Das Original
U 24 ist ein diesel-elektrisches Unterseeboot der Klasse 206A der Bundesmarine, das für den Einsatz in der Ostsee und in küstennahen Gewässern konzipiert war. Die Klasse 206 entstand als Weiterentwicklung der Klasse 205 für flache, enge Seegebiete mit hoher Manövrierfähigkeit und geringer magnetischer Signatur. Insgesamt wurden 18 Boote der Klasse 206 von 1969-75 gebaut.
Zwischen 1987 und 1992 wurden zwölf dieser Einheiten umfassend modernisiert und zur Klasse 206A umgebaut. Dabei erhielten die Boote unter anderem neue Führungs- und Waffeneinsatzsysteme, verbesserte Sonaranlagen, modernisierte Navigations- und Kommunikationsmittel sowie Anpassungen zur Nutzung modernerer Torpedotypen. Die Hauptaufgaben der Klasse 206A lagen in der Seeüberwachung, U-Jagd, Sicherung von Seewegen, Aufklärung sowie der Bekämpfung von Überwasserzielen.
Im Bauzustand als Klasse 206A hatte U 24 eine Länge von 48,6 m und eine Breite von 4,6 m bei einem Tiefgang von 4,5 m. Die Verdrängung betrug 450 t über Wasser und 498 t getaucht. Der Antrieb bestand aus zwei MTU-Dieselmotoren für die Überwasserfahrt sowie einem Siemens-Elektromotor für den Unterwasserbetrieb. Die Maschinenleistung lag bei 1.200 PS (Diesel) und 1.600 PS (Elektromotor). Die Höchstgeschwindigkeit betrug 10 kn über Wasser und 17 kn getaucht. Die Besatzung bestand aus 22 Personen.
Zur Bewaffnung verfügte das Boot über acht Bugtorpedorohre im Kaliber 533 mm mit acht Torpedos, nach der Modernisierung vor allem vom Typ DM 2A3 „Seehecht“, ein drahtgelenkter Torpedo. Alternativ konnte U 24 bis zu 24 Seeminen mitführen und über außen am Rumpf angebrachte Minenträger ausbringen.
U 24 wurde am 20. März 1972 bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel auf Kiel gelegt, lief am 26. Juni 1973 vom Stapel und wurde am 16. Oktober 1974 in Dienst gestellt. Das Boot war während seiner Dienstzeit überwiegend beim 3. Ubootgeschwader mit Heimathafen Eckernförde eingesetzt und nahm regelmäßig an NATO-Übungen sowie Ausbildungs- und Einsatzfahrten teil. 1991 wurde es auf den Stand der Klasse 206A modernisiert. 2001 gelang es ihm bei der NATO-Übung JTFEX 01-2 ein simulierte Torpedierung des Flugzeugträgers USS Enterprise. Im Zuge der Reduzierung der deutschen U-Bootflotte nach dem Kalten Krieg wurde U 24 am 31. März 2011 außer Dienst gestellt. Im Jahr 2015 erfolgte der Verkauf an die kolumbianische Marine, wo das Boot nach Überholung als ARC Indomable weiterverwendet wird.
Das Modell
Das Modell des U 24 wurde aus dem Bausatz der Klasse 206A von Revell (Dreierset mit Wilhelm Bauer und Klasse 212A) als Messemodell für Revell gebaut.
Olaf Krabbenhöft
(Text über Original von Lars)





