Seitentitel

Modell: USS Northampton CLC-1
Hersteller: Niko Model
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Fotoätzteile, Messing- u. Stahldraht,Decals
Art.Nr.: 7074
Preis: 69 € (NNT Modell)

Das Original

USS Northampton CLC-1 war ein Führungsschiff der Unitet States Navy und ein modifizierter Kreuzer der Oregon City-Klasse. Sie war das dritte Schiff in der Geschichte der US-Marine das den Namen Northampton trug.

Seitentitel

Modell: USS Norfolk (DL-1) 1953
Hersteller: Niko Model
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Fotoätzteile, Messingteile, Abziehbilder
Art.Nr.: 7072
Preis: 53,60 € (NNT-Modell)

Das Original

Um gegen die neuen, schnelleren U-Boote, die im Zweiten Weltkrieg entwickelt wurden, vorgehen zu können, entwickelte die US-Marine den neuen Typ des U-Jagd-Kreuzers (CLK, Light Cruiser, Hunter Killer). Dieser Typ sollte sehr schnell sein, eine große Reichweite und Seetüchtigkeit haben, die damalige U-Jagd-Waffen und - Ortungsgeräte tragen können und dazu noch über eine gute Flugabwehr verfügen, um Zerstörer-Verbände, die dieser Typ führen sollte, gegen Angriffe aus der Luft verteidigen zu können. Entsprechend groß fiel der Typ aus und wurde deshalb anfangs als Kreuzer angesehen.

Als U-Jagd-Bewaffnung wurden der U-Jagd-Raketenwerfer Mk 108 (Weapon Able, später in Weapon Alfa umbenannt) und die U-Jagd-Torpedorohre Mk 23 und Mk 24 für drahtgesteuerte U-Jagd-Torpedos mitgeführt. Diese sollten die notwendige Reichweite haben, um die neuen, schnelleren U-Boote auf größere Distanz bekämpfen zu können. Als Eigenbewaffnung waren die damals neuen 7,62 cm L/70-Zwillingstürme vorgesehen, die aber bei Fertigstellung noch nicht verfügbar waren, so dass als Ersatz offene 7,62 cm L/50-Zwillingslafetten mitgeführt wurden, bis die neuen Türme verfügbar wurden. Die achteren beiden Mk 108-Raketenwerfer wurden 1960 durch einen ASROC-Werfer ersetzt.

Der Typ erwies sich zu aufwendig und teuer, weshalb nur ein Schiff, die Norfolk gebaut wurde. Diese wurde während des Baus von CLK-1 zu DL-1 (Zerstörer-Führer, destroyer leader) umklassifiziert und ab 1955 der Fregatten-Kategorie zugerechnet (die damals in der US-Marine für einen Schiffstyp stand, der größer als ein Zerstörer war).

Norfolk war 160 m lang und 16 m breit und verdrängte 5600 ts. Ihre Turbinen leisteten 80 000 PS und trieben zwei Schrauben. Die Höchstgeschwindigkeit war 33 kn.

Bewaffnung 1953
8 x 7,62 cm L/50 (vier Zwillingslafetten)
8 x 2 cm (vier Zwillingslafetten)
4 x Mk 108 Weapon Alpha 13,3 cm U-Jagd-Raketen-Werfer
8 x 53,3 cm Mk 24 Torpedorohre

Bewaffnung 1960
8 x 7,62 cm L/70 (vier Zwillingstürme)
1 ASROC-Achtfach-U-Jagd-Starter
2 x Mk 108 Weapon Alpha 13,3 cm U-Jagd-Raketen-Werfer
6 x 32,4 cm Mk 32 Torpedorohre

Die Norfolk wurde von 1949-1953 bei New York Shipbuilding gebaut und wurde danach Teil der Atlantik-Flotte. Sie wurde oft als Flaggschiff von Zerstörer-Verbänden verwendet, aber auch als Testschiff für neue Waffensysteme. Ein Umbau zum Lenkwaffenzerstörer vergleichbar mit dem Umbau der Mitscher-Klasse erwogen, aber nicht durchgeführt. Norfolk wurde am 15. Januar 1970 außer Dienst gestellt, am 1. November 1973 gestrichen und 22. August 1974 zum Abwracken verkauft.

Der Bausatz

Das brandneue Modell der USS Norfolk DL-1 von Niko Model kommt als Wasserlinienversion im Bauzustand von 1953 mit reichlich Zubehör in einer stabilen Box zum Modellbauer. Der komplette Bausatz besteht aus Resin-, Messing-, Fotoätzteilen, sowie erstmals Abziehbildern.

Der in hellgrauem Resin gegossene Rumpf mit guten Details ist von der Form und den Abmessungen her richtig dargestellt. Im Vergleich mit Zeichnungen und Originalaufnahmen ragt die Brückenplattform mit Schanz allerdings etwas zu weit nach vorn, ist also maßlich unkorrekt. Ein großer Teil der Aufbauten, Schanzkleider, Bullaugen, Lüfter, Schotten, Leitern und Plattformen mit Splitterschutz sind bereits mit abgeformt. Der Rumpf ist plan, ohne Verwerfungen und sichtbare Blaseneinschlüsse.

Rumpf Rumpf Rumpf
Rumpf Rumpf Rumpf

Links im Bild die 7,6 -cm -Doppellafetten mit der Flak-Basis, die insgesamt hervorragend detailliert sind, die vier U-Jagd-Raketenwerfer Mk 108 Weapon Alfa, die auch von der Form gut umgesetzt sind, die Feuerleitanlagen Mk 56 für die 7,6-cm-Flak ganz unten im Foto, sowie ECM-Antennen und weitere Kleinteile für die Aufbauten. Rechts im Bild die beiden Schornsteine, ECM-Antennen, Beiboote mit guten Details, Rettungsinseln.

Bewaffnung, Aufbautenteile Beiboote, Schornsteine, ECM-Antennen

Die Fotoätzteile

Die gewohnt hochwertige Fotoätzteil-Platine enthält Relings mit verschiedenen Durchzügen, den Bordkran, Auflager für die Beiboote, Schraubenschutz, Teile für den Brückenaufbau und der Beiboote, weiterhin Plattform- und verschiedene Mastteile, sowie Teile des SPS-6 Radars und der 20-mm-Oerlikons. Das Brückendach, Teil Nr. 31, ist etwa 1 mm zu kurz und muss abgeändert werden. Das ergibt sich auch bei der etwas zu weit nach vorn stehenden Brückenschanz am Rumpfteil. Die vorliegende Platine war leicht beschädigt, Ersatz wurde bereits zugesichert.

 Fotoätzteile

Decals und weitere Teile

Dem Bausatz liegen Abziehbilder für die Schiffskennung, gedrehte Messingteile für die Masten, Plastikkarte und Draht für Antennen bei.

Abziehbilder und weitere Teile 

Die Anleitung

Der Bauplan besteht aus 2 DIN-A-4-Bögen, einer davon beidseitig bedruckt und führt anhand grafischer Darstellungen übersichtlich durch den Bau. Für den erfahrenen Modellbauer dürften kaum Fragen offen bleiben. Aber auf das falsche Brückendach bzw. die maßlich unkorrekte Brückenplattform mit Schanz und die dem Bausatz beiliegende Plastikkarte wird in der Anleitung leider nicht eingegangen. Enthalten sind auch eine nummerierte Teileübersicht, die Farbangaben beziehen sich auf das Farbsortiment von White Ensign Models aus UK. Dieser Hersteller führt relativ sehr authentische Farben für viele Marinen.

Bauanleitung Bauanleitung Bauanleitung

Quellen

Stefan Terzibaschitsch Kreuzer der U.S. Navy, Bechtermünz Verlag 1997

Fazit

Mit dem neu erschienen Bausatz der USS Norfolk DL-1 setzt der polnische Hersteller Niko Model seine Serie mit US-Kriegsschiffen aus der Zeit des Kalten Krieges nun erfolgreich fort. Dies zeigt sich abermals auch an der guten Gussqualität. Empfehlenswert für den im Umgang mit Resingbausätzen und Fotoätzteilen erfahrenen Schiffsmodellbauer. Das Brückendach muss allerdings mittels beiliegender Plastikkarte abgeändert werden.
 

alt empfehlenswert

Jörg

Text über Original von Lars

Seitentitel

Modell: USS Springfield (CLG-7) 1970
Hersteller: Niko Model
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Fotoätzteile, Draht
Art.Nr.: 7065
Preis: 69 € (NNT Modell)

Das Original

 

In den fünfziger Jahren wurden sechs Kreuzer der Cleveland-Klasse (Galveston, Little Rock, Oklahoma City, Providence, Springfield, Topeka) zu Lenkwaffenkreuzern umgebaut. Sie erhielten anstelle der achteren 152-mm-Geschütze einen Zwillingsstarter für radargesteuerte Lenkwaffenraketen. Die drei mit dem Talos-System ausgerüsteten Schiffe wurden als Galveston-Klasse eingeteilt, die drei Schiffe mit dem Terrier-FK-System wurden als Providence-Klasse klassifiziert. Innerhalb der Klassen gab es Unterschiede. Jeweils zwei Schiffe der Klassen (Little Rock, Oklahoma City, Providence, Springfield) erhielten anstelle des zweiten schweren vorderen Geschützturms größere Brückenaufbauten mit Stabsräumen, um sie als Flottenflaggschiffe einsetzen zu können. Das dritte Schiff der Klasse behielt jeweils zwei 152-mm-Drillingstürme.

Seitentitel

Modell: Lenkwaffenkreuzer USS Galveston CLG-3 1968
Hersteller: Niko Model
Maßstab: 1/700
Material: Resin
Art.Nr.: 7059
Preis: 69 € (NNT-Modell)

CLG Galveston-Klasse

Fünf Jahre nach der Einführung der ersten Lenkwaffenkreuzer-Kennung CAG (Boston-Klasse) erfolgte der Teilumbau von sechs vormaligen Leichten Kreuzern der Cleveland-Klasse, von denen ebenfalls ausreichend Einheiten zur Verfügung standen. Dieser Umbau vollzog sich in zwei getrennten Klassen, deren Merkmale sich nach zwei Kriterien unterschieden. Einmal unterschied man – nach Klassen – die Galveston-Klasse mit zwei Schiffen, die nicht auch noch zu Flottenflaggschiffen umgebaut wurden, d.h. vorne zwei Drillingstürme 15,2 cm behielten, und die Little-Rock-Klasse, die infolge der Erweiterung der Brücke einen 15,2-cm-Turm abgeben musste. Diese Klasse bestand aus vier Schiffen. Innerhalb jeder dieser beiden Klassen gab es aber auch noch Unterschiede in der Lenkwaffen-Hauptbewaffnung.

Niko Model: Lenkwaffenkreuzer USS Canberra CAG-2 1967, 1/700

Modell: USS Canberra CAG-2 1967
Hersteller: Niko Model
Maßstab: 1/700
Material: Polyurethan/Resin
Art.Nr.: 7057
Preis: 69 €

CAG Boston-Klasse

 

Die erste Stufe des Aufbaus einer Lenkwaffenflotte für die U.S. Navy fand ihre Realisation im Umbau vorhandener Kreuzer, von denen nach Kriegsende ausreichend zur Verfügung standen. So wurden zunächst ab 1952 die beiden Schweren Kreuzer der Baltimore-Klasse  BOSTON (CA-69) und CANBERRA (CA-70) als CAG-1 bzw. CAG-2 umklassifiziert. Das "A" in der Kennung dokumentierte den Teilumbau, bei dem das vordere Schiffsdrittel nach wie vor Aussehen und Eigenschaften eines Schweren Kreuzers behielt, samt den beiden vorderen 20,3-cm-Drillingstürmen. Der Tendenz der Zeit entsprechend wurden die beiden dünneren Schornsteine zu einem dickeren zusammengefaßt; hinter dem Brückenaufbau wurde anstelle des Pfahlmastes ein neuer Vierbeingittermast aufgestellt, auf dem die zahlreicher gewordene Ortungselektronik plaziert wurde. Das wichtigste und markanteste Umbaumerkmal war die Errichtung zweier langgestreckter Lenkwaffenmagazine achtern, auf denen je ein Doppelstarter Mk 10 für den damals neuen Flugkörper Terrier I installiert wurde.

Deckel

Modell: USS Roanoke (CL-145) 1957 Worcester Class
Hersteller: Niko Models
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Ätzteile, Decals
Art.Nr.: 7050
Preis: 63,6 €

Das Original

Roanoke war ein Schiff der Worcester-Klasse und gehörte zu der letzten Generation Kreuzer, deren Bewaffnung ausschließlich aus Geschützen bestand.

Die Klasse wurde um das neue vollautomatische 15,2 cm-Geschütz herum entworfen, was sowohl gegen Seeziele als auch zur Flugabwehr geeignet sein sollte. Um sechs Zwillingstürme inklusive des gestiegenen Munitionsbedarfs in einem gut gepanzerten Rumpf unterbringen zu können, war eine deutliche Größenzunahme im Vergleich zu den Leichten Kreuzern der Cleveland-Klasse nötig – im Vergleich zu den Flakkreuzern der Atlanta-Klasse, die vielfach auch als Vorgänger-Klasse genannt wird, fiel die Worcester-Klasse mehr als doppelt so groß aus. Wegen der Eignung der 15,2 cm-Geschütze als Flak wurde auf 12,7 cm-Flak verzichtet, bei der Fertigstellung war die Klasse auch bereits mit den neuen vollautomatischen 7,62 cm-Flaks statt der 4 cm-Bofors ausgerüstet. Ursprünglich sollten sie achtern Katapulte und einen Hangar erhalten, der Hangar wurde aber nach Fertigstellung nur für Beiboote benutzt.

Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700

Modell: USS Coontz DDG-40
Hersteller: Niko Model
Maßstab: 1/700
Material: Resin
Art.Nr.: 7043
Preis: 63,60 € (NNT)

Historie

DDG Farragut-Klasse

Dies sind zugleich mit der Charles F. Adams-Klasse Lenkwaffenschiffe der ersten Generation. In Anlehnung an die seinerzeitige Dreiteilung in die Lenkwaffensysteme Talos, Terrier und Tartar wurden diese drei Systeme ihrer unterschiedlichen Grösse wegen auf verschieden großen Schiffe installiert.

Die zehn Einheiten der Farragut-Klasse gehörten zu der mittleren Gruppe der Terrier-Träger und erhielten damals die Kennung DLG-6 bis 15. Ihre direkten Nachfolger waren dann die Schiffe der zweiten Lenkwaffengeneration, die Leahy- und die Belklnap-Klasse, sowie die beiden Parallelentwicklungen mit Atomantrieb Bainbridge und Truxtun. Schiffe der Farragut-Klasse blieben bis zum 1. Juli 1975 DLG. Die damals erfolgte Umklassifizierung von Lenkwaffenschiffen brachte Inkonsequenzen mit sich. So wurden im Zuge dieser Neuordnung die zehn Frarraguts als Lenkwaffen-Zerstörer zu DDG-37 bis 46 reklassifiziert. Dies war im übrigen die einzige Klasse, die hierbei auch ihre taktischen Kennungen wechseln musste. Hierdurch wurden Schiffe dieser Klasse die einzigen Zerstörer, die Terrier-FK führten. Offensichtlich war man der Ansicht, dass Schiffe mit 5.800 ts Wasserverdrängung denn doch etwas zu klein sind, um als Kreuzer angesprochen zu werden. Die Atomkreuzer der California-Klasse dagegen (vormals noch als DLGN eingestuft) erhielten "nur" die Tartar-D-Anlage mit weit geringerer Reichweite, wurden aber ab 1975 wegen ihrer Größe zu Kreuzern befördert. Soviel zur Klassifikation.

Die vier zuerst fertiggestellten Schiffe Farragut, Luce, Dewey und Preble wurden zunächst mit der ersten Terrier-Version ausgestattet, der "beam riding" BW-1, wobei die assoziierten Leitgeräte SPQ-5 waren. Die übrigen Einheiten erhielten gleich die "homing"-Version BT-3 mit den Kontroll- und Leitgeräten SPG-55.

Bereits 1964 begann die Planung für eine umfangreiche Modernisierungsaktion, die - in unterschiedlichem Aussmaß durchgeführt - ab FY 66 begann und zum Ziele hatte, nunmehr alle Einheiten auf einen Standard zu bringen. Das letzte Schiff wurde erst 1977 fertig.

Manches wurde bei dieser Modernisierung verändert:

  • Nachdem Coontz und King von Anbeginn NTDS an Bord hatten, erhielten nunmehr auch die restlichen Schiffe diese wertvolle Anlage.
  • Auf Farragut wurde vor der Brücke ein Nachlademagazin für ASROC und ein Rechenzentrum angebracht. Aus Gründen der Schiffs-Stabilität und zur Einsparung von Geldmitteln wurde diese Maßnahme bei den restlichen Schiffen nicht mehr wiederholt.
  • Alle Einheiten erhielten vorne einen neuen Vierbein-Gittermast an Stelle des alten Dreibeinmastes.
  • Nachdem alle Einheiten der Klasse mit SPS-39-Radaranlagen fertiggestellt worden waren und relativ kurze Zeit danach lediglich die Antenne des Nachfolgesystems SPS-52 erhielten, wurde diese zweite Antenne auf allen Schiffen durch SPS-48 ersetzt. Die SPS-29/37 auf dem achteren Mast wurden durch SPS-49 ersetzt.
  • Die seitlich des achteren Mastes befindlichen Doppel-Lafetten mit Geschützen des Kalibers 7,6 cm L/50 wurden samt den dazugehörigen FL-Geräten Mk 70 entfernt und durch Harpoon-Starter ersetzt.
  • Durch den Einbau der FL-Anlage Mk 76 wurde die Voraussetzung zur Verwendung der Flugkörper-Standard SM-1 ER an Stelle der inzwischen veralteten Terrier geschaffen. Auf den vier erstgebauten Schiffen wurde dabei SPQ-5 gegen SPG-55 ausgetauscht.
  • Bei der Modernisierung erhielt Farragut einen etwas höheren Antennenmast auf dem achteren Gittermast als die übrigen Schiffe.

Diese relativ großen Schiffe waren stets gut für die Verwendung als Versuchsplattform für neue Waffen und Geräte. So wurde auf Coontz 1968 das elektronische "check-out"-System TEAMS ausprobiert, das später auf den Fregatten der Knox-Klasse Einzug fand. Unmittelbar vor der ein Jahr andauernden Modernisierung erhielt Coontz 1972 zwei 20-mm-Geschützanlagen Vulcan , die hier im Zusammenwirken mit der bordeigenen FL-Anlage Mk 68 getestet wurden und nicht etwas als Bestandteil der damals so bezeichneten Vulcan/Phalanx-Anlagen anzusehen sind. Nach Ende der Testreihe verblieben die Geschütze noch an Bord, um etwas 1977/78 gegen Harpoon-Starter ausgetauscht zu werden. King dagegen führte zu Testzwecken vom August 1973 bis zum März 1974, also noch vor der großen Modernisierung, die komplette CIWS-Anlage Vulcan/Phalanx Mk 15, die auf dem Achterschiff aufgestellt war. Auf Mahan wurde etwa 1978/79 die Ergänzungs-Ortungsanlage SYR-1 erprobt. Dewey war Anfang. 1971 das erste modernisierte Schiff, das die verbesserte Terrier II-FK erhielt. Preble führte bereits etwa 1964 zu Testzwecken SPS-48-Radar, also lange bevor diese Anlage in Serie ging.

Die Coontz wurde 1955 bestellt und am 1. März 1957 in der Puget Sound Naval Shipyard auf Kiel gelegt. Zu diesem Zeitpunkt lautete ihre Designation noch DLG-9, das Schiff war also ein Zerstörerführer mit Lenkwaffen. Nach einer Bauzeit von 21 Monaten lief das Schiff am Nikolaustag 1958 vom Stapel und wurde von Mrs. Robert J. Coontz getauft, der Ehefrau des Enkels des Namenspatrons des Schiffes. Die offizielle Indienststellung der Coontz fand am 15. Juli 1960 statt. Bis April 1961 folgten Übungen und Trainingsfahrten, dann meldete sich die Coontz voll dienstbereit in der Pazifikflotte. Das Schiff wurde Flaggschiff der Destroyer Division 152 und zwischenzeitlich auch der Destroyer Squadron 15. Heimathafen der Coontz war San Diego, Kalifornien. Im August 1961 verlegte die Coontz zum ersten Mal. Die Fahrt ging in den Westpazifik, auf der insgesamt 55.000 Seemeilen langen und sieben Monate dauernden Tour legte das Schiff Liegezeiten in Häfen in Japan, Korea, Hong Kong, Australien und Amerikanisch Samoa an. Zurück im März 1962, diente die Coontz den Rest des Jahres als Flaggschiff für verschiedene Verbände und Flottillen. Im Oktober war der Zerstörer außerdem als Reserveschiff für die Bergungsoperation der NASA vorgesehen. Mercury-Atlas 8 ging aber nicht in der Region um die Coontz nieder, sondern wasserte nur neun Kilometer von dem Flugzeugträger USS Kearsage (CVS-33) entfernt und wurde von diesem aufgenommen. Im Anschluss folgte eine weitere Fahrt in westpazifische Gewässer, wiederum mit Hafenliegezeiten in Japan und Hong Kong. Nach der Rückkehr im Mai 1963 folgte im Juni noch ein großer Auftritt: In einer Vorführung für Präsident John F. Kennedy demonstrierte die Coontz die Fähigkeiten ihre Luftabwehrraketen in einer Übung gegen Drohnen.

Daraufhin folgte eine erste Modernisierung, in der vor allem die Lenkwaffensysteme erneuert wurde. Von Oktober 1963 bis April 1964 lag das Schiff dafür in der Long Beach Naval Shipyard. Am 4. Oktober 1989 wurde der Zerstörer in Philadelphia offiziell außer Dienst gestellt. Bis zum 26. Januar 1990 gehörte das Schiff der Reserveflotte an, wurde aber dann aus dem Schiffsregister der Navy gestrichen. Im April 1994 wurde das Schiff zum Abbruch verkauft, wurde jedoch im Oktober 1996 an die Navy zurückgegeben, da der Auftrag von der Firma nicht durchgeführt werden konnte. So wurde die Coontz im Februar 1999 an Metro Machine verkauft, die den Abbruch des Schiffes am 26. März 2003 beenden konnte. Das Metall wurde an Camden Iron and Metal weiterverkauft.

 
Technische Daten und Bewaffnung
 

Verdrängung          5800 Standard-Tonnen
Länge                    156,2 Meter
Breite                    15,80 Meter
Tiefgang                7,6 Meter
Besatzung             21 Offiziere, 356 Matrosen, ggf. 19 Stab
Antrieb                  2 Propeller, über 2 Getriebeturbinen angetrieben; 85.000 PS
Geschwindigkeit    34 Knoten
 

 

Bewaffnung          1 Doppelarmstarter für Raketen, 1 ASROC-Starter, 2 Dreifach-Torpedowerfer, 1 

                             Geschütz 127 mm, später zusätzlich 8 Seezielflugkörper  

 

Der Bausatz

Gerade von der Zeitschrift Modell-Fan zum Modell des Jahres 2008 gekürt, erwartet den versierten Modellbauer hier ein Bausatz von überdurchschnittlich guter Qualität. Der Rumpf ist sorgfältig in Luftpolsterfolie und die einzelnen Gussäste mit den Bauteilen in kleinen Tüten verpackt. Alles zusammen kommt inklusive PE-Platine und Anleitung in einem stabilen Karton zum Modellbauer.
 
alt
 
Allein der Schiffsrumpf mit schon fast komplett angegossenen Aufbauten, Plattformen und Schanzkleidern ist ein Zeugnis meisterhaften Formenbaus - plan, verwerfungsfrei und ohne Sinkstellen. 
Die Brücke ist schön detailliert mit filigranen Schanzkleidern, die teilweise gerade mal 0,4 mm in der Stärke messen. Die Aufbautenwände enthalten schön umgesetzte Bullaugen und bereits mit angegossene wasserdichte Türen. Die Poller sind hauchfein, ein Wunder, dass beim Transport nichts beschädigt wurde, was letztlich ein Plus für die professionelle Verpackung ist.
 
Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700 Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700 Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700
Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700 Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700 Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700
 
Die Haarpoon- und der ASCROC-Starter sind sehr schön detailliert, das Mk 68-Feuerleitradar gut umgesetzt. Gleiches gilt für die SPG-55-Radarbeleuchter für das Terrier-System im rechten Bild. Die Doppelarm-Starter selbst sind ebenfalls gut wiedergegeben, der Anker filigran, Rettungsboote, Schornsteine, Radarantennen und Rettungsinseln fein detailliert. Enthalten sind weiterhin Rahen, ECM-Antennen und Kleinteile, die später an den beiden Vierbein-Gittermasten verbaut werden.
 
Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700 Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700

Die Fotoätzteile

Niko überrascht mit einer qualitativ hochwertigen Platine. Enthalten sind die kompletten Relings, sowie schon vorgebogene für die Bugsektion. Gut umgesetzt wurden die beiden Vierbein-Gittermasten mit Plattformen, das feingeätzte SPS-48 und SPS-49 Luftraum-Such- und Ortungsradar, Davits, die TACAN-Antenne. Weiterhin sind enthalten Niedergänge und Leitern, filigrane Schanzkleider und Zubehör für die Antennenmasten.
 
Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700

Die Anleitung

Der Bauplan besteht aus zwei beidseitig bedruckten DIN-A4-Blättern, die zum einen die Teileübersicht und zum anderen die Montageanleitung in Explosions-Darstellung plus Hinweise zum Verarbeiten und Verbauen der Fotoätzteile beinhalten. Auf der Rückseite von Blatt 2 ist eine Bemalungsanweisung gedruckt, die sich allerdings recht oberflächlich mit der Farbgebung befasst, so dass hier Recherche erforderlich ist. Zu bemerken ist, dass der Beginner hier mit Sicherheit überfordert wäre.

 
Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700 Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700 Niko Model: Lenkwaffenzerstörer USS Coontz DDG-40, 1/700

Ergänzung nach Bau eines Modells

Beim Bau meines Modells der Preble sind mir (Lars) folgende Punkte aufgefallen: 

  • Die Abstützungen der Brückenflügel fehlen
  • Auf der Backbordseite der Brücke fehlt eine Plattform für Störkörperwerfer und ihre Nachlademagazine. Diese ist beim Bausatz nur an Steuerbord vorhanden. Beide Plattformen wurden aber beim Original zur selben Zeit nachgerüstet. Der Bausatz enthält allerdings genügend SBROC-Störkörperwerfer
  • Die OE-82-Satellitenantennen sind viel zu groß, praktisch mehr als doppelt so groß! Auch die Mk 32-Torpedorohre sind viel zu dick. Diese Teile scheinen aus den alten Skywave (Pit-Road)-Bausätzen zu stammen
  • Im Bausatz gibt es auf der Brücke neben dem Mk 68-Feuerleitgerät eine dritte Satellitenantenne (Teil 24), die es wohl bei den meisten Schiffen nie gab (meistens sind die Satellitenantennen in Paaren aufgestellt)
  • Das Mk 68-Feuerleitgerät mit dem SPG-53-Feuerleitradar sieht sehr gut aus - ist aber leider im Maßstab 1/350!
  • Beim SPS-48 kann man beim Original nicht durchsehen, das Fotoätzteil stellt die Antenne aber als Gitterstruktur dar
  • Die Rettungsinseln neben der Brücke waren beim Original erhöht angeordnet und hatten Abstützungen
  • Die SM-2ER-Raketen ähneln dem Original nicht wirklich. Insbesondere die Startstufe sollte dicker als die Rakete vorne sein
  • Achtern hatte die Klasse ein kleines Hubschrauberlandedeck, um das die typischen Sicherheitsnetze angeordnet waren - nicht normale Reling, wie im Bausatz dargestellt

Fazit

Qualitativ hervorragender Resin-Guss, gedacht für den versierten Modellbauer. Erfahrung im Bau von Resin-Modellen und in der Verarbeitung von Fotoätzteilen im Maßstab 1/700 zwingend erforderlich. Der Anfänger wäre hier sicherlich überfordert. Decals mit taktischen Nummern, Markierungen und Flaggen sucht man leider vergebens. Der ambitionierte Modellbauer allerdings wird diesbezüglich sicherlich im Zubehör fündig werden.

  alt sehr empfehlenswert

Jörg

Quellen




Modell: USS Texas 1895
Hersteller: Niko Models
Maßstab: 1/700
Art. Nr.: 7042
Material: Resin, Ätzteile
Preis: 33,6 €



Hersteller: Niko Model
Maßstab: 1/700
Art. Nr.: 7008
Preis: 27,50 €

alt

Hersteller: Niko Model
Maßstab: 1/700
Art. Nr.: 7013
Preis: 32,50 €

Zur Geschichte des Schiffes

Die britischen leichten Kreuzer der D-Klasse sind ein Entwurf aus dem ersten Weltkrieg und wurden in den Jahren 1916-1917 auf Kiel gelegt. Die Erfahrungen aus der Seeschlacht am Skagerrak flossen in das Design ein und so erhielten die Schiffe eine gepanzerte Box um die Munitionskammern.

Die HMS Danae wurde 1918 in Dienst gestellt und in den Zwischenkriegsjahren mehrfach umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurden die betagten Kreuzer für Geleitzugaufgaben eingesetzt wobei sich ihre geringe Reichweite als Nachteil erwies. HMS Danae diente 1941 bis Anfang 1942 im fernen Osten und sicherte die Routen zwischen Singapur, Sunda und Java. Nach Ihrer Rückkehr wurde das Schiff 1943 nochmals umgebaut und mit wesentlich stärkerer Luftabwehr versehen.

Die polnische Marine die sich mit wenigen Einheiten zu Kriegsbeginn nach Großbritannien retten konnte, kämpfte mit britischen Leihschiffen an der Seite der Royal Navy weiter. Ab 1943 fuhr ein anderer D-Klasse Kreuzer, die HMS Dragon unter polnischer Besatzung, das HMS im Namen wurde durch ORP ersetzt. Die ORP Dragon wurde 1944 während der Einsätze vor der Normandie durch ein deutsches Ein-Mann-U-Boot irreparabel beschädigt. Als Ersatz erhielt die polnische Marine nun die HMS Danae die fortan als ORP Conrad Dienst tat. Nach Kriegsende wurde das Schiff an Großbritannien zurückgegeben und verschrottet.

Technische Daten 1943

Verdrängung: 4850 Tonnen
Geschwindigkeit: 29 Knoten
Bewaffnung:
5 x 6 inch
1 x 4 inch HA Zwilling
2 x 4-Pdr PomPom vierfach
4 x 20 mm Oerlikon Zwilling
Ausrüstung: Typ 273 und 291 Radar
Besatzung: 450 - 470 Mann

Das Modell

Der junge polnische Kleinserienhersteller Niko Model hat die ORP Conrad alias HMS Danae im Bauzustand von 1944 als Resinmodell herausgebracht. Für moderate 32,50 Euro erhält man einen soliden Resinbausatz dieser interessanten Schiffsklasse der leider nicht ganz frei von Schwächen ist.

altaltalt

Die schlanke, schnittige Form des Kreuzerrumpfes scheint gut getroffen, der Panzergürtel und die Bullaugen sowie die Details an Deck und Aufbauten sind sauber abgeformt.

Leider hat der Rumpf einen sehr dicken Resinanguß, um diesen zu entfernen ist einiges an Schleifarbeit notwendig. Extrem ist dagegen die angedeutete Decksbeplankung ausgefallen. In den Schützengräben der Plankenfugen kann die 1/700er Besatzung vor Tieffliegern in Deckung gehen!

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Die weiteren Aufbauten sind sehr schön dargestellt und detailiert, teilweise leider auch hier wieder mit den maßlosen Plankengräben. Die Beiboote und Rettungsflöße sind durchwegs brauchbar.

altaltalt

Die Bewaffnung ist wirklich erstklassig. Die 6inch Geschütze und die Schilde sind in der Form sehr schön getroffen. Ein echtes Highlight sind die vierfach PomPoms - sie sehen als dreidimensionale Form einfach besser aus wie jedes noch so perfekte flache Ätzteil! Die filigranen Zwillings-Oerlikons sind ebenfalls sehr schön.

altalt

Dem Bausatz liegt ein kleiner Ätzteilebogen bei der die wichtigsten filigranen Kleinteile wie Plattformverstrebungen, Bootsdavits, Leitern und Ankerketten etc. enthält. Die Qualität geht völlig in Ordnung, auch wenn natürlich zu den Ätzteilen von WEM oder GMM ein deutlicher Unterschied da ist. Es fehlt eigentlich nur die Reling und vielleicht die eine oder andere Tür oder Luke - das läßt sich aber schnell und relativ preiswert ergänzen.

Die wenigen benötigten Decals liegen bei und sind völlig in Ordnung.

Die Anleitung

Die Anleitung besteht aus einem beidseitig bedruckten DIN-A4 Blatt mit einer Explosionszeichnung für den Zusammenbau sowie einer Bemalungsanleitung- Leider sind hier nur Humbrolfarben und nicht die Bezeichnung der Originalfarben angegeben. Wer hier die hervorragenden WEM Colourcoats verwenden will muß also noch ein wenig recherchieren.

altalt

Fazit

Ein grundsolider und preiswerter Bausatz von guter Qualität. Das Vorbild scheint sehr gut getroffen und auch die Detailierung ist wirklich gut. Der kleine beiliegende Ätzteilsatz ist bei diesem Preis eine wirklich sinnvolle und gute Zugabe - hier könnten andere Hersteller durchaus mal mitziehen.

Wo viel Licht ist, ist leider manchmal auch Schatten - die Plankengravur ist einfach völlig daneben, hier hilft wohl nur zuspachteln. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Verpackung. Während der Rumpf schön in Blisterfolie gerollt und so gegen Stöße gesichert ist, liegen alle Kleinteile lose in einem Plastikbeutel und können beim Transport überall anecken. Ich habe wohl schlicht Glück gehabt daß bei meinem Bausatz die Teile kaum beschädigt sind - die Maste und Stengen werden sowieso besser durch Messingdrähte ersetzt.

alt Sehr schöner, aber nicht perfekter, preiswerter Bausatz

Stefan