Het Ysschuitje (Eisschute oder Eissegler)

oder „wer holt jetzt die Kuh vom Eis?“

Auf der Suche nach irgendwelchen Informationen zu einem Modell fand ich in dem Buch Sailing Ships, Prints by the Dutch Masters from the 16th to the 19th Century die Zeichnung einer niederländischen Winterszenerie von Simon Fokke. Die Idee kam schnell, warum nicht einmal Wasser in dem sonst nicht so häufigen Aggregatzustand darstellen, eben dem festen?

"The Victory towed into Gibraltar" oder „Splice the Mainbrace!“

(Die Victory wird nach Gibraltar geschleppt, Spleiss die Großbrass`!)

Eigentlich wollte ich nie ein Dreidecker-Linienschiff bauen, jetzt sind es gleich drei nacheinander oder zum Teil parallel geworden. Die Idee zum Nachbau eines Gemäldes habe ich mir von den Panzerbauern mit ihren 3-D-Fotorekonstruktionen abgeguckt. Die letzte Inspiration kam auf der EME 2019 in Lingen, wo zwei geniale Modelle der zerschossenen Hood und der ebenso demolierten Bismarck ausgestellt waren (siehe Fotogalerie). Absolute Meisterschaft, die nicht abschreckt, sondern anspornt. Auf der EME fand ich dann auch einen Bausatz, mit dem ich diese Idee verwirklichen konnte. Später kam aus dem Internet noch ein weiterer hinzu. Grundlage für das hier vorgestellte Diorama ist Clarkson Stanfields Ölgemälde „The Victory Towed into Gibraltar“ von 1853.

Die Vorrede

Die Ausstellungen und Zeitschriften sind voll von gut gemachten Umbauten von Plastik-Bausätzen in allen möglichen Variationen. Mehr oder weniger umfangreich werden Bausätze oft aufwändig umgestaltet. Für Modellbauer der einzige Weg, ein Modell zu bauen, das es eben nicht „von der Stange“ gibt. Nur sehr selten aber sieht man Totalumbauten von Segelschiffen. Dies ist meist auch schwierig, da meist schon die Rümpfe sehr individuell gestaltet sind. Mit wenigen Ausnahmen gleicht kaum ein Segelschiffsrumpf dem anderen. Noch seltener sind Nachbauten aus der Fiktion. Dies macht vieles einfacher – aber auch nicht alles. Die Hispaniola zu „rekonstruieren“ nur anhand der Romanvorlage war relativ einfach, dennoch gibt es Unstimmigkeiten die noch zu klären sind. Vielleicht ein Ansporn, hier noch mehr heraus zu holen.

 

03.06.1769 - 250 Jahre Beobachtung des Venustransits

 

Die Beobachtung des Venustransits am 3. Juni 1769

„... wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist“ - Mit diesen Worten beginnt eine der berühmtesten oder sogar die berühmteste Science-Fiction-Fernsehserie und Filmreihe des ganzen Planeten. Dass dieses Zitat, im Original etwas anders, von einem der berühmtesten und verdienstvollsten Seefahrer der Geschichte stammt, ist nur wenigen bekannt. Aus Cooks Logbüchern ist der Satz überliefert: „Ambition leads me not only farther than any other man has gone before me, but as far as I think it is possible for man to go.“ Auch dass eben dieses Abenteuer keineswegs in der Zukunft stattfindet, sondern bereits vor 250 Jahren geschah, ist wohl der Grund für James Cook als Vorbild für den berühmten Raumschiffkapitän James Tiberius Kirk aus Texas, ehemalige Vereinigte Staaten von Amerika auf dem Planeten Erde. Wie James Cook zieht Kirk aus, um fremde Planeten zu beobachten. Cooks Charakter, seine Fähigkeiten und seine Taten hier zur Gänze zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen. Auch haben dies bereits andere deutlich besser getan, als ich es je vermag.

Das Original: A furore normannorum libera nos Domine!

Gott schütze uns vor der Wut der Nordmänner! In den letzten zweihundert Jahren des ersten Jahrtausends ein oft gesprochenes Gebet. Haben doch die rotbärtigen Männer mit ihren furchterregenden Blankwaffen überall wo sie auftauchten für Angst und Schrecken gesorgt.