Frank Brüninghaus
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Das Original
Es ist schön, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Ebenso schön, interessant und bisweilen lustig ist es wenn fantasievolle Menschen alte Berichte oder Anekdoten wissentlich oder unwissentlich umdeuten und nur einzelne Wörter zu einer Tradition werden lassen. So ist es möglicherweise mit dem Namen Enterprise für eine ganze Menge Schiffe geschehen. Tatsächlich ist der Name Enterprise, oder Enterprize, auch Entreprise, bis ins 17. Jahrhundert zurück zu verfolgen. Der Begriff „enterprise“ ist seit dem frühen 15. Jahrhundert im englischen Sprachgebrauch und kam über das Französische ursprünglich aus dem Lateinischen. Er bedeutet schlicht „Unternehmen“, „Vorhaben“ aber auch „Wagnis“. Eine Fehlinterpretation scheint jedoch zu sein, das bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts, genauer in 1587, bereits eine Enterprize an Francis Drakes legendärem „Cadiz Raid“# teilgenommen hat. In dem einen oder anderen Bericht darüber ist von einem „...enterprize under command of Sire Francis Drake...“ die Rede. Man mag daraus einen Schiffsnamen machen, sehr viel wahrscheinlicher ist jedoch, das lediglich von einem „...Unternehmen unter dem Kommando von Sir Drake“ die Rede ist. Das sehr schöne Intro der Star Trek Serie Enterprise mit Captain J. Archer nimmt diesen Satz auf und zeigt eine kleine Galeone mit dem Namen HMS Enterprize, gefolgt von Bildern des bekannten Flugzeugträgers und dem Space Shuttle Enterprise.
Weiterlesen: Englische Galeone Enterprize of Whitby (ca. 1/350, Umbau Airfix) von Frank Brüninghaus
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Das Original
In 1918 als USS Shubrick bei der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Squantum, Massachusetts vom Stapel gelaufen unterscheidet sich der britische Zerstörer HMS Ripley in Vielem von den beiden anderen Zerstörern Assiniboine und Restigouche, die 1941 Prince of Wales geleiteten. Als ehemals amerikanisches Schiff ist schon seine Bauweise als „flush decker“ (Glattdecker) mit ziemlichem Fall nach achtern auffällig. Ein weiteres auffälliges Merkmal sind die Schornsteine des Schiffes, Ripley war der einzige „four stacker“ (Vierschornsteiner) bei dem Törn mit der Prince of Wales über den Atlantik. Bei der Royal Navy war die Ripley der Belmont-Klasse (Town-Klassen, Typ A) zugeordnet, wie andere Zerstörer der Clemson-Klasse in britischen Diensten.
Weiterlesen: Britischer Zerstörer HMS Ripley (1/1200, Eigenbau) von Frank Brüninghaus
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Das Original
Ursprünglich wurde der kanadische Zerstörer HMCS Restigouche als HMS Comet für die Royal Navy 1930 auf Kiel gelegt gingen die ersten Einsätze des Zerstörers, noch als HMS Comet, 1935 ins Mittelmeer. Von hier aus wurde sie ins Rote Meer und später in den Indischen Ozean verlegt. Wie die Assiniboine tat die Comet während des Spanischen Bürgerkriegs Dienst in der Biscaya. Ab dem Dezember 1936 fuhr die Comet als Begleitschutz für den Flugzeugträger HMS Glorious, wiederum im Mittelmeer.
Weiterlesen: Kanadischer Zerstörer HMCS Restigouche (1/1200, Eigenbau) von Frank Brüninghaus
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Der kanadische Flottillenführer HMCS Assiniboine wurde 1932 als HMS Kempenfelt als Führerschiff für die Zerstörer der C-Klasse fertiggestellt. Erste Einsätze führten die Kempenfelt ins Mittelmeer, es folgten Fahrten nach Westindien, Skandinavien und ins Rote Meer. Während des Spanischen Bürgerkriegs evakuierte die Kempenfelt britische Bürger aus spanischen Häfen.
Weiterlesen: Kanadischer Flottillenführer HMCS Assiniboine (1/1200, Eigenbau) von Frank Brüninghaus
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Prolog
Welcher Teufel reitet einen wenn jemand auf die Idee kommt, klitzekleine Schiffchen aus dem Baukasten zu basteln und später noch kleinere aus Plastikprofilen zu schnitzen?
Weiterlesen: Britisches Schlachtschiff HMS Prince of Wales (1/1200, Revell) von Frank Brüninghaus
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Die Vorrede
"Je berühmter ein Schiff ist desto weniger wissen wir darüber. Je weniger wir über ein Schiff wissen, desto mehr Modelle bauen wir von ihm. Das mag eine Übertreibung sein, allerdings keine besonders große. Columbus drei Schiffe Santa Maria, Pinta y Nina, Drakes Pelican, die spätere Golden Hinde, die Susan Constant, die Mayflower oder die Hudson Bay Company Nonsuch, eine noch zu verlängernde Liste… Ganz sicher gibt es von keinem dieser Schiffe eine verlässliche Darstellung geschweige denn zeitgenössische Pläne. Manchmal ist bestenfalls die (geschätzte) Ladekapazität bekannt, die Anzahl seiner Masten oder Segel" (Zitat Donald McNarry). Bei einem ist nicht einmal der Name gesichert. Dem Modellbauer ist insofern freie Hand gegeben – solange er sich in zeitgenössisch-historischen Parametern bewegt. Eine Diskussion über die korrekte Darstellung eines alten Schiffes aus einem Plastikbausatz im Modell ist also weitgehend obsolet.
Weiterlesen: Englische Galeone Pelican (1/87, Heller) von Frank Brüninghaus
Mayflower II trifft HMS Diamond auf hoher See (1/350, Eigenbau) von Frank Brüninghaus und Klaus Rick
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Das ganze Projekt begann eigentlich mit einigen Besprechungsmustern von Swordfish, gedruckte Mehrfachtorpedowerfer, verschiedene Verkehrsboote etc im Maßstab 1/350. Nach der Sichtung und Besprechung hatte ich die Teile „auf Halde“ liegen und wusste nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Irgendwann erlangt man allerdings die Weisheit, dass das Sammeln von Bausätzen und deren Zubehör blanker Unsinn ist wenn man nichts damit anfängt. Anscheinend schlummerte die Idee schon länger im Hinterkopf, denn wie ein Kastenteufel hüpfte sie aus irgendeiner Versenkung: Bei der Recherche nach einem anderen Mayflower-Projekt stieß ich auf das Video von British Pathe, Meeting Of HMS Ark Royal And Mayflower II At Sea von 1957, dem Jahr der Reise der Mayflower II von Plymouth, England zur Plimoth Plantation in Massachusetts. Das geht in 1/350… Dachte ich so einfach.
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Vor vielen Jahren von einem Kollegen gekauft, lag der Bausatz der La Couronne lange bei ihm im Keller herum. Jetzt bot sich die Gelegenheit das Schiffchen als Pandemie-Gedenkbau vom Stapel zu lassen. Couronne bedeutet das Gleiche wie Corona, erst später fand ich heraus, das es vom selben Bausatzhersteller auch ein Modell mit dem Namen Corona gibt, als kleine spanische Galeone.
Weiterlesen: Galeone La Couronne (1/160, Heller) von Frank Brüninghaus
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Wie andernorts schon festgestellt: Schoner sind schöner… Darum ein weiteres mal die intensive Beschäftigung mit diesem sehr gelungenen Bausatz der Yacht America von Revell. Das dieses Schiff schon aus dem Kasten sehr schön gebaut werden kann und einen vorzüglichen Zimmerschmuck abgibt, haben viele Leute hier und andernorts bereits bewiesen.
Weiterlesen: Yacht America (1/65, Revell) von Frank Brüninghaus
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03.08.1492 - 530 Jahre Kolumbus Expedition nach Amerika
Heute vor 530 Jahren, am 3. August 1492: drei kleine Schiffe verlassen den Hafen von Palos um einen westlichen und kürzeren Seeweg nach China zu finden (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Ihre Besatzung war ein ziemlich zusammengewürfelter Haufen, meist jedoch professionelle Seeleute, vielleicht der eine oder andere Sträfling der sich auf der Reise besseres erhoffte als ein Leben im Knast, die Schiffseigner der kleineren Schiffe Pinta und Nina, Martin und Vincente Pinzon, waren dabei und schließlich Christobal Colon, oder Cristoforo Colombo, oder Christoph Kolumbus, oder wie immer er auch genannt wurde. Der Mann, der vehement die Kugelgestalt der Erde vertrat und dem klar war, das er auf dem Weg nach Westen ebenfalls nach China oder zu den Gewürzinseln kommen würde – wenn nichts anderes im Weg läge… Aber, wie sagt man bei uns: Irren ist menschlich, sprach der Igel und stieg vom Kaktus...
Weiterlesen: Entdeckungsschiff Santa Maria (1/220, Imai) von Frank Brüninghaus









