Das Original
Im Sommer 1941, ein halbes Jahr nach der Luftschlacht um England, trafen sich der amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill in der Placentia Bay nahe dem Flottenstützpunkt Argentia auf Neufundland. Die beiden Staatsoberhäupter wollten im Wesentlichen erörtern, welche Ziele in diesem Krieg erreicht werden sollten und wie Amerika dem arg bedrängten Großbritannien zur Seite stehen könnte. Für Churchill eine schwierige Position, waren die USA doch noch nicht in den Krieg eingetreten – erst vier Monate später nach dem Angriff auf Pearl Harbor traten die USA am 11. Dezember 1941 in den Krieg auch gegen Deutschland ein.
Die Vorbereitungen für die Operation Riviera begannen schon Anfang August 1941. Die Prince of Wales wurde für die Aufnahme von Churchill und seinem recht umfangreichen Stab gründlich aufgeklart und Kabinen hergerichtet. Am 4. August kam Churchill mit seiner Entourage an Bord, kurz nach Mittag fuhr die Prince of Wales, jetzt noch in Begleitung der Zerstörer Oribi, Havelock, Harvester und Hesperus von Scapa Flow ab. Oribi wurde noch am Abend nach Scapa Flow zurück gesandt. Die drei anderen Zerstörer begleiteten Prince of Wales bis Island. Ich hatte gelesen, dass diese drei Schiffe bei dem Wetter nicht mit der hohen Fahrt der Prince of Wales mithalten konnten und deshalb ausgetauscht wurden.
Am 6.August traf die Prince of Wales auf ihre Eskorte für den Rest der Strecke nach Neufundland. Ripley wurde angewiesen etwa 12 Kabellängen voraus der Prince of Wales Position zu beziehen, die beiden unter kanadischer Flagge fahrenden Schiffe, HMCS Assiniboine und HMCS Restigouche, sollten sechs Kabellängen achtern der Prince of Wales fahren (rund 2,3 und 1,2 km). Im Diorama sind diese Distanzen erheblich verkürzt dargestellt – das Diorama wäre sonst etwa drei Meter lang – die Positionen der Schiffe aber richtig. Am 9. August gegen 8:30 lief der britische Verband in der Placentia Bay ein.
Die Rückreise begann am 13. August, Ripley und Assiniboine begleiteten die Prince of Wales noch bis Reykjavik, dann wurden auch sie abgelöst.
Die ganze Geschichte der Prince of Wales, auch die Operation Riviera, wird minutiös auf Naval History Homepage erzählt. Viele interessante Details über die technischen und taktischen Aspekte hinaus werden hier erläutert.
Das Diorama
Es gibt viele Möglichkeiten Wasser halbwegs ordentlich darzustellen und es gibt wahre Meister in diesem Fach. Ich habe mich auf das von mir sogenannte „Holzwasser“ eingeschossen und werde wohl auch meist dabei bleiben. Solange ich noch genug Balsabalken im Schuppen habe…
Wichtig war es gut zu überlegen wie hoch die Wellenstrukturen sein können. Denn im Maßstab 1/1200 ist der Millimeter schon 1,20 m hoch, fünf Millimeter geben über fünf Meter hohe Wellen… Also aufgepasst, dass die Topographie der Meeresoberfläche nicht allzu turbulent wird. Bevor jedoch die Wellen geformt werden, habe ich die Positionen der Schiffe festgelegt, markiert und großzügig ausgeschnitten. Vorsichtig also mit scharfer Klinge zuerst die „atlantische Dünung“ und ein paar größere Wellen eingeschnitzt, die kleineren dann mit verschiedenen Kugelfräsern mit 5000 Touren eingeschliffen und zum Schluss ganz feine Ribbelwellen mit zerlegten Taschentuch und wasserverdünntem Holzleim aufgebracht.
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