Museumsschiffe - Segel
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Die El Galeon ist ein Nachbau einer spanischen Galeone aus dem 17. Jahrhundert. Diese Galeonen dienten als Handelschiffe, u.a. für die Routen nach Amerika und von Amerika zu den Philippinen. Die El Galeon wurde 2009-10 von der Punta Umbria-Werft in Huelva, Spanien für die Fundación Nao Victoria gebaut. Diese Stiftung besitzt auch einen Nachbau der Santa María von Kolumbus und der Victoria von Elcano von Magellans Expedition. Die El Galeon ist schon weit gereist, sie war im Atlantik, Pazifik, Indischen Ozean, Mittelmeer und Roten Meer.
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Das Polarforschungsschiff Discovery wurde für die British National Antarctic Expedition 1900-01 gebaut und war der erste Neubau eines britischen Forschungsschiffs seit Halleys Paramore von 1694. Sie wurde speziell als Polarforschungsschiff entworfen. Man orientierte sich aber nicht an Nansens Fram, die als sehr geeignet galt, um Einfrieren überleben zu können. Stattdessen beruhte der Entwurf auf der Discovery von 1874, des ehemaligen Walfängers Bloodhound von 1873, die 1875-76 ein Teil der British Arctic Expedition unter George Nares war. Das Ziel war es ein Schiff zu konstruieren, welches sowohl im Eis überleben können sollte als auch geeignet für lange Seereisen war.
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Die Dreimastbark Star of India wurde 1863 von Gibson, McDonald & Arnold in Ramsey auf der Isle of Man als Vollschiff Euterpe gebaut. Sie wurde anfangs als Jutefrachter auf der Route nach Indien eingesetzt. Ab 1871 transportierte sie Fracht und Passagiere zwischen Großbritannien und Neuseeland (die Fahrten dauerten 100 bis 143 Tage!). 1897 wurde sie an Besitzer in Hawaii verkauft, 1899 an die Pacific Colonial Ship Company in San Francisco und schließlich 1901 an die Alaska Packers' Association. Diese baute das Schiff zur Bark um und nannte sie 1906 Star of India. Sie diente als Fracht- und Passagierschiff zwischen Oakland und Nushagak, Alaska. 1923 wurde sie aufgelegt. 1926 sollte sie schon Museumsschiff in San Diego werden. Das scheiterte an wirtschaftlichen Problemen. 1957 wurde mit einer Restaurierung begonnen, die aber erst 1976 abgeschlossen wurde. Seither ist sie wieder seetüchtig und als Museumsschiff im Einsatz.
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Die Fregatte HMS Surprise wurde ursprünglich 1970 von der Werft Smith and Rhuland Shipyard in Lunenburg auf Nova Scotia gebaut. Sie ist ein Nachbau des 20-Kanonenschiff 6. Ranges HMS Rose, das 1756-57 von Hugh Blaydes in Hull gebaut wurde. Das Original war ein Schiff der Seahorse-Klasse und ein sogenanntes post ship. Dieser Schiffstyp wurde wie Fregatten gebaut und lag von der Größe zwischen Sloops und Fregatten.
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Die Galeone San Salvador ist ein Nachbau des spanischen Schiffs gleichen Namens. Mit dem Original entdeckte Juan Rodríguez Cabrillo am 28. September 1542 die Buch von San Diego und nahm sie in den Besitz der spanischen Krone. Das Schiff war in Acajutla, El Salvador, gebaut worden. 2011-15 wurde von Maritime Museum of San Diego ein Nachbau gebaut.
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Das schwedische Segelschulschiff HMS Jarramas ist zusammen mit ihrem Schwesterschiff HMS Najaden das kleinste je gebaute Vollschiff. Während ihre Schwester von 1897 einen Rumpf in Kompositbauweise hatte, hat Jarramas einen Stahlrumpf. Sie lief 1900 von Stapel und diente ein halbes Jahrhundert als Schulschiff der schwedischen Marine bis sie 1947 durch die Schoner Falken und Gladan ersetzt wurde. 1950 gelangte sie in den Besitz der Stadt Karlskrona und diente bis 1997 als Café. Danach kam sie zum schwedischen Marinemuseum in Karlskrona, wo sie bis 2015/16 komplett renoviert wurde.
Weiterlesen: Schwedisches Segelschulschiff HMS Jarramas in Karlskrona
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Die 38-Kanonen-Fregatte HMS Unicorn ist eines von 47 Schiffen der Leda-Klasse, der größten für die Royal Navy gebauten Klasse von Fregatten. Der Entwurf der Klasse beruht auf der erbeuteten französischen Fregatte Hébé. Diese gehörte zu der von Sané entworfenen Vénus-Klasse, von der insgesamt 73 Schiffe für die französische Marine gebaut wurden. 24 dieser Fregatten erbeutete die Royal Navy und setzte sie selbst ein. Mit den erbeuteten Schiffen der Vénus-Klasse und den auf dieser beruhenden Leda-Klasse beruhte während den Napoleonischen Kriegen ein beträchtlicher Teil der britischen Fregatten auf einem einzigen Entwurf, dem des französischen Konstrukteurs Sané.
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Die Havhingsten fra Glendalough ist ein Nachbau eines im 11. Jahrhundert von Wikingern in Irland gebauten Langsschiffs, d.h. eines hochseefähigen Kriegsschiffs. Dieses in Irland gebaute Schiff wurde 1962 im Roskildefjord ausgegraben, wird Skuldelev 2 genannt und ist seit 1969 in Roskilde ausgestellt. Der Sinn des Nachbaus ist mit ihm zu testen, welche Eigenschaften ein Kriegsschiff der Wikinger hatte. U.a. wird die Seetüchtigkeit, Segeleigenschaften, Geschwindigkeit unter Segel und Ruder und viele Details analysiert (experimentelle Archäologie). Auch beim Bau versuchte man nur Werkzeuge und Materialien zu nutzen, die auch von den Wikinger verwendet wurden.
Weiterlesen: Langschiff Havhingsten fra Glendalough in Roskilde
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1962 wurden im Roskildefjord bei Skuldelev fünf Schiffe aus der Wikingerzeit gefunden. Darunter war ein typisches Langschiff, d.h. ein hochseefähiges Kriegsschiff, das nach der Fundstelle Skuldelev 2 genannt wurde. Mit diesem Schifftyps reisten die Wikinger im frühen Mittelalter von Skandinavien aus in großen Teilen Europas bis hin nach Island, Grönland und sogar Nordamerika, bauten Handelsverbindungen auf und errichteten Siedlungen, führten aber auch Plünderungen durch. Die Langschiffe dienten dabei primär als Kriegsschiffe. Daneben gab es weitere Typen, die als Frachtschiffe dienten.
Weiterlesen: Langschiff Skuldelev 2/Havhingsten fra Glendalough
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Die Nippon Maru war ein Segelschulschiff der japanischen Handelsmarine und wurde 1930 von Kawasaki in Kobe gebaut. Im Zweiten Weltkrieg diente sie als Frachter, danach diente sie bis 1984 wieder als Segelschulschiff. Seither liegt sie als Museumsschiff in Yokohama.