Aktive Schiffe
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San Diego ist der zweitgrößte Stützpunkt der US Navy und der größte im Pazifik. Von Flugzeugträgern bis zu Landungsschiffen sind zahlreiche Schiffe hier stationiert. Bei einer Hafenrundfahrt sah ich neben Lenkwaffenkreuzern der Ticonderoga-Klasse, Lenkwaffenzerstörern der Arleigh Burke- und Zumwalt-Klasse, Fregatten (LCS) der Freedom- und Independence-Klasse und dem Hochseepatrouillenschiff USCGC Stratton folgende Schiffe:
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Die Lenkwaffenkreuzer der Ticonderoga-Klasse wurden als billigere Möglichkeit entworfen, Flugabwehrschiffe mit dem AEGIS-System zu bauen. Der Versuch der US Navy atom-getriebene Kreuzer mit AEGIS zu erhalten, war nach dem Streichen der CGN-42-Klasse gescheitert. Man fand eine billigere Lösung auf der Basis des konventionell-getriebenen Rumpfs der U-Jagd-Schiffe der Spruance-Klasse.
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Das Hochseepatrouillenschiff USCGC Stratton (WMSL-752) gehört zur Legend-Klasse der US Coast Guard, die auch National Security Cutter (NSC) genannt werden. Die Klasse ersetzt die Hamilton-Klasse. Ihre Hauptaufgabe ist die Durchsetzung von Hoheitsaufgaben, also die Überwachung der Hoheitsgewässer. Um Schiffe zu inspizieren, können achtern unter dem Hubschrauberdeck Boote ausgesetzt werden oder die entsprechenden Teams nutzen den Bordhubschrauber. Alternativ können die Schiffe auch für Kampfaufgaben eingesetzt, wofür sie mit entsprechenden Sensoren und einer leichten Bewaffnung ausgerüstet sind. Platz für die Nachrüstung weiterer Systeme ist auf diesen Schiffen in der Größe von Fregatten vorhanden.
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Die Freedom- und die Independence-Klasse sind die beiden ersten Klassen der US Navy, die als Littoral Combat Ships (LCS) klassifiziert sind. Beide Klassen wurden entworfen, um in küstennahen Gewässern U-Boote und Boote zu bekämpfen bzw. Minen zu räumen. Die entsprechende Ausrüstung besteht aus Modulen, die im Hafen ausgetauscht werden müssen, um eine der Aufgaben wahrnehmen zu können. Ein besonderes Merkmal ist die geforderte hohe Geschwindigkeit. Die LCS sollen die Fregatten der Oliver Hazard Perry-Klasse, die Minenjagdboote der Avenger-Klasse und die Patrouillenboote der Cyclone-Klasse ersetzen.
Weiterlesen: Fregatten (LCS) der Freedom- und der Independence-Klasse in San Diego
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Die Lenkwaffenzerstörer der Arleigh Burke-Klasse bilden heute das Rückgrat der Überwasserkampfschiffe der US Navy. Die Klasse war in den 1980ern entworfen worden, um das damals neue AEGIS-System billiger als mit den Lenkwaffenkreuzern der Ticonderoga-Klasse auf See bringen zu können. Bei der Klasse wurden erstmals alle Merkmale moderner Lenkwaffenschiffe vereinigt: Die Bewaffnung ist überwiegend in Senkrechtstartern untergebracht. Es werden phasengesteuerte (phased array) Radarantennen eingesetzt, die fest angebracht sind und so gleichzeitig das gesamte Umfeld des Schiffs scannen können (wozu eine drehende Antenne nicht in der Lage ist). Eine breitere Rumpfform mit starkem Spantenausfall, die eine erhöhte Seetüchtigkeit und bessere Manövrierfähigkeit vermittelt, sowie eine auf eine reduzierte Radarsignatur optimierte Form des Rumpfs, der Aufbauten und anderer Bestandteile des Schiffs, was primär durch Schrägstellen aller Wände, der Masten etc. erreicht wird.
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Der Lenkwaffenzerstörer USS Zumwalt (DDG-100) ist das Typschiff seiner Klasse, die auf das DD-21-Konzept (Destroyer for the 21st century, Zerstörer für das 21. Jahrhundert) zurück geht. Das DD-21-Konzept sollte die nächste Generation von amerikanischen Zerstörern nach der Arleigh Burke-Klasse stellen. Ein Schwerpunkt lag auf der Fähigkeit Landziele zu bombardieren, wofür ein neues Geschütz sowie zahlreiche VLS-Starter für Marschflugkörper dienen sollten. Der Entwurf erwies sich als zu teuer. Als billigere Version wurde DD(X) entwickelt, eben die Zumwalt-Klasse.
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Portugiesische Fregatte NRP Álvares Cabral (F331) ist eines von drei Schiffen der Vasco da Gama-Klasse. Diese Klasse ist eine Variante des MEKO 200-Typs. Von diesem Typ wurden 1985-2006 insgesamt 25 Fregatten gebaut: acht Schiffe für die türkische Marine (MEKO 200TN, Yavuz- und Barbaros-Klasse), drei für die portugiesische Marine (MEKO 200PN), vier für die griechische Marine (MEKO 200HN, Hydra-Klasse) sowie acht für die australische und zwei für die neuseeländische Marine (Anzac-Klasse). Der MEKO 200-Typ wurde nach den größeren MEKO 360-Typ (ein Schiffe für Nigeria, vier für Argentinien) und den kleineren Korvetten des MEKO 140-Typs (sechs für Argentinien) als Mehrzweckfregatte entwickelt. Dadurch, dass Waffen und Sensoren in standardisierten Containern eingebaut werden, konnten einfach Systeme verschiedener Herkunft eingebaut werden. Das war bei den Kunden offensichtlich sehr beliebt, so dass der Typ zu einem großen Exporterfolg wurde. Der Typ MEKO 200 wurde durch den Typ MEKO A-200 ersetzt, von dem bisher vier Fregatten für Südafrika (A-200SAN, Valour-Klasse) und zwei für Algerien (A-200 AN, El Radii-Klasse) gebaut wurden.
Weiterlesen: Portugiesische Fregatte NRP Álvares Cabral in Kopenhagen
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Die Primauguet (D644) ist eine von sieben 1974-90 gebauten U-Jagd-Fregatten der Georges Leygues-Klasse (F70). Diese Klasse wurde ursprünglich als Korvette C70 entworfen und es sollten 24 Schiffe gebaut werden, um die escorteur rapide, d.h. die Fregatten der Le Corse- (E50) und Le Normand-Klasse (E52), und die escorteur d'escadre, d.h. die Zerstörer der Surcouf- (T47), Duperré- (T53) und La Galissonnière-Klasse (T56), zu ersetzen. 18 sollten als U-Jagd-Schiffe gebaut werden, sechs als Flugabwehrschiffe. Letztlich wurden auf der Basis eines gemeinsamen Rumpfs nur sieben U-Jagd-Schiffe (Georges Leygues-Klasse) und zwei Flugabwehrschiffe (Cassard-Klasse) gebaut. Die Schiffe der Georges Leygues-Klasse werden als U-Jagd-Fregatten bezeichnet, sind aber als Zerstörer klassifiziert (D640 - D646).
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Die deutsche Fregatte Karlsruhe (F212) gehört zur Bremen-Klasse (Klasse 122), von der 1979-90 acht Schiffe (Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Emden, Köln, Karlsruhe, Augsburg und Lübeck) als Ersatz für die Zerstörer der Fletcher-Klasse (Klasse 119) und der Fregatten der Köln-Klasse (Klasse 120) gebaut wurden. Der Entwurf beruht auf der niederländischen Kortenaer-Klasse, unterscheidet sich aber u.a. in Bezug auf die Größe des Hangars, die Form der Masten, diverse Sensoren und der Antriebsanlage. Die Bremen-Klasse waren primär als U-Jagd-Fregatten und Geleitschiffe ausgelegt.
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Die Elbe (A511) ist das Typschiff der sechs Tender der Klasse 404 der Deutschen Marine. Die Klasse wurden entworfen, um Schnellboote, Minenjagdboote und U-Boote zu unterstützen. Sie versorgen die Boote mit Kraftstoff, Wasser, Lebensmitteln, Ersatzteilen und Munition, helfen bei Wartungsarbeiten, entsorgen deren Abfälle und dienen als Lazarett. Es ist Platz für einen Stab vorhanden und achtern befindet sich ein Hubschrauberlandeplatz, aber kein Hangar. Von den Tendern unterstützt wurden u.a. die Schnellboote der Gepard-Klasse (Klasse 143A), zu denen Hermelin (P6123/S 73) und Frettchen (P6126/S 76) gehören. Die Klasse 143A war eine Weiterentwicklung der Klasse 143 (Albatros-Klasse). Statt der Torpedorohre und des achteren 7,62 cm-Geschützes erhielt die die Klasse 143A einen RAM-Flugabwehrstarter und Minenschienen. Insgesamt zehn Boote wurden 1979-84 gebaut, die zwischen 2012-16 außer Dienst gestellt wurden.
Weiterlesen: Tender Elbe und Schnellboote Hermelin und Frettchen in Kopenhagen