaut bis es ab 1958 wieder restauriert wurde. Der Artikel schließt mit einem Besuch des heutigen Schiffs ab. Viele Fotos zeigen das Schiff in verschiedenen Bauzuständen (siehe Beispielseite unten). Dazu gibt es eine einfache Skizze des Schiffs im Zustand von 1902 und einen Schnitt durch einen Geschützturm mit seiner Barbette. 

Beispielseite

  • Combattre les kamikzes, partie II von Hubert Groult: Fortsetzung eines zweitteiligen Artikels über die Methoden der US Navy, sich gegen Kamikazeangriffe zu wehren. Der erste Teil findet sich in Ausgabe 154. In diesem Teil geht es u.a. um die Angriffe bei Iwo Jima und Okinawa. Einige der Angriffe, wie z.B. auf den Geleitträger USS Bismarck Sea und den Zerstörer USS Laffey werden genauer beschrieben. Der Artikel zieht auch Bilanz, auch in Bezug auf die Opfer. Die Fotos zeigen die beteiligten Schiffe, teilweise in Brand oder mit schweren Schäden.
  • Normandie, Queen Mary et le Ruban bleu von Alain Spohr beschreibt den Bau der Passagierschiffe Normandie und Queen Mary, um das Blaue Band zu holen und die sehr verschiedenen technischen Ansätze der beiden Schiffe. Viele Fotos zeigen die beiden Schiffe. Es gibt von beiden auch farbige Aufschnitte. 
  • La Guerre de Crimée (1854-1856). Les opérations navales dans le Pacifique von Rémy Scherer über die Einsätze der britischen und französischen Marine im Krimkrieg im Pazifik gegen die russische Marine. Dieser Teil des Krimkriegs ist wahrscheinlich am wenigsten bekannt, weshalb die Beschreibung der eingesetzten Schiffe und ihre Einsätze sehr willkommen ist. Zahlreiche zeitgenössische Abbildungen zeigen die Schiffe (siehe Beispielseite unten).

Beispielseite

Fazit

Diese Ausgabe ist meines Erachtens sehr gelungen, insbesondere die Artikel über Mikasa, die Kamikazeangriffe, Normandie/Queen Mary und den Krimkrieg. Insgesamt ist sie

alt sehr empfehlenswert


Lars